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Förderinformationen

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BAFA - Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich

Fördergegenstand und -bedingungen

Gefördert werden:

  • Ersatz von Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente
    • Umwälzpumpen und
    • Warmwasser-Zirkulationspumpen
  • Kosten für den fachgerechten Einbau und direkt mit der Maßnahme verbundenen Materialkosten
  • Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich bei bestehenden Heizsystemen
  • In Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich können folgende zusätzliche Investitionen und Optimierungsmaßnahmen an bestehenden Anlagen gefördert werden
    • voreinstellbare Thermostatventile
    • Einzelraumtemperaturregler
    • Strangventile
    • Technik zur Volumenstromregelung
    • Separate Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und Benutzerinterfaces
    • Pufferspeicher
    • professionelle Einstellung der Heizkurve

Bedingungen:

  • Die zu optimierende Heizungsanlage muss vor mehr als 2 Jahren installiert worden sein
  • Umsetzung nur in Bestandsgebäuden der Bundesrepublik Deutschland
  • Je Anlage kann die Maßnahme nur 1 mal beantragt werden
  • KEINE Förderung, wenn die Maßnahme vor Registrierung schon begonnen wurde
  • Maßnahmen müssen in der Regel spätestens 6 Monate nach der Registrierung abgeschlossen sein
  • Antragsberechtigte sind:
    • Privatpersonen
    • freiberuflich Tätige
    • Kommunen
    • kommunale Gebietskörperschaften
    • kommunale Zweckverbände
    • Unternehmen
    • juristische Personen des Privatrechts
    • Kirchengemeinden und kirchliche Träger
    • gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften

Förderhöhe

  • Zuschusshöhe: bis zu 30 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten
  • Maximaler Förderbetrag: 25.000 € je Standort

Kumulierbarkeit

  • KEINE Kumulierung mit anderen öffentlichen Fördermitteln für dieselben Maßnahme/n.
  • KEINE Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen (§35 a Absatz 3 EStG)

Weitere Informationen

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 516 – Förderung Heizungsanlagen und Heizungsoptimierung

Frankfurter Straße 29 – 35

65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1001

Fax: 06196 908-1800

 

Infos - Heizungsoptimierung

http://bit.ly/2w7kNqW

Technisches Merkblatt

http://bit.ly/2w7mTHu

Liste förderfähige Pumpen

http://bit.ly/2w7HL1r

Antragsverfahren

http://bit.ly/2w7jOqX

Registrierung

http://bit.ly/2w7J4NI

Förderantrag login

http://bit.ly/2w7a8wt

Publikationen

http://bit.ly/2w7kNqW

Bestätigung hydraulischer Abgleich

http://bit.ly/2w7lLnp

Rechtsgrundlage

http://bit.ly/2w7nAk7

BAFA: Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (Wärmenetzsysteme 4.0)

Fördergegenstand und -bedingungen

Gegenstand der Förderung ist die Planung und Vorbereitung sowie die Entwicklung und Realisierung von „Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0“.

Modul I: vorbereitende Machbarkeitsstudien

  • Machbarkeitsstudien, die im Auftrag des Antragstellers die Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Konzepts eines Wärmenetzsystems 4.0 gutachterlich prüfen und vorbereiten
  • das Konzept kann dabei sowohl ein vollständiges, bereits bestehendes Netz betreffen oder auch nur einen räumlich abgrenzbaren Teilbereich davon („Teilnetz“)
  • Ergebnisse werden in einer schriftlichen Studie zusammengefasst
  • Die Bewilligung einer Förderung wird nur befristet erteilt. Die Dauer der Befristung beträgt 12 Monate. Der Verwendungsnachweis muss innerhalb dieser Frist eingereicht werden und die Bewilligung kann von der Bewilligungsstelle auf Antrag einmalig um bis zu 12 Monate verlängert werden.

Modul II: Realisierung eines Wärmenetzsystems 4.0

  • förderfähig sind Neubau oder Transformation eines Netzes oder eines räumlich abgrenzbaren Teilbereichs eines bereits bestehenden Wärmenetzes („Teilnetz“)
  • für Einzelkomponenten, die noch der industriellen Forschung zuzuordnen sind, wird eine erhöhte Zuschussförderung gewährt
  • Informationsmaßnahmen für die Anwohner sowie Kooperationen mit den lokalen und regionalen Fachhochschulen und Universitäten zur Kostensenkung werden ebenfalls bezuschusst
  • im Falle einer Transformation eines räumlich abgrenzbaren Teilbereichs eines bestehenden Wärmenetzes können nur die Kosten der Transformation für dieses Teilnetz in Ansatz gebracht werden
  • Voraussetzung ist die vorherige Durchführung einer Machbarkeitsstudie
  • nicht förderfähig sind Kosten für routinemäßige oder regelmäßige Änderungen an bestehenden Produkten, Produktionslinien, Produktionsverfahren, Dienstleistungen oder anderen laufenden betrieblichen Prozessen, selbst wenn diese Änderungen Verbesserungen darstellen sollten

Ein förderfähiges Wärmenetz 4.0 ist ein Gesamtsystem, das den nachfolgend genannten Kriterien entspricht:

  • das Gesamtsystem umfasst die Wärmequellen, Wärmenetzleitungen, Wärmespeicher, Anpassung der Wärmesenken und die erforderliche Mess-, Regelungs- und Steuerungstechnik, sowie optional auch Sektorkopplungs-(power-to-x)-Anlagen
  • Anteil erneuerbarer Energien und Abwärme an der jährlichen Wärmeeinspeisung von mindestens 50 %, maximal die Hälfte des Anteils darf durch Biomasse bereitgestellt werden (dieser Anteil muss im Durchschnitt über die Mindestnutzungsdauer von zehn Jahren gehalten werden)
  • Höchstanteil von 10 % für fossile Energie an der jährlichen Wärmeeinspeisung, die nicht durch KWK-Anlagen eingespeist wird
  • Wärme ist zu vergleichbaren oder geringeren Kosten zu liefern als durch konventionelle fossiler Wärmenetze zum Zeitpunkt der Antragstellung (die Bewilligungsstelle wird dazu Referenzwerte festlegen)
  • mindestens 100 Abnahmestellen oder Mindestabnahme von 3 GWh pro Jahr; Ausnahmen sind u. a. bei Nachbarschafts- oder Quartierskonzepten möglich
  • niedrig temperierte Wärme- oder Kältenetzverbindungen mit 20 °C bis maximal 95 °C im Vorlauf
  • saisonale Großwärmespeicher werden integriert, soweit nicht unwirtschaftlich; beim Einsatz von KWK-Anlagen für Flexibilisierung ausreichend dimensionierte Wärmespeicher
  • die angeschlossenen Stromverbraucher und -erzeuger weisen mindestens eine Schnittstelle für einen markt- oder netzdienlichen Betrieb ohne manuelle Eingriffe des Betreibers auf und sind auf eine Einbindung in ein intelligentes Stromnetz vorbereitet
  • Der Anschluss der Kunden des Wärmenetzsystems über Hausübergabestationen wird effizient ausgestaltet und das gesamte Wärmenetzsystem wird vollständig durch ein Online-Monitoring des Betreibers überwacht, mit dem sämtliche relevanten Daten zum Betrieb des Wärmenetzsystems 4.0 erfasst, gespeichert werden. Die erfassten Daten zum Betrieb des Wärmenetzsystems 4.0 sowie die wesentlichen weiteren technischen Erkenntnisse des Vorhabens werden vom Betreiber jährlich in den ersten zehn Jahren des Betriebs in einer gegeeigneten Form verbreitet

Weitere Fördermöglichkeiten:

  • Ergänzende Förderung von Informationsmaßnahmen zur Erzielung der erforderlichen Anschlussquote und Wirtschaftlichkeit
  • Ergänzende Förderung regionaler wissenschaftlicher Kooperationen zur Kostensenkung, wissenschaftlichen Begleitung und Kommunikation der Erkenntnisse vor Ort in der Region („Capacity Building“)

Förderhöhe

Grundsätzlich können nur solche Kosten als förderfähig anerkannt werden, die durch eine von einem Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater testierte bzw. bestätigte Kostenrechnung nachgewiesen werden

Modul I: Machbarkeitsstudien

  • Zuschuss von bis zu 60 % der gemäß Artikel 25 Absatz 3 AGVO förderfähigen Kosten
  • maximale Fördersumme: 600.000 €

Modul II: Realisierung eines Wärmenetzsystems 4.0

  • Zuschuss von bis zu 50 % der gemäß Artikel 25 Absatz 3 AGVO förderfähigen Kosten
  • Gemeinkosten sind pauschaliert mit 120 % der förderfähigen Personalkosten anzusetzen
  • maximale Fördersumme: 15 Mio € pro Vorhaben

Für die Berechnung der jeweiligen Förderquote eines Vorhabens gilt:

  • Grundförderung für die Realisierung eines Wärmenetzsystems 4.0: bis zu 20 % der förderfähigen Kosten, bzw. falls ein KMU im Sinne von Anhang 1 AGVO Antragsteller oder Teil eines antragstellenden Konsortiums ist, bis zu 30 %
  • gleitender Bonus für Anteil erneuerbarer Energien und Abwärme > 50 % innerhalb der ersten 10 Jahre: Erhöhung der Förderquote um bis zu 10 Prozentpunkte
    • für jeden vollen Prozentpunkt, den der Anteil erneuerbarer Energien und Abwärme die Mindestanforderung von 50 % übersteigt, wird die Förderquote um 0,2 Prozentpunkte erhöht
    • bei Unterschreitung der im Antrag angegebenen Werte innerhalb der ersten zehn Jahre nach Auszahlung, führt dies zu einer Rückberechnung und einer anteiligen Rückforderung der gewährten Zuwendung
  • gleitender Bonus für besonders niedrige Wärmelieferungspreise unter 10 Cent pro kWh Wärme innerhalb der ersten fünf Jahre: Erhöhung der Förderquote um bis zu 10 Prozentpunkte
    • für jeweils 0,1 Cent pro kWh Wärme, die der berechnete Preis einen Wert von 10 Cent pro kWh Wärme unterschreitet, wird die Förderquote um jeweils 0,2 Prozentpunkte erhöht
    • bei nachteiliger Änderung der Preise innerhalb der ersten fünf Jahre nach Auszahlung, führt dies zu einer Rückberechnung und einer anteiligen Rückforderung der gewährten Zuwendung
  • Erhöhung der Grundförderung für Einzelkomponenten der industriellen Forschung: auf 65 %, bzw. falls ein KMU Antragsteller oder Teil eines antragstellenden Konsortiums ist, auf 75
    • umfasst Prototypen die der industriellen Forschung gemäß Artikel 25 Absatz 2 Buchstabe b einzuordnen sind und die darauf abzielen, die Marktdurchsetzung, Nutzerakzeptanz, Systemdienlichkeit oder Wirtschaftlichkeit von Wärmenetzsystemen 4.0 weiter zu erhöhen

Kumulierbarkeit

Die Zuwendung darf mit anderen staatlichen Beihilfen – einschließlich Beihilfen nach der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Beihilfen (ABl. L 352 vom 24.12.2013) – nicht kumuliert werden, es sei denn, die andere Beihilfe bezieht sich nicht auf dieselben förderfähigen Kosten.

Gewährte De-minimis-Beihilfen dürfen bis zu 200.000 € in drei Steuerjahren kumuliert werden, unabhängig davon, auf welcher De-minimis-Verordnung die Förderungen basieren. De-minimis-Beihilfen dürfen auch nicht mit staatlichen Beihilfen für dieselben beihilfefähigen Kosten kumuliert werden, wenn die Kumulierung dazu führen würde, dass die höchste einschlägige Beihilfeintensität oder der höchste einschlägige Beihilfebetrag, die bzw. der im Einzelfall in einer Gruppenfreistellungsverordnung oder einem Beschluss der Kommission festgelegt ist, überschritten wird.

Weitere Informationen

Informationen des BAFA

http://bit.ly/2w7r0U7

Bekanntmachung Bundesanzeiger (pdf)

http://bit.ly/2w7AXRd

BAFA: Dezentrale Einheiten zur Wärmerückgewinnung in Gebäuden (Modul 3)

Fördergegenstand und -bedingungen

Antragsberechtigt sind:

  • private Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform (einschließlich Genossenschaften) und der Art ihrer Tätigkeit (einschließlich freiberuflich Tätige),
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung sowie
  • öffentliche, gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Hochschulen (nicht umfasst: Volkshochschulen), Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser bzw. deren Träger
  • juristische Personen des Privatrechts (die in dieser Liste nicht explizit aufgeführt sind)
  • Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise)
  • Privatpersonen

Der Antragsteller ist entweder Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks, auf dem die Technologie eingesetzt werden soll. Gefördert werden Ausgaben für die Anschaffung und die Installation der Wärmeübertrager bzw. Anlagen zur Wärmerückgewinnung.

Förderfähig sind Investitionen in folgende dezentrale Geräte bzw. Anlagen zur Wärmerückgewinnung:

  • Duschrinnen mit Wärmeübertrager
  • Duschtassen mit Wärmeübertrager
  • Duschrohre mit Wärmeübertrager
  • Anlagen zur Wärmerückgewinnung aus dem gesamten, im Gebäude anfallenden Grauwasser

Nicht förderfähig hingegen sind:

  • Mehrere Wärmeübertragereinheiten innerhalb einer Wohneinheit (Wohnung, Einfamilienhaus)
  • der Erwerb und die Verwendung gebrauchter Anlagen sowie neuer Anlagen mit überwiegend gebrauchten Anlagenteilen,
  • Ausgaben für Prototypen,
  • Instandsetzung und Instandhaltung bestehender Anlagen,
  • laufende Ausgaben,
  • Eigenleistungen des Antragstellers und
  • bereits vor Bekanntgabe des Zuwendungsbescheids begonnene Projekte.

Zu beachten ist grundsätzlich die „De-minimis“-Obergrenze.

Förderhöhe

Fördersätze für einzelne Dusch-Wärmeübertrager (Duschrinne, Duschtasse, Duschrohr):

  • Anzahl der Wärmeübertrager ≤ 20: 250 Euro pro Einheit
  • Anzahl der Wärmeübertrager > 20: 200 Euro pro Einheit
  • maximal jedoch 30 % der förderfähigen Investitionskosten (Anschaffung und Installation)

Fördersätze für Anlagen zur Wärmerückgewinnung für das gesamte im Gebäude anfallende Grauwasser, ohne zweites Leitungsnetz (Grauwassernetz):

  • Anzahl der Duschen im Gebäude ≤ 20: 250 Euro pro angeschlossener Dusche
  • Anzahl der Duschen im Gebäude > 20: 200 Euro pro angeschlossener Dusche
  • maximal jedoch 30 % der förderfähigen Investitionskosten (Anschaffung und Installation).

Fördersätze für Anlagen zur Wärmerückgewinnung für das gesamte im Gebäude anfallende Grauwasser, sofern ein zweites Leitungsnetz (Grauwassernetz) installiert wird:

  • Anzahl der Duschen im Gebäude ≤ 20: 550 Euro pro angeschlossener Dusche
  • Anzahl der Duschen im Gebäude > 20: 500 Euro pro angeschlossener Dusche
  • maximal jedoch 30 % der förderfähigen Investitionskosten (Anschaffung und Installation).

Soll die Maßnahme über ein Finanzierungsmodell abgewickelt werden, sind bei Ratenkauf- oder Mietkaufmodellen gesonderte Vorgaben zu beachten. Eine Finanzierung über Leasing ist nicht zulässig.

Kumulierbarkeit

Die Förderung nach der Kleinserien-Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme aus.

 

Weitere Informationen

Kleinserien Klimaschutzprodukte
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Referat 424 – Kerntechnische Entsorgung, KWK, Mini-KWK
Frankfurter Straße 29 – 35
65760 Eschborn
Telefon: 06196 908-1016
Fax: 06196 908-1800
 

Informationen zum Förderprogramm:

http://bit.ly/2Khx81C

BAFA: Einsparzähler (Pilotprogramm)

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Gefördert werden Projekte, die Strom, Öl, Gas, Biomasse, Wärme, Kälte bzw. Primärenergie bei Dritten einsparen, durch
    • Verhaltens- oder Nutzungs­än­de­rungen,
    • geänderte Prozesse und Betriebs­ab­läufe,
    • Wartungs­maß­nahmen oder
    • investive Maßnahmen wie zum Beispiel den Austausch von Geräten und Anlagen
  • Die antrag­stel­lenden Unternehmen müssen zweifelsfrei nachweisen, dass und in welcher Höhe Energie eingespart wird.
  • Als Ausgangsbasis ist der vorhandene IST-Zustand genau zu dokumentieren.
  • Innerhalb der jeweiligen Pilot­vor­haben sollen Ener­gie­ver­brauchs­daten geräte- oder anla­gen­grup­pen­scharf erfasst und auf dieser Basis Ener­gie­ein­spar­po­ten­tiale IT-gestützt und indi­vi­dua­li­siert ermittelt werden.
  • Die IT-Sicherheit und der Datenschutz sind unbedingt einzuhalten.
  • Das Projekt muss mindestens ein neues Feature aufweisen, was es so noch nicht auf dem Markt gibt.
  • Eine belastbare Messmethodik und die Systemgrenze müssen sichergestellt werden.
  • Der förderfähige Projekt­zeit­raum beträgt bis zu 5 Jahren.
  • Förderfähig sind Unternehmen, die bei Dritten (Kunden) Ener­gie­ein­spa­rungen bewirken.
  • Die Antrag­stel­lung steht im Grundsatz jedem befähigten Unternehmen oder Unter­neh­mens­kon­sor­tium offen.
  • Das Pilot­pro­gramm ist befristet bis 31. Dezember 2022.

Förderhöhe

  • Es werden 25 % der förderfähigen Kosten als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt
  • Zusätzliche 10 % - Punkte erhalten Unternehmen, welche zu den KMUs zählen.
  • Weitere 15 % - Punkte werden gewährt, wenn wesentliche Teile oder Ergebnisse des Projekts als Open-Source-Produkt der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Fördersumme beträgt mindestens 10.000 € und geht bis max. 2 Mio. €.
  • Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt gestaffelt:
    • 25 % als Ermöglichungskomponente nach Vorlage der zuwendungsfähigen Kosten
    • bis zu 75 % als leistungsabhängige Komponente erst nach dem Nachweis für die tatsächlich eingesparten Energiekosten (gemäß Vergütungsschlüssel)
  • Zusätzlich sind bis zu max. 200.000 € (80 % Fördersatz) innerhalb von drei Jahren als Vermarktungsförderung (separate Förderung) möglich und unterliegen der De-minimis-Verordnung.
  • Die Förderung besteht in der Gewährung eines nicht rück­zahl­baren Zuschusses im Wege der Projekt­för­de­rung (Anteils­fi­nan­zie­rung).

Kumulierbarkeit

Die Zuwendung darf mit anderen staatlichen Beihilfen nicht kummuliert werden.

Weitere Informationen


BAFA: Elektromobilität (Umweltbonus)

Fördergegenstand und -bedingungen

Förderfähig ist

  • Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeuges der Klassen M1 und N1 beziehungsweise N2 soweit diese mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B im Inland geführt werden dürfen:
    • reines Batterieelektrofahrzeug,
    • von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (Plug-In Hybrid) oder
    • Brennstoffzellenfahrzeug
  • Fahrzeuge, gleich welchen Antriebs, die keine oder weniger als 50 g CO2-Emissionen pro km vorweisen

Voraussetzungen:

  • das Fahrzeugmodell muss sich auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge befinden, welche beim Bafa verfügbar ist
  • der Erwerb (Kauf oder Leasing) sowie die Erstzulassung müssen ab dem 18. Mai 2016 erfolgt sein
  • das Fahrzeug muss im Inland auf den Antragsteller zugelassen werden (Erstzulassung) und mindestens sechs Monate zugelassen bleiben

Förderhöhe

  • der Bundesanteil am Umweltbonus beträgt:
    • für ein reines Batterieelektrofahrzeug beziehungsweise ein Brennstoffzellenfahrzeug (keine lokale CO2-Emission) 2.000 Euro
    • für ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (weniger als 50 g CO2-Emission pro km) 1.500 Euro
  • die Förderung wird nur dann gewährt, wenn der Automobilhersteller dem Käufer mindestens den gleichen Anteil vom Netto-Listenpreis des Basismodells (BAFA Listenpreis) als Nachlass gewährt.
  • der Netto-Listenpreis des Basismodells darf 60.000 Euro netto nicht überschreiten.

Kumulierbarkeit

Das Doppelförderungsverbot wurde am 3.3. 2018 aufgehoben.

Weitere Informationen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Referat 422 – Steinkohleförderung/Anpassungsgeld - Umweltbonus, Elektromobilität, Einfuhr
Telefon: 06196 908-1009

Website des BAFA (Richtlinie, Antragsformulare):

http://bit.ly/2xyOKzm

BAFA: Energieberatung im Mittelstand

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Förderfähig ist eine Energieberatung, die darauf gerichtet ist, in einem systematischen Verfahren ausreichende Informationen über das bestehende Energieverbrauchsprofil eines Gebäudes oder einer entsprechenden Gebäudegruppe, eines Betriebsablaufs oder einer industriellen oder gewerblichen Anlage zu erlangen, Möglichkeiten für wirtschaftliche Energieeinsparungen zu ermitteln und zu quantifizieren und die Ergebnisse in einem Bericht zu erfassen.
  • Antragsberechtigt sind KMU im Sinne der Empfehlung 2003/361/EG der Kommission vom 6. Mai 2003 der gewerblichen Wirtschaft (produzierendes Gewerbe, Handwerk, Handel) und des sonstigen Dienstleistungsgewerbes sowie freiberuflich Tätige mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland, soweit sie nicht nachfolgend ausgeschlossen sind.
  • Die Energieberatung entspricht den Anforderungen an ein Energieaudit im Sinne von Artikel 8 der Richtlinie 2012/27/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 zur Energie­effizienz.
  • Innerhalb von 24 Monaten kann nur eine Energieberatung je Antragsteller bezuschusst werden.
  • Die Energieberatung ist von einem durch die Bafa zugelassenen Energieberater durchzuführen, der durch das Unternehmen beauftragt wird.
  • Von dem Berater ist ein Bericht für das Unternehmen auszuarbeiten sowie Maßnahmenvorschläge zu Contracting und die diesbezüglichen Fördermaßnahmen zu unterbreiten.

Neu- Seit 1. Dez. 2017 können auch Handwerker, Hersteller oder Energieversorger das Förderprogramm nutzen, wenn sie die in der Richtlinie vorgegebenen Mindestanforderungen an die fachliche Qualifikation erfüllen.

Förderhöhe

  • Für Unternehmen, deren jährliche Energiekosten über 10.000 Euro (netto) liegen, beträgt die Zuwendung 80 % der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar), jedoch maximal 6.000 Euro.
  • Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von maximal 10.000 Euro (netto) beträgt die Zuwendung 80 % der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar), jedoch maximal 1.200 Euro.

Kumulierbarkeit

Die Förderung von Maßnahmen entsprechend dieser Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes für gleichartige Maßnahmen wie entsprechende Beratungsprogramme aus. Bei einer Förderung aus Mitteln anderer Beratungsprogramme (z. B. der Kommunen oder Länder) für eine gleichartige Maßnahme dürfen die Fördermittel 90 % der Kosten nicht übersteigen.

Weitere Informationen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Frankfurter Straße 29-35, 65760 Eschborn, Tel.: 06196/908-553

Programminformationen, Richtlinie und Formulare

http://bit.ly/2w7jOqJ

Checkliste

http://bit.ly/2w7FQtL

BAFA: Energieeffizienz in der Wirtschaft - Zuschuss

Fördergegenstand und -bedingungen

Modul 1: Querschnittstechnologien

In diesem Modul werden investive Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Technologien gefördert. Förderfähig sind Investitionen zum Ersatz oder zur Neuanschaffung von hocheffizienten Anlagen bzw. Aggregaten für die industrielle und gewerbliche Anwendung.

Gegenstand der Förderung:

  • Elektrische Motoren und Antriebe
  • Pumpen für die industrielle und gewerbliche Anwendung
  • Ventilatoren
  • Druckluftanlagen sowie deren übergeordnete Steuerung
  • Anlagen zur Abwärmenutzung beziehungsweise Wärmerückgewinnung aus Abwässern
  • Dämmung von industriellen Anlagen bzw. Anlagenteilen
  • Frequenzumrichter

Die Förderung der oben genannten Maßnahmen erfolgt gemäß den verbindlichen technischen Mindestanforderungen nach dem Merkblatt „Modul 1 - Querschnittstechnologien “.

Modul 2: Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien

Im Rahmen dieses Moduls werden der Ersatz oder die Neuanschaffung von Anlagen zur Bereitstellung von Wärme aus Solarkollektoranlagen, Wärmepumpen oder Biomasse-Anlagen, deren Wärme zu über 50 Prozent für Prozesse, d. h. zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten oder zur Erbringung von Dienstleistungen verwendet wird.

Fördergegenstand

Zu den förderfähigen Investitionskosten zählen neben den Wärmeerzeugern insbesondere:

  • Wärmespeicher für beantragte Wärmeerzeuger
  • Anbindung der beantragten Wärmeerzeuger an die Wärmesenke(n), im Falle einer Wärmepumpe auch die Anbindung an eine oder mehrere Wärmequellen wie z. B. Abwasser- oder Abluftstrom
  • die zur Ertragsüberwachung und Fehlererkennung installierten Mess- und Datenerfassungseinrichtungen

Die Förderung der oben genannten Maßnahmen erfolgt gemäß den verbindlichen technischen Mindestanforderungen nach dem Merkblatt „Modul 2 – Prozesswärme aus erneuerbaren Energien“.

 

Modul 3: MSR, Sensorik und Energiemangement-Software

 

Gefördert werden im Rahmen von Modul 3 u. a. Soft- und Hardware im Zusammenhang mit der Einrichtung oder Anwendung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems.

Fördergegenstand

Förderfähig ist insbesondere der Erwerb, die Installation und die Inbetriebnahme:

  • von Softwarelösungen zur Unterstützung eines Energiemanagementsystems oder Umweltmanagementsystems (Energiemanagement-Software)
  • von Sensoren sowie Analog-Digital-Wandlern zur Erfassung von Energieströmen sowie sonstiger für den Energieverbrauch relevanter Größen zwecks der Einbindung in das Energie- oder Umweltmanagementsystem
  • von Steuer- und Regelungstechnik zur Beeinflussung von Systemen und Prozessen, sofern der vornehmliche Zweck ihres Einsatzes in der Reduktion des Energieverbrauchs liegt

Zu den förderfähigen Investitionskosten zählen insbesondere:

  • Erwerb einer Lizenz zur Nutzung einer Energiemanagement-Software oder Softwarelösung
  • Erwerb, Installation und Inbetriebnahme von
    • Sensoren zur Integration in ein Energie- oder Umweltmanagementsystem bzw. alternatives System
    • Analog-Digital-Wandlern
    • Aktoren zur effizienten Steuerung/Regelung von Energieströmen
    • Datenloggern sowie Gateways zur Übertragung von Sensordaten zur Softwarelösung, deren Einsatz zur quantifizierbaren Reduktion des Energieverbrauchs führen soll
  • Einweisung bzw. Schulung des Personals durch Dritte im Umgang mit der geförderten Softwarelösung
  • Sofern es sich bei der Energiemanagement-Software um einen Cloud-Dienst handelt, die vollständigen externen Kosten zur Nutzung

Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Gefördert werden investive Maßnahmen zur energetischen Optimierung von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien für gewerbliche Prozesse in Unternehmen. Die Förderung ist technologieoffen und kann auch die unter Modul 1 und 3 genannten Maßnahmen umfassen.

Fördergegenstand

Förderfähig sind insbesondere:

  • Prozess- und Verfahrensumstellungen auf effiziente Technologien und energetische Optimierung von Produktionsprozessen
  • Maßnahmen zur Abwärmenutzung wie z. B. Einbindung der Abwärme zur Bereitstellung von Wärme inklusive aller hierfür erforderlichen Maßnahmen an der Anlagen- oder Gebäudetechnik, Einspeisung in Wärmenetze inklusive der Verbindungsleitungen, Maßnahmen zur Verstromung von Abwärme (z. B. ORC-Technologie)
  • Maßnahmen an der Gebäudeanlagentechnik (Heizung, Lüftung, Klimaanlagen, Beleuchtung), sofern sie primär auf Prozesse zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten wirken. Investitionen in die Gebäudeanlagentechnik müssen die technischen Mindestanforderungen der Programme des BMWi zur Förderung von Effizienzmaßnahmen im Gebäudebereich erfüllen
  • Maßnahmen zur energieeffizienten Bereitstellung von Prozesswärme oder -kälte wie z. B. energieeffiziente Wärme- und Kälteerzeuger, Nutzung erneuerbarer Energien, Optimierung der Wärme- oder Kältespeicherung
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess wie z. B. Dämmung von Anlagen und Verteilleitungen, hydraulische Optimierung, Erneuerung von Druckluftleitungen

Förderfähig sind darüber hinaus Aufwendungen für die Erstellung eines Einsparkonzepts und die Umsetzungsbegleitung der geförderten Investitionsmaßnahme durch externe Energieberater.

Antragsberechtigt mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland sind:

  • private Unternehmen,
  • kommunale Unternehmen,
  • freiberuflich Tätige, wenn die Betriebsstätte überwiegend für die freiberufliche Tätigkeit genutzt wird,
  • Contractoren, die in dieser Richtlinie genannte Maßnahmen für ein antragsberechtigtes Unternehmen durchführen..

Förderhöhe

Modul 1: Querschnittstechnologien

Das Netto-Investitionsvolumen für Einzelmaßmaßnahmen, einschließlich Nebenkosten, muss mindestens 2.000,- Euro betragen.

Die maximale Förderung beträgt 200.000 Euro bei einer Förderquote von bis zu 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.

Modul 2: Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien

Die maximale Förderung beträgt 10 Millionen Euro pro Investitionsvorhaben bei einer Förderquote von bis zu 55 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.

Modul 3: MSR, Sensorik und Energiemangement-Software

Die maximale Förderung beträgt 10 Millionen Euro pro Investitionsvorhaben bei einer Förderquote von bis zu 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.

Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Die maximale Förderung beträgt 10 Millionen Euro pro Investitionsvorhaben bei einer Förderquote von bis zu 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Die maximale Förderung ist auf einen Betrag von 500 Euro (700 Euro für kleine und mittlere Unternehmen) pro jährlich eingesparte Tonne CO2 begrenzt (Fördereffizienz).

Kumulierbarkeit

Die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes und der Bundesländer für dieselbe Maßnahme ist ausgeschlossen. Die Inanspruchnahme von zinsvergünstigten Krediten (KfW oder Landesbank) ist erlaubt, sofern sie die Summe des Subventionswerts aus Krediten und dem BAFA gezahlten Zuschuss die Summe der Ausgaben nicht übersteigt. Vor Antragsstellung sollten hierzu die Merkblätter der BAFA Förderung von Querschnittstechnologien "Einzelmaßnahmen" bzw. "Systemischer Optimierung" beachtet werden.

Weitere Informationen


Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 526 – Energieaudit, Querschnittstechnologien

Frankfurter Straße 29 – 35, 65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1883

Erreichbarkeit:

Montag bis Donnerstag: 08:30 Uhr – 16:00 Uhr
Freitag: 08:30 Uhr – 15:00 Uhr
 

Infos und Merkblätter zu Modul 1

http://bit.ly/2TFxMzu

Infos und Merkblätter zu Modul 2

http://bit.ly/2TAgfsp

Infos und Merkblätter zu Modul 3

http://bit.ly/2Tx1bvv

Infos und Merkblätter zu Modul 4

http://bit.ly/2TBxM3o

BAFA: Förderung von Energieanalysen für öffentliche Abwasseranlagen

Fördergegenstand und -bedingungen

Fördergegenstand ist die Energieanalyse für öffentliche Abwasseranlagen. Förderfähig sind die damit verbundenen Ausgaben für Beraterhonorare.

Nicht gefördert werden im Rahmen dieser Richtlinie:

  • Maßnahmen, deren Durchführung auf einer gesetzlichen Verpflichtung oder behördlichen Anordnung beruhen;
  • Leistungen des Energieberaters, die zur Erfüllung der gesetzlichen Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits nach den §§ 8 ff. EDL-G erbracht werden;
  • Beratungsleistungen, die Contracting zum wesentlichen Inhalt haben;
  • bereits begonnene Maßnahmen.

Die Beratung kann in Anspruch genommen werden durch:

  • kommunale Gebietskörperschaften (Gemeinden, Städte, Kreise);
  • rechtlich unselbstständige kommunale Eigenbetriebe;
  • kommunale Zweckverbände nach dem jeweiligen Zweckverbandsrecht. Die Mitglieder dürfen ausschließlich inländische kommunale Gebietskörperschaften sein;
  • Unternehmen mit mehrheitlich kommunalem Gesellschafterhintergrund (unmittelbare oder mittelbare Beteiligung einer oder mehrerer kommunaler Gebietskörperschaften mit insgesamt mehr als 50 Prozent und einer einzelnen kommunalen Mindestbeteiligung von 25 Prozent);
  • gemeinnützige Organisationsformen und anerkannte Religionsgemeinschaften, die Träger des Beratungsobjekts sind. Der Nachweis der Gemeinnützigkeit erfolgt durch eine entsprechende Bestätigung über die Freistellung von der Körperschaftssteuer, die durch das zuständige Finanzamt ausgestellt wurde.

Die Energieanalyse muss mindestens den Anforderungen des Arbeitsblatts DWA-A 216 „Energiecheck und Energieanalyse-Instrumente zur Energieoptimierung von Abwasseranlagen“ entsprechen. Die Energieanalyse muss sich über alle der zum Betrieb der Abwasseranlage erforderlichen Anlagenteile erstrecken. Eine Energieanalyse nur für einzelne Anlagengruppen ist nicht förderfähig.

Zur Energieeinsparung ermittelte Sofortmaßnahmen im Sinne des Arbeitsblatts DWA-A 216 sind umzusetzen. Die Umsetzung der Sofortmaßnahmen ist vom Antragsteller nachzuweisen. Als Nachweis dient unterschriebene Erklärung des Beratenen mit Angabe des Umsetzungsdatums.

Förderhöhe

Die Förderung wird als Anteilfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses, der an den antragstellenden Berater ausgezahlt wird, gewährt. Sie wird als Projektförderung auf Ausgabenbasis bewilligt. Förderfähig ist jeweils das Netto-Beraterhonorar.

Für eine Energieanalyse für öffentliche Abwasseranlagen beträgt die Zuwendung bis zu 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben, jedoch maximal 30.000 Euro.

Sofern es sich bei dem Beratenen um eine finanzschwache Kommune handelt, die nach jeweiligem Landesrecht ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen hat, kann der Finanzierungsanteil aus Mitteln dieses Förderprogramms und Dritter (das heißt anderer Förderprogramme) maximal 95 Prozent der förderfähigen Ausgaben betragen. Der Anteil der Förderung durch diese Richtlinie beträgt dann maximal 80 Prozent. Der Antragsteller hat dem BAFA die Verpflichtung der Kommune zur Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzepts nachzuweisen.

Kumulierbarkeit

Die Förderung von Maßnahmen entsprechend dieser Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes für gleichartige Maßnahmen aus. Eine Förderung der vorgeschlagenen Investitionen ist hiervon nicht betroffen. Bei einer zusätzlichen Förderung mit Mitteln anderer Beratungsprogramme als denen des Bundes dürfen die gesamten Fördermittel 85 Prozent der förderfähigen Ausgaben und bei finanzschwachen Kommunen, die nach jeweiligem Landesrecht ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen haben, die gesamten Fördermittel 95 Prozent der förderfähigen Ausgaben nicht übersteigen.

Weitere Informationen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
– Förderrichtlinie Energieeffizienz- und Ressourceneffizienz-Netzwerke von Kommunen, Energieanalysen für öffentliche Abwasseranlagen –
Frankfurter Straße 29–35
65760 Eschborn

http://bit.ly/2w7Ihwt

BAFA: Förderung von Energieeffizienz-Netzwerken von Kommunen

Fördergegenstand und -bedingungen

Die Antragstellung erfolgt durch den Netzwerkmanager. In der Netzwerkphase wird die Zuwendung zu 100 % an die Kommunen im Netzwerk weitergeleitet.

A. Gewinnungsphase:
Der Antragsteller muss bei mindestens sechs teilnahmeberechtigten Kommunen für die Teilnahme an einem vom ihm aufzubauenden Energieeffizienz- und/oder Ressourceneffizienz-Netzwerk werben und diesen Gewinnungsversuch anhand von schriftlichen Bestätigungen der entsprechenden Kommunen nachweisen. In der Regel ist die Förderung der Gewinnungsphase pro Netzwerk auf neun Monate beschränkt.

B. Netzwerkphase:

Der Antragsteller (Netzwerkmanager) hat sicherzustellen, dass

  • die Teilnahme von wenigstens sechs und höchstens 12 Kommunen am Netzwerk vertraglich gesichert ist,
  • dass die Teilnahme aller Kommunen in einem Landkreis an einem Netzwerk vertraglich gesichert ist,
  • ein qualifiziertes Netzwerkteam nach den Anforderungen der Richtlinie eingesetzt wird und
  • die Anforderungen an die Netzwerkarbeit nach den Anforderungen der Richtlinie erfüllt werden.

In der Regel ist die Förderung der Netzwerkphase auf einen Zeitraum von drei Jahren pro Netzwerk beschränkt.

Diese Richtlinie tritt am 1. Januar 2017 in Kraft. Sie tritt am 31. Dezember 2019 außer Kraft.

Förderhöhe

A. Gewinnungsphase:
Förderfähig sind Sachausgaben für die Gewinnung von Netzwerkteilnehmern. Personalausgaben des Netzwerkmanagers sind in der Gewinnungsphase nicht förderfähig. Die Zuwendung erfolgt durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss bis zu 100 % der förderfähigen Ausgaben, höchstens jedoch bis zu 3.000 € pro Netzwerk-Projekt, wenn das Netzwerk sich nur auf einen Schwerpunkt – Energieeffizienz oder Ressourceneffizienz – bezieht. Wenn das Netzwerk als Energie- und Ressourceneffizienznetzwerk geplant wird, beträgt die Zuwendung höchstens 6.000 € pro Netzwerk-Projekt.

B. Netzwerkphase:
Die Zuwendung erfolgt durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.

Im ersten Förderjahr beträgt die Höhe der Zuwendung 70 % der förderfähigen Ausgaben, maximal jedoch 20.000 € pro Netzwerkteilnehmer bei einem auf Energie oder Ressourcen beschränkten Netzwerk und maximal 30.000 € pro Netzwerkteilnehmer bei einem Netzwerk, das Energie- und Ressourceneffizienz adressiert.

In den Folgejahren betragen die Zuwendungen 50 % der förderfähigen Ausgaben, jedoch maximal 10.000 € pro Netzwerkteilnehmer bei einem auf Energie oder Ressourcen beschränkten Netzwerk und maximal 15.000 € pro Netzwerkteilnehmer bei einem Netzwerk, das Energie- und Ressourceneffizienz adressiert.

Bei der Teilnahme aller Kommunen eines Landkreises in einem Netzwerk beträgt die Zuwendung maximal 360.000 € bei einem auf Energie- oder Ressourceneffizienz beschränkten Netzwerk und maximal 540.000 € bei einem Netzwerk, das Energie- und Ressourceneffizienz adressiert.

Kumulierbarkeit

Die Förderung von Maßnahmen entsprechend dieser Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes oder der Bundesländer für gleichartige Maßnahmen aus.

Weitere Informationen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 525 - Kältetechnik, Energieeffiziente Kommunen
Frankfurter Straße 29-35, 65760 Eschborn oder
Postfach 51 60, 65726 Eschborn,
Tel.: 06196/908-1005

http://bit.ly/2w7AVsz

BAFA: Förderung von Kälte- und Klimaanlagen

Fördergegenstand und -bedingungen

Am 1. Januar 2019 ist die Richtlinie vom 19. Dezember 2018 in Kraft getreten. Es erfolgt nur noch eine Förderung für nicht-halogene Kältemittel deren Treibhauspotential (GWP) Null ist. Weiterhin gibt es eine Förderung für Anlagenkomponenten.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, Zweckverbände und Eigenbetriebe, Hochschulen und Schulen, Krankenhäuser sowie kirchliche Einrichtungen, unabhängig von der Gewinnerzielungsabsicht.

Der Antragsteller ist
a) entweder Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstückes, auf dem die Anlage sich befindet,
b) oder ein von diesem beauftragtes Energiedienstleistungsunternehmen (Kontraktor).

Gefördert werden stationäre Kälte- und Klimaanlagen, die mit nicht-halogenierten Kältemitteln betrieben werden, wenn

1. diese neu errichtet bzw. neu installiert werden oder
2. die Kälteerzeugungseinheit neu erstellt wird, jedoch das Kühlmittelsystem (Wasser-, Sole-, Luftverteilsystem) bestehen bleibt.

Bei diesen Anlagen werden zudem ergänzende Komponenten gefördert, beispielsweise Wärmepumpen sowie Wärme- und Kältespeicher, die den klimaschützenden Betrieb des Gesamtsystems zusätzlich verstärken.

Die Förderung von stationären Kälte- und Klimaanlagen umfasst im Einzelnen folgende Bereiche:

a) Flüssigkeitskühlsätze mit den nachfolgend angegebenen Kältemitteln der Sicherheitsklasse A3 (gering toxisch, hoch entzündlich): Propan (R-290), Propen (R-1270), Isobutan (R-600a), Ethan (R-170) (siehe Tabelle 1a),
b) Flüssigkeitskühlsätze mit den nachfolgend angegebenen Kältemitteln der Sicherheitsklassen B2 und B2L (erhöht toxisch, schwer entzündbar): Ammoniak (R-717), Gemisch aus Ammoniak und Dimethylether (R-723),
c) andere Kälteerzeuger,
d) Komponenten und Systeme (z.B. Rückkühler, Tiefkühlanlagen, Komponenten für Freikühlung und Kühlmöbel),
e) Speicher für Wärme und Kälte.

 

 

 

 

Förderhöhe

Die Förderhöchstgrenze für die Summe aller Fördertatbestände nach dieser Richtlinie beträgt 150.000 €.

Die Berechnung der Förderhöhe erfolgt je nach Fördertatbestand und über mehrere Berechnungsfaktoren, und ist auf definierte Leistungsbereiche eingegrenzt. Hierzu ist anhand der Richtlinie zur Förderung von Kälte- und Klimaanlagen und des Merkblattes der BAFA zur Förderung von Kälte- und Klimaanlagen 2019 (siehe weitere Informationen) eine Berechnung möglich.

Sie können uns diesbezüglich auch gern kontaktieren.

 

 

Weitere Informationen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Frankfurter Straße 29-35, 65760 Eschborn, Tel.: 06196/908-249
Programminformationen und Formulare

http://bit.ly/2w7MdNx

Merkblatt der BAFA zur Förderung von Kälte- und Klimaanlagen 2019

http://bit.ly/2T1YqSv

Veröffentlichung im Bundesanzeiger - Richtlinie zur Förderung von Kälte- und Klimaanlagen mit nicht-halogenierten Kältemitteln in stationären und Fahrzeug-Anwendungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (Kälte-Klima-Richtlinie) vom 19. Dezember 2018

http://bit.ly/2T0phyp

Antrag bei der BAFA auf Förderung von Kälte- und Klimaanlagen (ab 01.01.2019)

http://bit.ly/2Ecm5FM

BAFA: Förderung von Mini-KWK-Anlagen

Fördergegenstand und -bedingungen

Gefördert werden hocheffiziente KWK-Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 20 kW.

Anträge können noch bis zum 31. Dezember 2020 gestellt werden. 

Hierbei gelten u.a. folgende Anforderungen:

  • Anlagenstandort liegt nicht in einem Gebiet mit einem Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme
  • Primärenergieeinsparung mind. 15 % bei Anlagen kleiner 10 kWel sowie mind. 20 % bei Anlagen ab 10 kWel
  • Gesamtjahresnutzunggrad 85 %
  • nur Anlagen die bei der BAFA gelistet sind
  • Förderung nur in Bestandsbauten, Bauantrag oder Bauanzeige vor dem 1.1.2009
  • Förderanträge müssen vor Abschluss eines Liefer- oder Leistungsvertrages gestellt werden
  • Vorhandensein eines Wärmespeichers mit einem Volumen von mindestens 60 Liter pro installierte Kilowatt thermisch (kWth)
  • Vorhandensein einer Steuerung und Regelung für eine wärme- und stromgeführte Betriebsweise inklusive eines intelligenten Wärmespeichermanagements.

Die gesamte Richtlinie inklusive aller Anforderungen kann beim BAFA eingesehen werden (s.u.)

Die jetzige Gesetzeslage sieht eine Verrechnung der Förderung mit der erstatteten Energiesteuer vor. Wird die Förderung in Anspruch genommen, muss dieses beim Antrag auf Energiesteuerrückerstattung beim Hauptzollamt mit angegeben werden. Die Förderung wird solange angerechnet, bis diese aufgebraucht ist. Danach ist wieder eine Energiesteuerrückerstattung möglich.

Förderhöhe

A. Basisförderung

Leistung Fördersätze je installierter kWel
bis 1 kWel 1.900 €
>1 bis 4 kWel 300 €/kWel
>4 bis 10 kWel 100 €/kWel

>10 bis 20 kWel

10 €/kWel

Die Fördersätze werden kumuliert, max. Gesamtfördersumme 3.500 €

B. Wärmeeffizienzbonus

  • der Wärmeeffizienzbonus beträgt 25 Prozent der Basisförderung
  • der Bonus wird für Mini-KWK-Anlagen gewährt, die mit einem (zweiten) Abgaswärmetauscher zur Brennwertnutzung ausgestattet und an ein hydraulisch abgeglichenes Heizungssystem angeschlossen sind

C. Stromeffizienzbonus

  • der Stromeffizienzbonus beträgt 60 Prozent der Basisförderung
  • der Bonus wird für Anlagen mit einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad gemäß folgender Tabelle gewährt:
Leistung elektr. Wirkungsgrad
bis 1 kWel > 31 %
>1 bis 4 kWel > 31 %
>4 bis 10 kWel > 33 %

>10 bis 20 kWel

> 35 %

Kumulierbarkeit

Die Förderungen nach dieser Richtlinie sind untereinander und mit anderen Förderungen kumulierbar, soweit

  • das zweifache der Förderung aus dieser Richtlinie für jede geförderte Anlage,
  • sofern die Bedingungen der Bonusförderung „Stromeffizienz“ erfüllt sind, das Dreifache des Förderbetrages nach dieser Richtlinie und
  • für jede geförderte Anlage die beihilferechtlichen Förderhöchstgrenzen insgesamt
  • nicht überschritten werden
  • Förderung wird mit der Energiesteuerrückerstattung über das Hauptzollamt verrechnet

Vergütungsansprüche nach KWKG werden nicht angerechnet. Wird die Anlage nach dem EEG gefördert, kann kein Zuschuss nach dieser Richtlinie in Anspruch genommen werden

Weitere Informationen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA),Frankfurter Straße 29-35, 65760 Eschborn, Tel.: 06196-9080

Programminformationen und Formulare

http://bit.ly/2w7pYqZ

BAFA: Heizen mit Erneuerbaren Energien - Marktanreizprogramm Biomasse und Heizungsoptimierung

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Errichtung und Erweiterung von Biomasseanlagen für die thermische Nutzung;
  • Definition Gebäudebestand: vorhandenes Heizungs- oder Kühlsystem wurde vor mehr als zwei Jahren installiert;
  • Biomasseanlagen, die Prozesswärme bereitstellen, werden gesondert gefördert;
  • Pelletöfen (Warmluftgeräte) werden nicht gefördert;
  • Anlagen, die die Technischen Mindestanforderungen erfüllen, werden in Listen geführt.

1. Holzfeuerungen und Biomasseanlagen für die thermische Nutzung müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Mindestens 5 kW Nennwärmeleistung. Es werden auch Holzfeuerungen ab 100 kW Nennleistung gefördert bis zur Förderhöchstgrenze von 50.000 € im Wohngebäude und 3,5 Mio. im Nichtwohngebäude;
  • Bestimmung für den Einsatz naturbelassener Biomasse gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 4, 5, 5a, 8 oder 13 der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV);
  • Einhaltung der folgenden Emissionsgrenzwerte:
    • Kohlenmonoxid: 200 mg/m3 bei Nennwärmeleistung, 250 mg/m3 bei Teillastbetrieb (soweit Brennstoffe nach §3 Abs. 1 Nr. 8 der 1. BImSchV eingesetzt werden)
    • Staubförmige Emissionen: 15 mg/m3 (Scheitholz-Anlagen). 20 mg/m3 (alle anderen Anlagen);
  • Kesselwirkungsgrad muss mindestens 89 % betragen. Bei Pelletöfen mit Wassertasche muss der feuerungstechnische Wirkungsgrad mindestens 90 % betragen;
  • Pufferspeicher-Nachweis: Hackschnitzelkessel mindestens 30 Liter/kW. Scheitholzvergaserkessel mind. 55 Liter/kW;
  • Durchführung des hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage;
  • Auch die Nachrüstung von Sekundärbauteilen zur Partikelabscheidung oder zur Brennwertnutzung wird gefördert;
  • Im Neubau sind sind nur Anlagen oder Einrichtungen förderfähig, bei denen bestimmungsgemäß eine Nutzung der bei der Abgaskondensation anfallenden Wärme erfolgt (Brennwertnutzung) oder eine sekundäre Abscheidung der im Abgas enthaltenen Partikel erfolgt (sekundäre Partikelabscheidung);
  • Der Fördersatz für Holzfeuerungen und Biomasseanlagen beträgt bis zu 35 %, bei Austaiusch einer Ölheizung bis zu 45 %.

2. Für Wärmepumpen und Solarkollektoranlagen in Kombination mit Holzfeuerungen (EE-Hybrid) gilt:

  • Für die Förderung eines jeden regenerativen Wärmeerzeugers müssen die jeweiligen technischen Mindestanforderungen erfüllt werden.
  • Der Fördersatz für eine Kombination aus Holzfeuerung oder Biomasseanlage und Wärmepumpe oder Solarkollektoranlage beträgt bis zu 35 %, bei Austaiusch einer Ölheizung bis zu 45 %.

3. Für Gas-Hybridheizungen in Kombination mit Holzfeuerungen gelten folgende Voraussetzungen:

  • Die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz ηs (ETA S) muss mindestens 92 % bei Nennlast erreichen (Herstellernachweis).
  • Die verschiedenen Wärmeerzeuger müssen über eine gemeinsame Steuerung verfügen.
  • Die thermische Leistung der regenerativen Wärmeerzeuger muss mindestens 25 % der Heizlast des Gebäudes betragen.
  • Gas-Hybridheizungen sind nur im Gebäudebestand förderfähig. Der Fördersatz beträgt bis zu 30 %, bei Austausch einer Ölfeuerung bis zu 40 %.

4. Für Gas-Brennwertheizungen in Kombination mit Holzfeuerungen gilt zusätzlich zu Gas-Hybridheizungen:

  • Bei Wohngebäuden muss ein Speicher installiert werden und der Einbau eines regenerativen Wärmeerzeugers ist innerhalb von 2 Jahren nachzuweisen.
  • Gas-Brennwertheizungen (Renewable Ready) sind nur im Gebäudebestand förderfähig. Der Fördersatz beträgt bis zu 20 %.

5. Für den Austausch von Ölheizungen durch Holzfeuerungen oder Biomasseanlagen gilt folgerndes:

  • Die Öl-Austauschprämie kann nur gewährt werden, wenn im Gebäudebestand eine mit Öl betriebene Heizungsanlage außer Betrieb genommen wird und gleichzeitig eine förderfähige Biomasseanlage, förderfähige Wärmepumpenanlage oder förderfähige Gas-Hybridheizung installiert wird.
  • Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn für das bestehende Heizsystem eine Nachrüstpflicht nach  Energieeinsparverordnung (EnEV) § 10 besteht.
  • Der Fördersatz beträgt je nach Maßnahme (im Gebäudebestand) bis zu 40 % (Gas-Hybridheizung) oder 45 % (für erneuerbare Wärmeerzeuger). Solarkollektoranlage als alleinige Hauptwärmeerzeuger sind nur förderfähig in Kombination mit Holzfeuerung,Wärmepumpenanlage oder Gasheizung.

Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Förderhöhe

Holzfeuerungen:

  • Pelletöfen mit Wassertasche mit Anschluss an einen Pufferspeicher oder an das Zentralheizungssystem (keine Lufterhitzer) mit mindestens 90 % Kesselwirkungsgrad;
  • Pelletkessel ohne oder mit Pufferspeicher (mind. 30 l/kW);
  • Kombikessel mit Holzpellets oder Hackschnitzel und Scheitholz mit einem Pufferspeicher von mind. 55 l/kW;
  • Holzhackschnitzelkessel mit Pufferspeicher von mind. 30 l/kW;
  • besonders emisionsarme Scheitholzvergaserkessel (max. 15 mg/m3 Staub) mit einem Pufferspeicher von mind. 55 l/kW;                   
Art der Heizungsanlage   Neubau Gebäudebestand Gebäudebestand
  Fördersatz [%] Fördersatz [%] Fördersatz [%]
Prämie für Aus-
tausch der Ölheizung
Biomasse- oder Wärmepumpenanlage   35 35 45
Solarkollektoranlage   30 30 nicht als alleinige Heizung förderfähig
Kombinationsheizung mit Biomasse-,
Wärmepumpe und / oder Solarkollektoranlage (EE-Hybride) 
  35 35 45
Gasheizung mit erneuerbarer Wärme-
erzeugung (Gas-Hybridheizung)
    30 40
Gasheizung mit späterer Einbindung
der erneuerbaren Wärmeerzeugung
(Renewable Ready)
    20  

Die Förderung beträgt je nach Maßnahme von bis zu 20 % bis 45 % der notwendigen förderfähigen Kosten, maximal bis 50.000 € je Wohneinheit in Wohngebäuden (= überwiegend zum Wohnen genutzten Gebäuden) und bis 3,5 Mio. € pro Nichtwohngebäude (= überwiegend nicht zum Wohnen genutzten Gebäude). Grundsätzlich können hier die Bruttokosten (d. h. inkl. Umsatzsteuer) angesetzt werden. Allerdings können vorsteuerabzugsberechtigte Antragsteller nur die Nettokosten geltend machen.

 

Kumulierbarkeit

Die Kumulierung mit anderen Fördermitteln für die gleichen förderfähigen Kosten ist grundsätzlich möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Kosten nicht übersteigt. Mit einer Förderung aus den im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programm ist eine Kumulierung nur bei den KfW-Programmen Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153) und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167) möglich.

Nicht zulässig ist eine Kumulierung mit der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35 c Einkommenssteuergesetz).

Zuwendungen für gewerbliche Antragsteller können nach der Verordnung über De-minimis-Beihilfen oder der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) gewährt werden.

Weitere Informationen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Frankfurter Straße 29-35, 65760 Eschborn, Tel.: 06196/908-1625

http://bit.ly/2ZGNzfQ

BAFA: Heizen mit Erneuerbaren Energien - Marktanreizprogramm Hybridheizung und Austauschprämie

Fördergegenstand und -bedingungen

Antragsberechtigt sind:

  • Privatpersonen
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände
  • Unternehmen
  • gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften

Nicht antragsberechtigt sind der Bund, die Bundesländer und deren Einrichtungen, sowie Hersteller von förderfähigen Anlagen.

In bestehenden Gebäuden, d. h. solchen, in denen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits seit mehr als 2 Jahren ein Heizungs- bzw. Kühlsystem in Betrieb genommen war, das ersetzt oder unterstützt werden soll, werden Hybridheizungen die mehrere Anlagen kombinieren und mit Inbetriebnahme Wärme aus erneuerbarer Energie nutzen gefördert:

EE-Hybridheizungen kombinieren ausschließlich Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien (Solar, Biomasse oder Wärmepumpe) über eine gemeinsame Steuerungs- und Regelungstechnik miteinander.

Die technischen Voraussetzungen für die Förderung der EE-Hybridheizung ergeben sich aus den technischen Voraussetzungen der Technologie-Komponenten

Gas-Hybridheizungen kombinieren eine neue Gasheizung mit einem oder mehreren Technologie-Komponenten zur thermischen Nutzung erneuerbarer Energien (Solar, Biomasse oder Wärmepumpe) über eine gemeinsame Steuer- und Regelungstechnik.

Technische Voraussetzungen sind u. a., dass die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETA S) mindestens 92 % erreicht. Eine hybridfähige Steuerungs- und Regeltechnik installiert oder vorhanden ist. Der regenerative Wärmeerzeuger mindestens 25 % der Heizlast des versorgten Gebäudes bedient. Die Heizungsanlage muss hydraulisch abgeglichen werden.

„Renewable Ready" Gas-Brennwertheizungen die spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme zusätzlich Wärme aus erneuerbarer Energie nutzen.

Wird bei der Erstellung einer Gas-Hybridheizung zunächst nur ein neuer Gasbrennwertkessel installiert und erst später, in einer zweiten Maßnahme, die thermische Nutzung erneuerbarer Energien realisiert, kann die Installation des Gasbrennwertkessels gefördert werden, falls hybridfähige Steuerungs- und Regelungstechnik für den künftigen erneuerbaren Teil des Heizsystems mit verbaut wird.

Die Erweiterung von „Renewable Ready“ zu einer Gas-Hybridheizung gemäß den Technischen Mindestanforderungen muss binnen zwei Jahren erfolgen.

Technische Voraussetzungen für die Förderung der „Renewable Ready“ Gas-Brennwertheizung: Der Maßnahme liegt das Konzept für die geplante Gas-Hybridheizung, die alle Technischen Voraussetzungen erfüllt, zu Grunde. Die jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz (ETA S) muss mindestens 92 % erreichen. Eine hybridfähige Steuerungs- und Regeltechnik sowie ein Speicher für die künftige Einbindung des erneuerbaren Wärmeerzeugers muss installiert werden oder vorhanden sein. Ausnahmsweise kann in Nichtwohngebäuden auf einen Speicher verzichtet werden, wenn Biogas zu einem Anteil von mehr als 55% dauerhaft über die Mindestnutzungsdauer der Anlage eingesetzt wird. Die Heizungsanlage muss hydraulisch abgeglichen werden.

Die Öl-Austauschprämie kann gewährt werden, wenn im Gebäudebestand eine mit Öl betriebene Heizungsanlage außer Betrieb genommen und gleichzeitig eine förderfähige Hybridheizung installiert wird.
 
Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.
 
Bei einer Austauschpflicht gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) § 10 kann keine Förderung gewährt werden.
 

Förderhöhe

Die Förderung für EE-Hybridheizungen beträgt bis zu 35 % der förderfähigen Kosten.

Die Förderung für Gas-Hybridheizungen beträgt bis zu 30 % der förderfähigen Kosten.

Die Förderung einer „Renewable Ready" Gas-Brennwertheizungen beträgt bis zu 20 % der förderfähigen Kosten.

Wird eine Ölheizung durch eine förderfähige Hybridheizung ersetzt, erhöht sich der gewährte Fördersatz um 10 Prozentpunkte in Form einer Austauschprämie. Dadurch ergibt sich für Heizungen, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzen, ein Fördersatz von 45 % und für Heizungen, die sowohl erneuerbare Energien als auch Erdgas nutzen ein Fördersatz von 40 %.

Kumulierbarkeit

Eine Kumulierung mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist grundsätzlich möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Kosten nicht übersteigt.

Mit einer Förderung aus den im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programm ist eine Kumulierung nur bei den KfW-Programmen Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153) und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167) möglich.

Nicht zulässig ist eine Kumulierung mit der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35 c Einkommenssteuergesetz).
 

Weitere Informationen

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 513 – Grundsatz Marktanreizprogramm

Frankfurter Straße 29 – 35

65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1625

Fax: 06196 908-1800

Programminformationen

http://bit.ly/379VMx6

Förderübersicht

http://bit.ly/2tqLb2t

BAFA: Heizen mit Erneuerbaren Energien - Marktanreizprogramm Solarthermie

Fördergegenstand und -bedingungen

Antragsberechtigt sind:

  • Privatpersonen
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände
  • Unternehmen
  • gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften

Nicht antragsberechtigt sind der Bund, die Bundesländer und deren Einrichtungen, sowie Hersteller von förderfähigen Anlagen.

Die Solarthermieanlage muss der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung, der Kälteerzeugung oder der Zuführung der Wärme/Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz dienen.

Förderfähige Solarkollektoranlagen müssen das europäische Zertifizierungszeichen Solar Keymark tragen. Der jährliche Kollektorertrag von mind. 525 kWh/m2 muss anhand einer Berechnungsformel nachgewiesen werden.

Nicht förderfähig sind Solaranlagen mit Kollektoren ohne transparente Abdeckung auf der Frontseite (z. B. Schwimmbadabsorber).

Solarthermie im Gebäudebestand

Mindestkollektorfläche für Anlagen zur Raumheizung oder Kälteerzeugung:

  • Flachkollektoren: 9 m2
  • Vakuumröhrenkollektoren: 7 m2
  • Luftkollektoren: keine Mindestfläche

Mindestpufferspeichervolumen für Anlagen zur Raumheizung oder Kälteerzeugung:

  • Flachkollektoren: 40 Liter/m2 Kollektorfläche
  • Vakuumröhrenkollektoren: 50 Liter/m2 Kollektorfläche
  • Luftkollektoren: kein Pufferspeicher erforderlich

Solarthermieanlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung müssen mindestens 3 m2 Kollektorfläche und 200 Liter Pufferspeichervolumen aufweisen.

Solarthermie im Neubau

Anlagen im Neubau müssen mindestens 20 m2 Bruttokollektorfläche aufweisen, sowie das entsprechende Pufferspeichervolumen je nach Kollektorart.

Folgende weitere Voraussetzungen sind im Neubau zu erfüllen:

  • Wohngebäude müssen mindestens 3 Wohneinheiten haben.
  • Nichtwohngebäude müssen mindestens 500 m2 beheizbare Nutzfläche haben.
  • Mischformen aus Wohngebäude und Nichtwohngebäude sind möglich.

oder

  • Es muss sich um ein Solaraktivhaus handeln, d. h. der solare Deckungsgrad anhand einer Simulationberechnung muss mindestens 50 % betragen.

Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Förderhöhe

In Neubauten werden Solarkollektoranlagen mit 30 % der förderfähigen Kosten gefördert, sofern sie die entsprechenden technischen Mindestanforderungen erfüllen.

In bestehenden Gebäuden, d. h. solchen, in denen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits seit mehr als 2 Jahren ein Heizungs- bzw. Kühlsystem in Betrieb genommen war, das ersetzt oder unterstützt werden soll, wird die Errichtung oder Erweiterung einer Solarkollektoranlage zur thermischen Nutzung wird gefördert, wenn sie überwiegend der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung, der Kälteerzeugung oder der Zuführung der Wärme/Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz dienen.

Die Förderung beträgt bis zu 30 % der förderfähigen Kosten.

Kumulierbarkeit

Eine Kumulierung mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist grundsätzlich möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Kosten nicht übersteigt.

Mit einer Förderung aus den im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programm ist eine Kumulierung nur bei den KfW-Programmen Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153) und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167) möglich.

Nicht zulässig ist eine Kumulierung mit der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35 c Einkommenssteuergesetz).

Weitere Informationen

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 513 – Grundsatz Marktanreizprogramm

Frankfurter Straße 29 – 35

65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1625

Fax: 06196 908-1800

Programminformationen

http://bit.ly/379VMx6

Förderübersicht

http://bit.ly/2tqLb2t

BAFA: Heizen mit Erneuerbaren Energien - Marktanreizprogramm Wärmepumpen

Fördergegenstand und -bedingungen

1 Art und Umfang der Förderung

Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung auf Ausgabenbasis als Anteilsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses (Zuschuss) auf Basis der förderfähigen Kosten; hierbei können die Bruttokosten einschließlich der Mehrwertsteuer angesetzt werden, außer bei Zuwendungsempfängern die vorsteuerabzugsberechtigt sind, bei denen nur die Nettokosten berücksichtigt werden.

Förderfähige Kosten sind die Anschaffungskosten der geförderten Anlage, die Ausgaben für Installation und Inbetriebnahme der geförderten Anlage, für die Einbindung von Experten für die Fachplanung und Baubegleitung des Einbaus der geförderten Anlage, sowie Ausgaben für notwendige Umfeldmaßnahmen, darunter fallen z. B. die Deinstallation und Entsorgung von Altanlagen, Bohrungen für Erdwärmesonden, Optimierungen des Heizungsverteilsystems beispielsweise durch einen hydraulischen Abgleich, die Einstellung der Heizkurve, der Austausch von Heizkörpern bzw. der Einbau von Flächenheizkörpern, sowie auch Ausgaben für die Verrohrung bzw. Anschlussleitungen oder für die Installation eines Speichers bzw. Pufferspeichers (Investitionskosten).

Bei Antragstellern, die unter den Anwendungsbereich von Artikel 38 oder Artikel 41 AGVO fallen, sind die förderfähigen Kosten auf die Investitionsmehrkosten im Sinne von Artikel 38 Absatz 3 und Artikel 41 Absatz 6 AGVO beschränkt. Investitionsmehrkosten im Sinne dieser Richtlinie sind die Kosten, die für die Verbesserung der Energieeffizienz erforderlich sind (Artikel 38 Absatz 3 AGVO) und die Mehrkosten der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen gegenüber der Energieerzeugung aus konventionellen Quellen (Artikel 41 Absatz 6 AGVO).

2 Gegenstand und Höhe der Förderung

Die Höhe der Förderung ist begrenzt durch eine Deckelung der anrechnungsfähigen förderfähigen Kosten in Höhe von maximal 50 000 Euro (brutto) pro Wohneinheit bei Wohngebäuden und von maximal 3,5 Mio. Euro (brutto) bei Nichtwohngebäuden.

2.1 Austauschprämie für Ölheizungen

Wird eine Heizungsanlage, die mit dem Brennstoff Öl betrieben wird, außer Betrieb genommen und ersetzt durch eine Wärmepumpe oder Hybridanlage, wird ein Bonus von 10 Prozentpunkten auf den gemäß dieser Richtlinie gewährten prozentualen Fördersatz der zu errichtenden Anlage gewährt. Damit ergeben sich folgende Fördersätze:

– Ölheizung gegen eine Wärmepumpe gemäß Abschnitt VI Nummer 2.5 oder Abschnitt VI Nummer 2.6: 45 % der förderfähigen Kosten

2.6 Förderung von effizienten Wärmepumpen

Gegenstand der Förderung ist die Errichtung von effizienten Wärmepumpen zur überwiegenden

– kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden,
– Raumheizung von Gebäuden
oder
– Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze,

sowie die Nachrüstung bivalenter Systeme mit Wärmepumpen.

Nicht gefördert werden Luft/Luft-Wärmepumpen sowie sonstige Wärmepumpen, die die erzeugte Wärme direkt an die Luft übertragen.

2.6.1 Technische Voraussetzungen

2.6.1.1 Förderung von effizienten Wärmepumpen im Gebäudebestand

Die Förderung setzt voraus, dass die folgenden technischen Vorgaben erfüllt sind:

– Einbau mindestens eines Wärmemengenzählers. Die Messung aller durch die Wärmepumpe abgegebenen Wärmemengen wird verbindlich gefordert.
– Für elektrisch angetriebene Wärmepumpen:

– Einbau eines Stromzählers zur Erfassung aller von der Wärmepumpe aufgenommenen Strommengen,
– Jahresarbeitszahl bei Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen7 von mindestens 3,8 (bei Raumheizung in Nichtwohngebäuden 4,0) sowie bei Luft/Wasser-Wärmepumpen16 von mindestens 3,5.

– Für gasbetriebene Wärmepumpen:

– Einbau eines Gaszählers zur Erfassung aller von der Wärmepumpe aufgenommenen Brennstoffmengen,
– Jahresheizzahl von mindestens 1,25 (bei Raumheizung in Nichtwohngebäuden 1,3).

Für die Berechnung der Jahresarbeitszahl gilt:

– Bei Wärmepumpen ist die Jahresarbeitszahl nach VDI 4650 (in der jeweils aktuellen Fassung) unter Berücksichtigung der Jahresarbeitszahlen für Raumwärme und für Warmwasser zu bestimmen. Sie entspricht der Gesamt-Jahresarbeitszahl der VDI 4650. Davon abweichend ist bei Wärmepumpen zur ausschließlichen Raumheizung die Jahresarbeitszahl nach VDI 4650 (in der jeweils geltenden Fassung) als die Jahresarbeitszahl für die Raumheizung zu ermitteln. Dabei ist zu beachten, dass auch die Betriebsweise der Wärmepumpe in Form des Deckungsanteils berücksichtigt wird. Abweichend hiervon gilt für gasbetriebene Wärmepumpen im Geltungsbereich der VDI-Richtlinie 4650, Blatt 2 (2013)8: Die Jahresheizzahl ist gemäß VDI 4650 Blatt 2 (2013) als die Gesamt-Jahresheizzahl für Raumheizung und Warmwasserbereitung zu ermitteln. Bei Wärmepumpen zur ausschließlichen Raumheizung ist die Jahresheizzahl nach VDI 4650 Blatt 2 (2013) als Jahresheizzahl für die Raumheizung zu ermitteln.
– Sonderbauformen von Wärmepumpen, für die keine normierten Verfahren zur Prüfung des COP-Wertes sowie zur Berechnung der Jahresarbeitszahl zur Verfügung stehen, können dennoch gefördert werden. In diesen Fällen müssen glaubhafte und nachvollziehbare Berechnungen zum Nachweis des COP-Wertes und der Nennwärmeleistung sowie zur Berechnung der erforderlichen Mindest-Jahresarbeitszahl vorgelegt werden, um die Einhaltung der geforderten Mindest-Jahresarbeitszahl zu dokumentieren.
– Kann bei Direktkondensationswärmepumpen (1-Kreis-Systeme mit nur einem Wärmeträgerkreislauf mit Direkt­verdampfung des Kältemittels durch Erdwärme und einer Kondensation direkt im beheizten Gebäude) aus konstruktiven Besonderheiten eine Wärmemengenzählung nicht erfolgen, kann gefördert werden, wenn eine Kondensationstemperatur in der Flächenheizung von 40 °C nicht überschritten sowie ein glaubhafter und nachvollziehbarer Nachweis erbracht wird, dass die geforderten Jahresarbeitszahlen unter realistischen Bedingungen erreicht werden. Eine separate Erfassung des Strom- oder Gasbedarfs der Wärmepumpe bleibt dennoch Fördervoraussetzung.
– Zusätzlich ist ein Nachweis des Herstellers über die entsprechend der EN 378-2:2008 erfolgten Druckfestigkeits- und Dichtheitsprüfung einzureichen. Der Fachunternehmer muss den Hausbesitzer ausführlich im Betrieb der Anlage unterweisen und dies dokumentieren. Die Dokumentation mit einer schriftlichen Bestätigung des Haus­besitzers bzw. Anlagenbetreibers ist dem Antrag beizufügen.
– Die Anforderungen an die Jahresarbeitszahl nach Abschnitt VI Nummer 2.6.1.1 sowie die sonstigen Anforderungen nach Abschnitt VI Nummer 2.6.1.2 gelten für Wärmepumpen außerhalb des Anwendungsbereichs des Umwelt­zeichens „Euroblume“18 ab dem 1. Mai 2011 als vergleichbare Anforderung im Sinne des § 14 Absatz 2 Nummer 3 Satz 3 EEWärmeG sowie im Sinne des Abschnittes III Nummer 1 Buchstabe a Spiegelstrich 3 und Nummer 2 Spiegelstrich 3 der Anlage zum EEWärmeG.

Mit dem Verwendungsnachweis sind zusätzlich einzureichen:

– Fachunternehmererklärung zum Nachweis der Jahresarbeitszahl und über den Einbau der in Abschnitt VI Nummer 2.6.1 genannten Zähler.

Weitere Anforderungen für Wärmepumpen, die zur Raumheizung von Gebäuden betrieben werden:

– Durchführung des hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage. Diese Anforderung entfällt bei Direktkondensa­tionswärmepumpen (1-Kreis-Systeme mit nur einem Wärmeträgerkreislauf mit Direktverdampfung des Kältemittels durch Erdwärme und einer Kondensation direkt im beheizten Gebäude).
– Anpassung der Heizkurve der Heizungsanlage an das entsprechende Gebäude.
– Der für die Berechnung der Jahresarbeitszahl elektrisch betriebener Wärmepumpen benötigte COP-Wert ist mit einem Prüfbericht eines unabhängigen Prüfinstituts nachzuweisen. Ein Prüfbericht auf Grundlage der technischen Voraussetzungen des EHPA (European Quality Label for Heat Pumps)-Wärmepumpen-Gütesiegels wird als gleichwertiger Nachweis anerkannt. Der für die Berechnung der Jahresheizzahl von gasbetriebenen Wärmepumpen benötigte Normnutzungsgrad ist ebenfalls mit einem Prüfbericht eines unabhängigen Prüfinstituts nachzuweisen. Der COP-Wert elektrisch betriebener Wärmepumpen sowie die Heizzahl bei Gasmotor- oder Sorptionswärmepumpen müssen die Mindestwerte gemäß dem europäischen Umweltzeichen „Euroblume“9 einhalten. Diese Voraussetzung gilt auch dann als erfüllt, wenn die Wärmepumpe ab dem 1. Januar 2011 mit dem Wärmepumpen-Gütesiegel des EHPA ausgezeichnet wurde.
– Die Nennwärmeleistung bei Wärmepumpen ist mit einem Prüfbericht eines unabhängigen Prüfinstituts nachzuweisen. Ein Prüfbericht auf Grundlage der technischen Voraussetzungen des EHPA-Wärmepumpen-Gütesiegels wird als gleichwertiger Nachweis anerkannt.
– Leistungsgeregelte Wärmepumpen müssen mindestens eine zweistufige oder eine kontinuierliche Verringerung der Heizleistung ermöglichen.
– Eine Förderung für Wärmepumpen bei gleichzeitiger Erstellung einer Erdsondenbohrung setzt voraus, dass die Bohrung nach den Qualitätsanforderungen der Technischen Regel DVGW W120-2 installiert wurde und dafür eine verschuldensunabhängige Versicherung gegen unvorhergesehene Sachschäden abgeschlossen wurde.

Mit dem Verwendungsnachweis für Wärmepumpen, die zur Raumheizung von Gebäuden betrieben werden, sind zusätzlich einzureichen:

– Nachweis über die Anpassung der Heizkurve der Heizungsanlage an das entsprechende Gebäude.
– Nachweis des hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage.

2.6.1.2 Förderung von effizienten Wärmepumpen im Neubau

Gefördert werden Wärmepumpen mit

a) hohen Jahresarbeitszahlen von mindestens 4,5 bei elektrisch angetriebenen Wärmepumpen und von mindestens 1,5 bei gasbetriebenen Wärmepumpen oder
b) verbesserter Systemeffizienz, d. h. Wärmepumpen mit zusätzlichen Anlagenteilen bzw. Sonderbauformen, die mit zusätzlichem Investitionsaufwand eine verbesserte Systemeffizienz erreichen und damit einen Beitrag zur Reduzierung des Strombedarfs und der Netzlast insbesondere während der kalten Witterung leisten,

sofern:

– Bestandteil der vertraglich geregelten Leistung ein Qualitätscheck der Wärmepumpe nach Ablauf eines Jahres nach Inbetriebnahme der geförderten Anlage, bei dem ein Vergleich der im Förderantrag berechneten mit der im Betrieb tatsächlich erreichten Jahresarbeitszahl erfolgt, ist.
– Als Wärmeverteilsystem Flächenheizungen eingesetzt werden.

Welche Anlagen im Einzelnen förderfähig sind, ist in einer Liste des BAFA festgelegt.

Mit dem Verwendungsnachweis ist zusätzlich einzureichen:

– Fachunternehmererklärung zum Nachweis der oben genannten Voraussetzungen.

2.6.2 Höhe der Förderung

Die Förderung nach Abschnitt VI Nummer 2.6 beträgt bis zu 35 % der förderfähigen Kosten.

 

Förderhöhe

In Neubauten werden Wärmepumpenanlagen mit 35% der förderfähigen Kosten gefördert, sofern sie die entsprechenden technischen Mindestanforderungen erfüllen.

In bestehenden Gebäuden, d. h. solchen, in denen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits seit mehr als 2 Jahren ein Heizungs- bzw. Kühlsystem in Betrieb genommen war, das ersetzt oder unterstützt werden soll, werden gefördert:

Gefördert wird die Errichtung von effizienten Wärmepumpenanlagen einschließlich der Nachrüstung bivalenter Systeme, wenn sie überwiegend der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung von Gebäuden oder der Zuführung der Wärme in ein Wärmenetz dienen.

Anlagen, die die Technischen Mindestanforderungen erfüllen, werden in einer Liste geführt.

Die Förderung beträgt bis zu 35% der förderfähigen Kosten.

Wird eine Ölheizung durch eine förderfähige Wärmepumpenanlage ersetzt, erhöht sich der gewährte Fördersatz um 10 Prozentpunkte. Dadurch ergibt sich für Heizungen, die ausschließlich erneuerbare Energien nutzen, ein Fördersatz von 45% und für Heizungen.

 

Kumulierbarkeit

ie Kumulierung mit anderen Fördermitteln für die gleichen förderfähigen Kosten ist grundsätzlich möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Kosten nicht übersteigt. Mit einer Förderung aus den im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programm ist eine Kumulierung nur bei den KfW-Programmen Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153) und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167) möglich.

Nicht zulässig ist eine Kumulierung mit der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35 c Einkommenssteuergesetz).

Zuwendungen für gewerbliche Antragsteller können nach der Verordnung über De-minimis-Beihilfen oder der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) gewährt werden. Weitere Informationen zur Berechnung der beihilfefähigen Kosten finden Sie in einem Merkblatt.

Weitere Informationen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Frankfurter Straße 29-35, 65760 Eschborn, Tel: 06196/908-1625

Rechtsgundlage

BAnz AT 31.12.2019 B3

http://bit.ly/3afqLtx

www.heizen-mit-erneuerbaren-energien.de


BAFA: Schwerlastfahrräder mit elektrischer Antriebsunterstützung

Fördergegenstand und -bedingungen

Antragsberechtigt sind:

a) private Unternehmen unabhängig von ihrer Rechtsform (einschließlich Genossenschaften) und der Art ihrer Tätigkeit (einschließlich freiberuflich Tätigen),

b) Unternehmen mit kommunaler Beteiligung,

c) öffentliche, gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Hochschulen (nicht umfasst: Volkshochschulen), Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser bzw. deren Träger,

d) Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise).

Förderfähig sind Investitionen für die Anschaffung von

  • elektrisch angetriebene Lastenfahrräder,
  • Lastenanhänger mit elektrischer Antriebsunterstützung oder
  • Gespann aus Lastenfahrrad und Lastenanhänger mit mindestens 1 m³ Transportvolumen 150 kg Nutzlast, bei dem mindestens ein Bestandteil (Fahrrad oder Anhänger) über eine elektrische Antriebsunterstützung verfügen muss

Nicht förderfähig hingegen sind:

  • elektrisch angetriebene Fahrräder und Anhänger, die vorrangig für den Personentransport konzipiert wurden (z. B. Rikschas),
  • elektrisch angetriebene Fahrräder und Anhänger, deren Transportfläche als Verkaufsfläche bzw. für Verkaufsaufbauten genutzt wird (z. B. Getränkeverkauf),
  • der Erwerb und die Verwendung gebrauchter Schwerlastfahrräder und Lastenanhänger sowie neuer Lastenfahrräder und Anhänger mit überwiegend gebrauchten Bauteilen,
  • Ausgaben für Prototypen,
  • Eigenleistungen des Antragstellers und
  • Anschaffungsvorhaben, die vor dem 29. November 2017 begonnen wurden. Als Vorhabenbeginn gilt der rechtsgültige Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor der Bewilligung erbracht werden.

Förderhöhe

Förderhöchstgrenze 30 Prozent, maximal jedoch 2.500 Euro pro E-Lastenrad, E-Lastenradanhänger oder pro Gespann.

Kumulierbarkeit

Die Förderung nach der Kleinserien-Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme aus.

Weitere Informationen


BAFA: Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Das Angebot einer Energieberatung für Wohngebäude richtet sich an folgende Zielgruppen:
    • Eigentümer von Wohgebäuden
    • Wohnungseigentümergemeinschaften
    • Nießbrauchberechtigte
    • Mieter/Pächter
  • Gegenstand der Beratung sind Gebäude die überwiegend dem Wohnen dienen und sich im Bundesgebiet befinden.
  • Voraussetzung ist, dass der Bauantrag oder die Bauanzeige bis zum 31. Januar 2002 gestellt bzw. erstattet worden ist und der umbaute Raum des Gebäudes seitdem nicht zu mehr als 50 Prozent verändert wurde.
  • Gewährt wird die Zuwendung Energieberatern, die von der Bewilligungsbehörde für das Förderprogramm zugelassen wurden. Der Zuschuss wird an den Energieberater gezahlt. Dieser ist aber verpflichtet ein um den Zuschuss ermäßigtes Beratungshonorar in Rechnung zu stellen.
  • Die bewilligte Energieberatung muss spätestens neun Monate nach Zugang des Zuwendungsbescheids beendet sein.
  • Innerhalb der Beratung zeigt der Berater Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung auf.
  • Die Beratung geschieht anhand eines Energieberatungsberichts (z. B. in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans), der entweder die Gesamtsanierung in einem Zuge zu einem KfW-Effizienzhaus darstellt oder aufzeigt, wie das Gebäude Schritt-für-Schritt über einen längeren Zeitraum durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen umfassend energetisch saniert und der Primärenergiebedarf so weit wie möglich gesenkt werden kann.
  • Mit der Beratung darf nicht begonnen werden, bevor ein elektronischer Förderantrag über das Onlineportal ­gestellt wurde. Als Maßnahmenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung des Vorhabens zuzurechnenden Leistungsvertrags.

Förderhöhe

  • Anteilsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses, der an den antragstellenden Berater ausgezahlt wird.
  • Der Energieberater erhält für eine Energieberatung für Wohngebäude eine Zuwendung in Höhe von 80 % des zuwendungsfähigen Beratungshonorars, maximal 1.300 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.700 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten.
  • Bei Wohnungseigentümergemeinschaften erhalten die Berater eine einmalige Zuwendung in Höhe von höchstens 500 Euro pro Beratung für eine zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts im Rahmen von Eigentümerversammlungen oder Sitzungen des Beirats.
  • Förderfähig ist in Abhängigkeit von der Vorsteuerabzugsberechtigung des Beratungsempfängers nach § 15 des Umsatzsteuergesetzes das Brutto- oder das Nettoberaterhonorar.

Kumulierbarkeit

Die Förderung von Maßnahmen entsprechend dieser Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes für gleichartige Maßnahmen aus. Bei einer Förderung aus Mitteln anderer Beratungsprogramme (z. B. der Kommunen oder Länder) für gleichartige Maßnahmen dürfen die Fördermittel 90 % der Ausgaben nicht übersteigen.

Weitere Informationen

Kontakt

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Referat 512 - Energieberatung für Wohngebäude, Energieberatung Mittelstand

Frankfurter Straße 29 – 35

65760 Eschborn

Telefon: 06196 908-1880

Fax: 06196 908-1800

Info Vor-Ort-Beratung

http://bit.ly/2w7Vd5s

Beratersuche

http://bit.ly/2w7CE1d

BMU: Kommunalrichtlinie 2019 - Abfallentsorgung (2.12)

Fördergegenstand und -bedingungen

Gefördert werden innerhalb der Kommunalrichtlinie im investiven Förderschwerpunkt 2.12 "Abfallentsorgung" Maßnahmen zur verbesserten Erfassung und Optimierung der Verwertung von Garten-, Grün- und Bioabfällen sowie zur Treibhausgasemissionsreduktion in stillgelegten Siedlungsabfalldeponien.

2.12.1 Aufbau von Strukturen zur Sammlung von Garten- und Grünabfällen aus dem privaten, kommunalen und gewerblichen Bereich:

Gefördert wird der Aufbau eines Systems von dezentralen Übergabepunkten, die zeitlich unbegrenzt zur Anlieferung von Garten- und Grünabfällen aus dem privaten, kommunalen und gewerblichen Bereich zur Verfügung stehen.

Zuwendungsfähig sind:

  • Ausgaben zur Errichtung von befestigten Sammelplätzen für Garten- und Grünabfälle mit gebundener Decke und einer Erfassung des Niederschlagwassers,
  • Ausgaben für die Einrichtung durch qualifiziertes externes Fachpersonal,
  • Sachausgaben für die Anschaffung von Containern und zugehörigen Brücken,
  • Ausgaben für die begleitende Öffentlichkeitsarbeit im Umfang von maximal 10.000 €.

Zuwendungsvoraussetzung ist, dass bei der Errichtung von Sammelplätzen ein fester Untergrund geschaffen wird, der mit schwerem Gerät befahrbar ist und ein Vermischen mit Störstoffen (z. B. Steinen) verhindert. Für den Bau müssen im Umfang von 40 % Sekundärrohstoffe verwendet werden (Asphaltfräsgut o. Ä.).

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel maximal 18 Monate.

2.12.2 Neubau von emissionsarmen, effizienten Vergärungsanlagen:

Gefördert wird die Vergärung bzw. Kaskadennutzung (Erzeugung von Biogas mit anschließender Nachrotte bzw. stoff-licher Nutzung der festen Gärreste) für Abfälle, die mittels Biotonne getrennt gesammelt wurden. Durch die Bioabfallvergärung und die energetische Nutzung des erzeugten Biogases können fossile Energieträger substituiert werden. Die Vergärung von Bioabfällen leistet somit einen Beitrag zur Reduzierung der Emission klimaschädigender Gase.

Zuwendungsfähig sind:

  • Ausgaben zur Investition und Installation einer Anlage zur kontinuierlichen Trockenfermentation durch qualifiziertes externes Fachpersonal. Dabei sind folgende Anforderungen für den emissionsarmen Betrieb zu beachten:
    • Abbaugrad > 90 % (Methanertrag = 90 % des ermittelten Methanpotenzials der Fermenter-Einsatzstoffe);
    • gasdichte Kapselung des Lagertanks für flüssigen Gärrückstand,
    • Gaspendelleitung des Lagertanks für Biogas aus Nachgärung,
    • Aerobisierung (Nachrotte) der festen Gärrückstände nach geeigneter Vorbehandlung des Gärrückstands (beispielsweise durch Fest-/Flüssigtrennung),
    • Installation eines hochwertigen sauren Wäschers zur Reduzierung von Ammoniakemissionen und Vermeidung von De-novo-Bildung von Lachgas im Biofilter.
  • Ausgaben für die Einrichtung durch qualifiziertes externes Fachpersonal;
  • Ausgaben für die begleitende Öffentlichkeitsarbeit im Umfang von maximal 5.000 €.

Eine kontinuierliche Nassfermentation kann ebenfalls gefördert werden, (siehe Details der Kommunalrichtlinie).

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel maximal 36 Monate.

2.12.3 Technologien zur Optimierten Erfassung von Deponiegasen in Siedlungsabfalldeponien:

Gefördert wird der Einsatz geeigneter Klimaschutztechnologien zur optimierten Deponiegaserfassung in Siedlungsabfalldeponien oder einzelnen Abschnitten dieser Deponien, in denen vor dem 1.6.2005 in erheblichem Umfang biologisch abbaubare Abfälle abgelagert wurden und in denen die Methanbildung so hoch ist, dass eine energetische Nutzung des Deponiegases möglich ist (siehe Details der Kommunalrichtlinie).

Die Einhaltung dieser Fördervoraussetzungen ist durch eine geeignete Potenzialstudie zu belegen (siehe Nummer 2.6.2 dieser Richtlinie).

Zuwendungsfähig sind:

  • Sachausgaben für Investitionen und für die Installation durch qualifiziertes externes Fachpersonal,
  • bauliche Maßnahmen im Bereich der Deponie, sofern diese ausschließlich für die Verbesserung des Gaserfassungsprozesses
  • der Deponie erforderlich sind und einer späteren aeroben in-situ-Stabilisierung dienen,
  • technische Einrichtungen und Aggregate zur verbesserten Fassung und Behandlung der Deponiegase,
  • Ertüchtigung der bestehenden Gasbrunnen und der Neubau für den Betrieb notwendiger, zusätzlicher Gasbrunnen,
  • Technologien zur Verbesserung der Gasreinigung und -aufbereitung.

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel maximal 24 Monate.

2.12.4 Technologien zur aeroben in-situ-Stabilisierung von stillgelegten Siedlungsabfalldeponien:

 Gefördert wird der Einsatz geeigneter Klimaschutztechnologien zur aeroben in-situ-Stabilisierung von stillgelegten Siedlungsabfalldeponien oder einzelnen Abschnitten dieser Deponien, in denen vor dem 1.6.2005 in erheblichem Umfang biologisch abbaubare Abfälle abgelagert wurden und deren Methanbildung soweit abgeklungen ist, dass eine energetische Nutzung des Deponiegases nicht mehr möglich ist, sowie bei Altablagerungen. Es sollen Verfahren der Saug- oder Druckbelüftung sowie Kombinationen dieser Belüftungsverfahren mit einer gezielten, bedarfsabhängigen Infiltration von Wasser zum Einsatz kommen.

Das Treibhausgasminderungspotenzial der Maßnahmen muss mindestens 50 % betragen und durch eine Potenzialstudie (siehe Nummer 2.6 dieser Richtlinie) belegt sein, die nicht älter als zwei Jahre ist.

Zuwendungsfähig sind:

  • Sachausgaben für Investitionen und für die Installation durch qualifiziertes externes Fachpersonal,
  • bauliche Maßnahmen im Bereich der Deponie, sofern diese ausschließlich für den Stabilisierungsprozess der Deponie erforderlich sind,
  • technische Einrichtungen und Aggregate für die Belüftung des Deponiekörpers und/oder eine gezielte Infiltration von Wasser,
  • technische Einrichtungen und Aggregate zur Fassung und Behandlung der Prozessluft,
  • Ertüchtigung der bestehenden Gasbrunnen und der Neubau für den Betrieb notwendiger, zusätzlicher Gasbrunnen,
  • Mess- und Regelungstechnik für die Prozesssteuerung, für das Monitoring sowie die Emissionsüberwachung,
  • die anfallenden Ausgaben für Investitionen und Installationen von einem oder mehreren Hilfsaggregaten, mit denen unter Nutzung von ggf. im ersten Projektjahr noch zur Verfügung stehenden Deponiegases Strom zur Eigennutzung erzeugt werden kann, mit einer maximalen Leistung von 15 kW, mit dem Ziel der Treibhausgasneutralität der Maßnahme.

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel maximal 18 Monate.

Weitere Informationen zu den technischen Spezifikationen und den zuwendungsfähigen Ausgaben entnehmen Sie bitte der Richtlinie bzw. dem Hinweisblatt (unten verlinkt).

Antragsberechtigt:

  • Kommunen und deren Zusammenschlüsse
  • Betriebe, Unternehmen u. sonst. Organisationen mit mind. 25 % kommunaler Beteiligung
  • Unternehmen, die einen kommunalen Entsorgungsauftrag übernommen haben
  • öffentl., gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen
  • Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus sowie deren Stiftungen
  • Jugendwerkstätten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (nach SGB VIII anerkannt)
  • Unternehmen, die einen kommunalen Entsorgungsauftrag übernommen haben
  • kulturelle Einrichtungen in gemeinnütziger Trägerschaft
  • Sportvereine mit Gemeinnützigkeitsstatus, die im Vereinsregister eingetragen sind
  • Werkstätten für behinderte Menschen und deren Träger

Fristen:

Die Kommunalrichtlinie gilt vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2022.

NEU seit 1.1.2020: Förderanträge können das ganze Jahr über beim Projektträger Jülich (PtJ) eingereicht werden. Die Antragsfristen entfallen.

Förderhöhe

Die Förderung beträgt in den Bereichen:

  • Maßnahmen zur Getrenntsammlung von Gartenabfällen: Zuschuss 40 %, Mindestzuwendung 5.000 €, max. Investitionszuschuss 200.000 €
  • Nebau von Vergärungsanlagen zur Bioabfallbehandlung: Zuschuss 40 %, Mindestzuwendung 10.000 €, max. Investitionszuschuss 600.000 €
  • Siedlungsabfalldeponien: Zuschuss 50 % (finanzschwache Kommunen 60 %), Mindestzuwendung 10.000 €, keine Höchstzuwendungsbeträge
Kommunen im „Rheinischen Revier“ (Rhein-Kreis Neuss, Kreis Düren, Rhein-Erft-Kreis, Städteregion Aachen, Kreis Heinsberg, Kreis Euskirchen, Stadt Mönchengladbach) können eine bis zu 15 % erhöhte Förderquote erhalten.
 
NEU seit 1.1.2020:
 
Die Höchstzuwendungsbeträge entfallen für Maßnahmen zur Deponiegasfassung und in-situ-Stabilisierung von Siedlungsabfalldeponien.
 

Kumulierbarkeit

Die Kombination mit weiteren Förderung ist möglich, jedoch nicht mit anderen Programmen des Bundes. Außerdem muss ein Eigenanteil von 15 % des Gesamtvolumens eingebracht werden - bei finanzschwachen Kommunen von 10 %.

Bei Kumulierung dürfen AGVO-, die geltende Beihilfeintensität und De-minimis-Höchstbeträge nicht überschritten werden.

Es können weitere strategische oder investive Klimaschutz-Maßnahmen der Kommunalrichtlinie beantragt werden.

Weitere Informationen

Projektanträge sind einzureichen bei:


Projektträger Jülich (PtJ)
Forschungszentrum Jülich GmbH
Geschäftsbereich Kommunaler Klimaschutz (KKS)
Zimmerstraße 26–27
10969 Berlin
Telefon: 030 20199 577
Telefax: 030 20199 3107
E-Mail: ptj-ksi@fz-juelich.de

http://bit.ly/2TsIaWp

 

Weitere Informationen, Faltblatt und Tutorial zur Antragstellung zum Förderprogramm "Kommunalrichtlinie" unter:

http://bit.ly/2w7KkQW

 

Kommunalrichtlinie: Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld:

http://bit.ly/38cOVTU

 

Hinweisblatt für investive Förderschwerpunkte der Klimaschutzinitiative:

http://bit.ly/2Dvye9P

 

Beratung durch das Service & Kompetenz Zentrum: Kommunaler Klimaschutz am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu):
Hotline: 030 39001 170
E-Mail: skkk@klimaschutz.de

http://bit.ly/2Tsjptz

BMU: Kommunalrichtlinie 2019 - Potenzialstudien (2.6)

Fördergegenstand und -bedingungen

 

Gefördert wird innerhalb der Kommunalrichtlinie im strategischen Förderschwerpunkt 2.6 "Potenzialstudien" die Erstellung von Potenzialstudien für die Bereiche:

  • Abfallentsorgung,
  • Siedlungsabfalldeponien
  • Abwasserbehandlungsanlagen,
  • Trinkwasser,
  • Nutzung von Abwärme aus Industrie und Gewerbe und
  • Digitalisierung

Die Studien sollen einen konkreten Fahrplan für Umsetzungsempfehlungen von investiven und strategischen Klimaschutzmaßnahmen aufzeigen. Der Fokus liegt auf kurzfristige Maßnahmen, die sich in eine langfristige Strategie einbetten.

Zuwendungsfähig sind Vergütungen für externe Dienstleister.

Antragsberechtigt:

  • Kommunen und deren Zusammenschlüsse
  • Betriebe, Unternehmen u. sonst. Organisationen mit mind. 25 % kommunaler Beteiligung
  • öffentl., gemeinnützige und religionsgemeinschaftliche Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen
  • Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus sowie deren Stiftungen
  • Jungendwerkstätten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (nach SGB VIII anerkannt)
  • kulturelle Einrichtungen in gemeinnütziger Trägerschaft
  • Sportvereine mit Gemeinnützigkeitsstatus, die im Vereinsregister eingetragen sind
  • Werkstätten für behinderte Menschen und deren Träger

Für Potenzialstudien „Abfallentsorgung“ sowie „Siedlungsabfalldeponien“ sind auch Unternehmen antragsberechtigt, die einen kommunalen Entsorgungsauftrag übernommen haben.

Fristen:

  • Die Kommunalrichtlinie gilt vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2022.
  • NEU seit 1.1.2020: Förderanträge können das ganze Jahr über beim Projektträger Jülich (PtJ) eingereicht werden. Die Antragsfristen entfallen.

Förderhöhe

Gefördert wird durch einen Zuschuss in Höhe von 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Kommunen im „Rheinischen Revier“ (Rhein-Kreis Neuss, Kreis Düren, Rhein-Erft-Kreis, Städteregion Aachen, Kreis Heinsberg, Kreis Euskirchen, Stadt Mönchengladbach) können eine bis zu 15 % erhöhte Förderquote erhalten.

Die Mindestzuwendung beträgt 10.000 €.

Finanzschwache Kommunen können vorbehaltlich der beihilferechtlichen Zulässigkeit eine erhöhte Förderquote von 70 % erhalten.

Kumulierbarkeit

Die Kombination mit weiteren Förderung ist möglich, jedoch nicht mit anderen Programmen des Bundes. Außerdem muss ein Eigenanteil von 15 % des Gesamtvolumens eingebracht werden - bei finanzschwachen Kommunen von 10 %.

Bei Kumulierung dürfen AGVO-, die geltende Beihilfeintensität und De-minimis-Höchstbeträge nicht überschritten werden.

Es können weitere strategische oder investive Klimaschutz-Maßnahmen der Kommunalrichtlinie beantragt werden.
 

Weitere Informationen

Projektanträge sind einzureichen bei:


Projektträger Jülich (PtJ)
Forschungszentrum Jülich GmbH
Geschäftsbereich Kommunaler Klimaschutz (KKS)
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Telefon: 030 20199 577
Telefax: 030 20199 3107
E-Mail: ptj-ksi@fz-juelich.de

http://bit.ly/2TsIaWp

 

Weitere Informationen, Faltblatt und Tutorial zur Antragstellung zum Förderprogramm "Kommunalrichtlinie" unter:

http://bit.ly/2w7KkQW

 

Kommunalrichtlinie: Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld:

http://bit.ly/38cOVTU

 

Hinweisblatt für strategische Förderschwerpunkte der Klimaschutzinitiative:

http://bit.ly/387ooXO

 

Beratung durch das Service & Kompetenz Zentrum: Kommunaler Klimaschutz am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu):
Hotline: 030 39001 170
E-Mail: skkk@klimaschutz.de

http://bit.ly/2Tsjptz

Energiesteuergesetz

Fördergegenstand und -bedingungen

  • für Anlagen zur Stromerzeugung mit Nennleistung >2 MWel erfolgt nach §53 EnergieStG vollständige Entlastung von Energiesteuer
  • für Anlagen mit Nennleistung ≤ 2 MWel erfolgt nach §53a EnergieStG vollständige Entlastung, wenn:
    1. Anlage hocheffizient im Sinne des Anhangs III der Richtlinie 2004/8/EG und deren Fortschreibung
    2. monatlicher/jährlicher Nutzungsgrad für Entlastungszeitraum mind. 70%
    3. vollständige Steuerentlastung nur für die Zeit, in der KWK-Anlage entsprechend den Vorgaben des § 7 Einkommensteuergesetzes abgeschrieben wird. Ziel ist die Begrenzung der vollständigen Energiesteuerbefreiung. Soweit keine andere Abschreibungszeit vorliegt, gelten die Abschreibungszeiten gemäß AFA-Tabelle des Bundenfinanzministeriums, bei einem BHKW wären das 10 Jahre.
       
  • KWK-Anlagen bis 2 MW, die entweder nicht das Kriterium der Hocheffizienz erfüllen oder deren Abschreibungszeitraum abgelaufen ist, aber deren Nutzungsgrad min. 70% erreicht, erhalten eine Entlastung nach §53b EnergieStG nur noch bis zum Mindeststeuersatz gemäß EnergieStRl. Dieser Mindeststeuersatz beträgt bei der Verwendung von
    • Erdgas 1,08 €/MWh bzw. 0,54 €/MWh für Unternehmen des produzierendes Gewerbe (UdpG)
    • Flüssiggas 0,00 € je 1.000 kg
    • HEL 21,00 € je 1.000 Liter

Die jetzige Gesetzeslage sieht allerdings eine Verrechnung einer in Anspruch genommenen Förderung mit der erstattungsfähigen Energiesteuer vor. Die Förderung wird solange verrechnet bis sie aufgebraucht ist. Danach erfolgt wieder eine Energiesteuerrückerstattung.

Förderhöhe

Sätze der Rückerstattung der Energiesteuer:

Brennstoff §53a EnergieStG §53b EnergieStG
Heizöl, leicht 6,135 Ct/Liter 4,035 Ct/Liter
Erdgas 0,55 Ct/kWh 0,442 Ct/kWh (0,496 Ct/kWh für UdpG)
Flüssiggas 6,06 Ct/kg 6,06 Ct/kg

Wenn eine Enlastung bereits für Unternehem des produzierenden Gewerbes (UdpG) mit ggf. Spitzenausgleich vorliegt reduzieren sich die Sätze entsprechend.

Weitere Informationen


Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Biomasse

Fördergegenstand und -bedingungen

Für neue Anlagen < 100 kW

  • Einspeisevergütung (siehe Abschnitt Förderhöhe) für 20 Jahre inkl. Jahr der Inbetriebnahme (anteilig) garantiert
  • Alternativ ist eine Direktvermarktung (gleitende Marktprämie) freiwillig möglich

Für neue Anlagen > 100 kW

  • Pflicht zur Direktvermarktung (selbstständig oder durch Dritte)
  • Gleitende Marktprämie = Differenz zwischen Börsenstrompreis (Monatsmarktwert) und Höhe der jeweils gültigen Vergütung (= anzulegender Wert)
  • Dauer der Förderung bei Anlagen, deren anzulegender Wert gesetzlich bestimmt wird: 20 Jahre inkl. Jahr der Inbetriebnahme (anteilig)
  • Pflicht zur Fernsteuerbarkeit über Smart-Meter (Übergangsfristen)

Für neue Anlagen  > 150 kW

  • Ausschreibungsverfahren ist Pflicht: der Förderanspruch sowie die Höhe der Vergütung (= anzulegender Wert) wird über Ausschreibungen (pay-as-bid-Verfahren) bestimmt; Förderung für 20 Jahre
  • Ausschreibungstermine je 1. April und 1. November in den Jahren 2019 - 2022
  • Präqualifikationsvoraussetzungen:
    • Genehmigung nach dem Bundes-Immisionschutzgesetz bzw. Baugenehmigung wurde spätestens 3 Wochen vor Gebotstermin erteilt und im Marktstammdatenregister gemeldet
    • Sicherheit bei Gebotsabgabe 60 € / kW
  • keine Eigenversorgung möglich, der gesamte Strom muss ins Netz gespeist werden
  • maximale Anlagengröße je Projekt: 20 MW
  • Höchstgebotwerte für 2017: 14,88 cent, ab 2018 werden diese jährlich um 1 Prozent abgesenkt

Bestandsanlagen unabhängig von der Größe der Anlage:

  • freiwillige Teilnahme an Ausschreibung möglich: der Förderanspruch sowie die Höhe der Vergütung (= anzulegender Wert) wird über Ausschreibungen (uniform-pricing-Verfahren) bestimmt
  • Voraussetzung: Nachweis eines Umweltgutachtens innerhalb von 6 Monaten nach Beginn der neuen Vergütung (Nachweis des bedarfsorientierten Betriebs)
  • Höchstgebotwerte für 2017: 16,9 cent, ab 2018 werden diese jährlich um 1 Prozent abgesenkt
  • der anzulegende Wert ist, unabhängig vom Zuschlagswert, begrenzt auf die durchschnittliche Höhe des anzulegenden Werts des in der Anlage erzeugten Stroms bezogen auf die letzten 3 Jahre vor dem Gebotstermin: neue Vergütung soll also nicht über das bisherige Vergütungsniveau der Anlage hinausgehen.
  • neuer Zahlungsanspruch gilt frühestens 1 Jahr und spätestens 3 Jahre nach öffentlicher Bekanntgabe der Zuschläge
  • neue Vergütung wird für 10 Jahre gezahlt

Grundsätzlich gilt:

  • Mitteilungspflichten gegenüber Netzbetreiber
  • Pflicht zur Eintragung in das Anlagenregister der Bundesnetzagentur, bei Nichterfüllung verringert sich die Vergütung um 20 %
  • mehrere Anlagen gelten als eine Anlage wenn sie sich auf demselben Grundstück, Gebäude, Betriebsgelände oder sonst in unmittelbarer räumlicher Nähe befinden und innerhalb von 12 aufeinanderfolgenden Monaten in Betrieb gingen. Dies ist relevant für die Art der Vergütung (Einspeisevergütung, Marktprämie, Ausschreibung) und die damit einhergehenden Pflichten
  • Anteil von Mais und Getreide am eingesetzten Substrat ist auf höchstens 50 % im Jahr gedeckelt
  • Anspruch auf finanzielle Förderung für den erzeugten Strom besteht nur für eine bestimmte Bemessungsleistung. Für Biogasanlagen beträgt diese Bemessungsleistung 50 % der bezuschlagten Gesamtleistung, für feste Biomasseanlagen 80 % (§ 39h Abs. 2).
  • für Strom aus BHKW mit Deponie-, Gruben- oder Klärgas gelten andere Vergütungssätze

Förderhöhe

A. Vergütungssätze 1) für Anlagen in der Einspeisevergütung ohne geförderte Direktvermarktung 2) zum 1.1.2017, in Ct/kWh

Bemessungsleistung der Anlage ²) bis 75 kW < 100 kW
Basisvergütung Biomasse 13,12

13,12

abweichend für Anlagen zur Vergärung von Bioabfällen 14,68 14,68
abweichend für Anlagen zur Vergärung von Gülle 22,94  -

B. Vergütungssätze (= anzulegender Wert) 1) für Anlagen in der geförderten Direktvermarktung zum 1.1.2017, in Ct/kWh

Bemessungsleistung der Anlage bis 75 kW > 75-150 kW > 150-500 kW 3) > 500-5.000 kW 3) > 5-20 MW 3)
Basisvergütung Biomasse 13,32 13,32 11,49 10,29 5,71
abweichend für Anlagen zur Vergärung von Bioabfällen 14,88 14,88 14,88 13,05 13,05
abweichend für Anlagen zur Vergärung von Gülle 23,14 - - - -

1) Die Vergütungssätze verringern sich ab dem Jahr 2017 jeweils zum 01. April und 01. Oktober eines Jahres um 0,5 Prozent, erstmalig also zum 01.04.2017 (Basisdegression)
2) Seit dem 01.01.2016 besteht der Anspruch auf Einspeisevergütung ohne Direktvermarktung nur noch für Anlagen bis 100 kW installierter Leistung.
3) Gelten nur für Biomasseanlagen, die vor dem 1.1.2017 genehmigt oder zugelassen und vor dem 1.1.2019 in Betrieb genommen wurden.

C. Flexibilitätszuschlag / Flexibilitätsprämie

Flexibilitätszuschlag für neue Anlagen:
Für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Biogas ab 100 kW installierter Leistung, deren anzulegender Wert gesetzlich definiert ist und für Anlagen deren anzulegender Wert über das Ausschreibungsverfahren bestimmt wurde, besteht Anspruch auf einen Flexibilitätszuschlag in Höhe von 40 € / kW installierter Leistung und Jahr. Die Laufzeit des Flexibilitätszuschlags ist auf 20 Jahre festgelegt.

Flexibilitätsprämie für bestehende Anlagen:
Für Anlagen, die vor dem 1.8.2014 in Betrieb genommen wurden und die Direktvermarktung (Marktprämie) nutzen, wird eine Prämie für die Bereitstellung zusätzlich installierter Leistung für eine bedarfsorientierte Stromerzeugung gezahlt: 130 Euro p.a. pro kW flexibel bereit gestellter zusätzlicher installierter Leistung, für die Dauer von 10 Jahren. Anlage 3 zum EEG 2017 regelt weitere Voraussetzungen für die Zahlung der Flexibilitätsprämie und deren Berechnung.

Kumulierbarkeit

Einmaliger Wechsel zur Förderung von und nach KWK-Gesetz möglich; dann gelten die Förderbedingungen zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme abzüglich der Betriebsjahre.

Weitere Informationen

Artikel "EEG 2017: die wichtigsten Änderungen"

http://bit.ly/2w7FzGY

Info der Bundesnetzagentur zum Ausschreibungsverfahren

http://bit.ly/2ZZzBcF

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Geothermie

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Dauer der Vergütung: 20 Jahre + Installationsjahr (anteilig)
  • Seit 1.1.2016 für alle neuen Anlagen ab 100 kW die Pflicht zur geförderten Direktvermarktung. Kleinere Anlagen erhalten weiterhin die garantierte Einspeisevergütung für 20 Jahre zzgl. Installationsjahr (anteilig)
  • Anlagenbetreiber in der geförderten Direktvermarktung erhalten eine gleitende Marktprämie = Differenz zwischen Börsenstrompreis (Monatsmarktwert) und Höhe des jeweils gültigen anzulegenden Wertes
  • das EEG enthält weitere Förderbedingungen wie z. B. Gründe für eine Verringerung des Förderanspruchs gem. § 52 EEG

Förderhöhe

Vergütungssätze ab dem 1.1.2017 laut EEG 2017:

Veräußerungsform Vergütungssätze (Ct/kWh) 1)
Einspeisevergütung OHNE geförderte Direktvermarktung 25,00 (§ 45 und § 53 EEG 2017)
Anzulegender Wert IN DER geförderten Direktvermarktung 25,20 (§ 45 EEG 2017)

1) Ab 2021 werden die Vergütungssätze um 5% pro Jahr gesenkt (§45 EEG)

Weitere Informationen

Text des EEG

http://bit.ly/2wkLOHz

Artikel "EEG 2017 - Die wichtigsten Änderungen"

http://bit.ly/2w7DvyU

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Mieterstrom

Fördergegenstand und -bedingungen

Der Anspruch auf die Zahlung des Mieterstromzuschlags (§ 19 Absatz 1 Nummer 3 EEG) besteht für Strom aus Solaranlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt bis zu 100 kW.

Voraussetzungen:

  • PV-Anlage ist auf, an oder in einem Wohngebäude, oder einem Nebengebäude in unmittelbarem räumlichen Zusammenhang installiert
  • mindestens 40 Prozent der Fläche des Gebäudes dient dem Wohnen
  • Ermittlung der Strommenge erfolgt nach Messstellenbetriebsgesetz
  • der Strom wird in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Anlage verbraucht
  • der Strom wird nicht durch ein Netz durchgeleitet wird und
  • pro Jahr wird maximal 500 MW Zubau über Mieterstromzuschläge gefördert: Eintragung ins Register verpflichtend

Vorgaben für den Mieterstromvertrag

  • Vertragslaufzeit maximal 1 Jahr
  • stillschweigende Verlängerung des Vertragsverhältnisses um mehr als ein Jahr oder eine längere Kündigungsfrist als drei Monate vor Ablauf der zunächst Vertragsdauer sind unwirksam
  • Ausschluss des Kündigungsrecht während der Dauer des Mietverhältnisses ist unwirksam
  • vereinbarter Strompreis darf maximal 90 Prozent des in dem jeweiligen Netzgebiet geltenden Grundversorgungstarifs betragen

Förderhöhe

Die Höhe des Anspruchs auf den Mieterstromzuschlag wird aus den anzulegenden Werten nach § 48 Absatz 2 und § 49 berechnet, wobei von diesen anzulegenden Werten 8,5 Cent pro Kilowattstunde abzuziehen sind. Oberhalb einer installierten Leistung von 40 kW und bis zu einer Leistung von 100 kW sind hingegen 8 Cent pro kWh abzuziehen.

Weitere Informationen

Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur:

http://bit.ly/2oqlQ5H

Veröffentlichung der Gesetzesänderung im Bundesgesetzblatt:

http://bit.ly/2w752jX

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Photovoltaik

Fördergegenstand und -bedingungen

Für neue Anlagen < 100 kW

  • Einspeisevergütung (siehe Abschnitt Förderhöhe) für 20 Jahre inkl. Jahr der Inbetriebnahme (anteilig) garantiert

Für neue Anlagen > 100 kW

  • Pflicht zur Direktvermarktung (selbstständig oder durch Dritte): gleitende Marktprämie = Differenz zwischen Börsenstrompreis (Monatsmarktwert) und Höhe der jeweils gültigen Einspeisevergütung
  • Pflicht zur Fernsteuerbarkeit über Smart-Meter (Übergangsfristen)

Grundsätzlich gilt

  • Mitteilungspflichten gegenüber Netzbetreiber
  • Pflicht zur Eintragung in das Anlagenregister der Bundesnetzagentur, bei Nichterfüllung verringert sich die Vergütung um 20%
  • Pflicht zum Einbau technischer Einrichtungen in PV-Anlage zur Einspeisemanagementteilnahme
  • mehrere Anlagen gelten als eine Anlage wenn sie sich auf demselben Grundstück, Gebäude, Betriebsgelände oder sonst in unmittelbarer räumlicher Nähe befinden und innerhalb von 12 aufeinanderfolgenden Monaten in Betrieb gingen. Dies ist relevant für die Art der Vergütung (Einspeisevergütung, Marktprämie, Ausschreibung) und die damit einhergehenden Pflichten
  • zugleich ist jedes Modul als eine Anlage zu sehen. Nach dem Inbetriebnahmedatum des einzelnen Moduls bestimmt sich die Höhe der Vergütung

Für neue Anlagen > 750 kW (Freifläche und Aufdach)

  • der Förderanspruch sowie die Höhe der Vergütung wird über Ausschreibungen (pay-as-bid-Verfahren) bestimmt
  • 3 Termine mit je 200 MW Ausschreibungsvolumen: 1. Februar, 1. Juni und 1. Oktober
  • Höchstgebotwert je Ausschreibungsrunde und weitere Details werden durch die Bundesnetzagentur veröffentlicht
  • Präqualifikationsvoraussetzungen: Erstsicherheit in Höhe von 5 € / kWh, Zweitsicherheit nach Bezuschlagung 25 bzw. 50 € / kWh
  • keine Eigenversorgung möglich, der gesamte Strom muss ins Netz gespeist werden
  • maximale Anlagengröße je Projekt: 10 MW

Für Bestandsanlagen

  • für Anlagen die vor dem 1. August 2014 in Betrieb genommen wurden, gilt grundsätzlich weiterhin das EEG 2014 (siehe hierzu den Blog ErneuerbareEnergien.NRW)
  • Ausnahmen, bei denen das aktuelle EEG gilt:
    • Neuregelung zum Anlagenbegriff, auch bereits rückwirkend bei der Jahresendabrechnung 2016
    • abgemilderte Sanktionen für versäumte Meldungen bei der BNetzA
  • Förderanspruch gegenüber dem Netzbetreiber: entweder Marktprämie bei Direktvermarktung oder Einspeisevergütung; Vermarktungsformen können jederzeit gewechselt werden (Stichtag beachten)

Bei Eigenversorgung

  • "Eigenversorgung" setzt Personenidentität von Anlagenbetreiber und Stromverbraucher voraus
  • anteilige Höhe der EEG-Umlage ab 2017: 40 %
  • 100 % EEG-Umlage, wenn die Meldeplicht nach § 74 EEG nicht erfüllt wird
  • EEG-Umlage muss zunächst an die Übertragungsnetzbetreiber entrichtet werden
  • Keine EEG-Umlage bei:
    • Anlagen mit einer Leistung bis 10 kWp und bis zu 10 MWh Eigenstromverbrauch pro Jahr (bei Mehrverbrauch wird EEG-Umlage für den Verbrauchsanteil über 10 MWh fällig)
    • Stromeigenverbrauch von Kraftwerken
    • Eigenversorgern, deren Stromerzeugungsanlage weder mittel- noch unmittelbar an ein Netz angeschlossen sind
    • Eigenversorgern die sich selbst vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen und für den Strom aus der Anlage, der nicht selbst verbraucht wird, keine EEG-Vergütung in Anspruch nehmen
    • Bestandsanlagen, mit denen bereits vor dem 1. August 2014 Eigenversorgung betrieben wurde, bleiben von der Umlage befreit, außer:
      • sie werden nach dem 1. Januar 2018 erneuert oder ersetzt (in diesem Fall werden sie mit 20 % der EEG-Umlage belastet),
      • sie werden ab dem 1. Januar 2018 erweitert (Bestandsschutz entfällt komplett)

Das Gesamtausbauziel für Photovoltaik liegt bei 52 GW (§ 31 EEG): ist dies erreicht, erhalten neue Anlagen keine Vergütung mehr. Der Einspeisevorrang bleibt aber gesichert

Förderhöhe

A. Vergütungssätze* für PV-Anlagen in der festen Einspeisevergütung OHNE geförderte Direktvermarktung (§ 53 Abs. 2 EEG)

Inbetriebnahme Anlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden sonstige Anlagen
  bis 10 kWp > 10 bis 40 kWp > 40 bis 100 kWp bis 100 kWp
ab 01.01.2020** 9,87 Ct/kWh 9,59 Ct/kWh 7,54 Ct/kWh 6,80 Ct/kWh
ab 01.02.2020** 9,72 Ct/kWh 9,45 Ct/kWh 7,42 Ct/kWh 6,70 Ct/kWh
ab 01.03.2020** 9,58 Ct/kWh 9,31 Ct/kWh 7,31 Ct/kWh 6,60 Ct/kWh
ab 01.04.2020** 9,44 Ct/kWh 9,18 Ct/kWh 7,21 Ct/kWh 6,50 Ct/kWh

*) nach § 48 EEG 2017 abzüglich 0,4 Cent/kWh nach § 53 Abs 2 EEG 2017
**) Degessionsberechnung nach § 49 EEG 2017 (anzulegender Wert -0,4 Cent § 53 EEG 2017)

B. Vergütungssätze* für PV-Anlagen in der geförderten Direktvermarktung (Marktprämienmodell) (§49 EEG)

Inbetriebnahme Anlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden sonstige Anlagen
  bis 10 kWp > 10 bis 40 kWp > 40 kWp bis 750 kWp bis 750 kWp
ab 01.01.2020** 10,27 Ct/kWh 9,99 Ct/kWh 7,94 Ct/kWh 7,20 Ct/kWh
ab 01.02.2020** 10,12 Ct/kWh 9,85 Ct/kWh 7,82 Ct/kWh 7,10 Ct/kWh
ab 01.03.2020** 9,98 Ct/kWh 9,71 Ct/kWh 7,71 Ct/kWh 7,00 Ct/kWh
ab 01.04.2020** 9,84 Ct/kWh 9,58 Ct/kWh 7,61 Ct/kWh 6,90 Ct/kWh

*) anzulegender Wert nach § 48 EEG 2017
**) Degessionsberechnung nach § 49 EEG 2017


Fördersätze sind netto angegeben (ohne USt, gerundet).

Weitere Informationen

Artikel "EEG 2017: die wichtigsten Änderungen"

http://bit.ly/2w7DvyU

Aktuelle EEG-Vergütungssätze

http://bit.ly/2TFxnsk

Text des EEG

http://bit.ly/2wkLOHz

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Windenergie an Land

Fördergegenstand und -bedingungen

Neue Anlagen > 750 kW (Ausnahmen: Pilotwindenergieanlagen, sowie Übergangsanlagen)

  • der Förderanspruch sowie die Höhe der Vergütung wird über Ausschreibungen (pay-as-bid-Verfahren) bestimmt
  • Termine und Ausschreibungsvolumen in MW
  2019 2020 2021 ab 2022
1. Februar 700 900 900 1000
1. März   300 400  
1. Mai 650      
1. Juni   900 900 950
1. Juli   300 400  
1. August 650      
1. September 500 400 400  
1. Oktober 675 900 850 950
1. Dezember 500 400 400  
  • Höchstgebotwert für den Referenzstandort in 2020: 6,2 ct / kWh
  • Voraussetzungen zur Teilnahme an den Auktionen: Vorliegen der BImSchG-Genehmigung und Meldung an das Register der BNetzA spätestens 3 Wochen vor Auktion; Erstsicherheit in Höhe von 30 € / kW
  • Vergütung erfolgt nach geförderter Direktvermarktung; Anlagenbetreiber erhalten eine gleitende Marktprämie = Differenz zwischen Börsenstrompreis (Monatsmarktwert) und dem individuellen Zuschlagswert aus der Auktion
  • Zuschlag ist nicht übertragbar auf einen anderen Standort
  • Vergleich unterschiedlicher Standortqualitäten erfolgt über das einstufige Referenzertragsmodell
    • Zur Bestimmung der tatsächlichen Vergütungshöhe für die einzelnen Gebote werden diese mit standortabhängigem Korrekturfaktor (§ 36h EEG) multipliziert. Liegt die Standortqualität unter 100 %, wird der Gebotswert angehoben, liegt sie jedoch über 100 %, wird der Gebotswert für die eingespeiste Kilowattstunde gesenkt
    • Einstufung basiert auf 2 unabhängigen Windgutachten

Neue kleine Anlagen < 750 kW, Pilotanlagen und Übergangsanlagen (bereits genehmigt (vor dem 1.1.2017) und gemeldet (vor dem 31.1.2017))

  • anzulegender Wert in 2020: 6,04 cent / kWh (wird bestimmt durch den Durchschnitt der jeweils höchsten noch bezuschlagten Gebote aller Ausschreibungen für Windenergie an Land aus dem Vorvorjahr)
  • > 100 kW: Pflicht zur Direktvermarktung
  • < 100 kW (Kleinwindanlagen): Einspeisevergütung
  • ab 2019 gilt für alle dann in Betrieb genommenen Anlagen das einstufige Referenzertragsmodell
  • für Anlagen <= 50 kW wird für die Berechnung des anzulegenden Werts angenommen, dass ihr Ertrag 70 Prozent des Referenzertrags beträgt
  • Dauer der Vergütung: 20 Jahre zzgl. Installationsjahr (anteilmäßig)

gesonderte Bedingungen für Bürgerenergieanlagen

  • Definition einer Bürgerenergiegesellschaft nach § 3 Nr. 15
    • min. 10 natürlichen Personen als stimmberechtigte Gesellschaftsmitglieder
    • min. 51 % der Stimmrechte liegen bei natürlichen Personen liegen, die seit min. einem Jahr ihren Hauptwohnsitz in dem Landkreis haben, in dem die Windenergieanlage errichtet werden soll
    • kein Mitglied hält mehr als 10 % der Stimmrechte an der Gesellschaft
  • für bis zu 6 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von maximal 18 MW
  • Erstsicherheit bei Gebotsabgabe: 15 € / kW, Zweitsicherheit innerhalb von zwei Monaten nach Bekanntgabe der Zuschläge nach § 35 Absatz 2: 15 € / kW
  • anzulegender Wert bestimmt sich nicht nach individuellem Gebot, sondern nach dem letzten noch bezuschlagten Gebot der Runde (uniform pricing=höchster Preis der jew. Runde)

bis einschließlich 1. Juni 2020 ausgesetzte Sonderbedingungen (§ 104 (8) EEG):

  • aktuell Teilnahme an Auktion bereits ohne BImSchG-Genehmigung, Voraussetzungen stattdessen:
    • belastbares Windgutachten und Angabe der Anzahl der am Standort geplanten Anlagen
    • Eigenerklärung darüber, dass
      • die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Gebotsabgabe eine Bürgerenergiegesellschaft ist,
      • weder die Gesellschaft noch stimmberechtigte Mitglieder in den vergangenen 12 Monaten einen Zuschlag für eine Windenergieanlage erhalten haben,
      • vor der Gebotsabgabe keine Verträge zur Übertragung von Anteilen oder Stimmrechten geschlossen wurden, mit denen die Voraussetzungen einer Bürgerenergiegesellschaft umgangen werden können und
      • die Gesellschaft die benötigten Flächen gesichert hat.
    • Erstsicherheit bei Gebotsabgabe: 15 € / kW, Zweitsicherheit nach Vorliegen der BImSchG-Genehmigung: 15 € / kW
  • verlängerte Inbetriebnahmefristen (um 24 Monate)
  • Zuschlag ist innerhalb des Landkreises übertragbar (wird bei Vorliegen der BImSchG-Genehmigung verbindlich zugeordnet)
  • der Gemeinde, in der die Anlagen gebaut werden, bzw. einem kommunalen Unternehmen muss eine Beteiligung in Höhe von 10 % an der Bürgerenergiegesellschaft angeboten werden

Weitere Informationen

Informationen der Bundesnetzagentur zu Ausschreibungen für Windenergie an Land

http://bit.ly/2wkM09L

Text des EEG

http://bit.ly/2wkLOHz

Artikel "EEG 2017: die wichtigsten Änderungen"

http://bit.ly/2w7FzGY

Förderrichtlinie Elektromobilität vor Ort (BMVI)

Fördergegenstand und -bedingungen

Schwerpunkte:

  • Beschaffung von Elektrofahrzeugen im kommunalen Kontext
  • Errichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur in Verbindung mit Fahrzeugbeschaffungen
  • Erarbeitung umsetzungsorientierter kommunaler Elektromobilitätskonzepte
  • anwendungsorientierte Forschungs- und Demonstrationsvorhaben zur strategischen Unterstützung des Markthochlaufs von Elektrofahrzeugen (besonderer Fokus auf der vernetzten Mobilität und dem Einsatz von Elektrobussen oder E-Lkw im Kontext innovativer Mobilitäts- bzw. Logistikkonzepte)

Die einzelnen Förderaufrufe zur Richtlinie finden Sie im unten genannten Link.

Förderhöhe

Investitionszuschüsse für die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur:

Die für die Förderphase für alle Zuwendungsempfänger geltenden Förderquoten, Fördersätze sowie Höchstbeträge werden in den Aufrufen zur Antragseinreichung mit ergänzenden Hinweisen zur Förderrichtlinie festgelegt. Die Fahrzeugbeschaffung wwird mit max. 40 % der Mehrinvestitionskosten gefördert.

Zuwendungen für Umweltstudien:
Zulässig sind Beihilfeintensitäten bis zu 50 %, bei KMU höher möglich, wenn das Vorhaben anderenfalls nicht durchgeführt werden kann. Unter der Voraussetzung, dass die Zuwendung keine Beihilfe darstellt, können die Projekte von Gebietskörperschaften und gemeinnützigen Organisationen grundsätzlich mit Anteilfinanzierung bis zu 80% gefördert werden.
 
Forschungs- und Entwicklungsvorhaben:
F&E-Vorhaben im Rahmen industrieller Forschung können mit bis zu 50 %, F&E-Vorhaben im Rahmen experimenteller Entwicklung mit bis zu 25 % der zuwendungsfähigen Kosten bezuschusst werden, bei KMU höher möglich, wenn das Vorhaben anderenfalls nicht durchgeführt werden kann, bei Hochschulen vollfinanziert möglich, bei Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen mit Anteilfinanzierung bis zu 90 %, Gebietskörperschaften und gemeinnützigen Organisationen grundsätzlich bis zu 80 %.

Kumulierbarkeit

mit anderen staatlichen Beihilfen kumulierbar

Weitere Informationen

Umsetzung: Forschungszentrum Jülich, Projektträger Jülich (PtJ)

Programmatische Steuerung: Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW)

Hier sind die einzelnen Förderaufrufe abrufbar:

http://bit.ly/2zTELd6

Förderrichtlinie Marktaktivierung Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (Schwerpunkt Nachhaltige Mobilität)

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Fahrzeuge (Straße, Schiene und Wasser) und Flugzeuge, die mit einem Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind, und gegebenenfalls die für deren Betrieb notwendige Betankungs- und Wartungsinfrastruktur
  • Sonderfahrzeuge in der Logistik, die mit einem Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind, und die für deren Betrieb notwendige Betankungsinfrastruktur
  • Elektrolyseanlagen zur vor Ort Erzeugung von Wasserstoff
  • brennstoffzellenbasierte autarke Stromversorgung für kritische oder netzferne Infrastrukturen
  • brennstoffzellenbasierte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen), sofern sie zur Bordenergieversorgung auf Schiffen, Fahrzeugen und Flugzeugen verwendet werden
  • öffentliche Wasserstoffbetankungsinfrastruktur

Die einzelnen Förderaufrufe zur Richtlinie finden Sie im unten genannten Link.

Förderhöhe

Investitionszuschüsse für die Fahrzeuge, Sonderfahrzeuge, Elektroyse und autarke Stromversorgung: Zulässig ist eine maximale Beihilfeintensität von bis zu 40 %, bei KMU höher möglich, wenn das Vorhaben anderenfalls nicht durchgeführt werden kann.

Investitionszuschüsse für Kraft-Wärme-Kopplung: Zulässig ist eine maximale Beihilfeintensität von bis zu 45 %, bei KMU höher möglich, wenn das Vorhaben anderenfalls nicht durchgeführt werden kann.
 
Wasserstoffinfrastruktur: Die Förderquoten für die einzelnen geförderten Gegenstände der Investition werden in den jeweiligen Aufrufen zur Antragseinreichung festgelegt

Kumulierbarkeit

Ausgeschlossen ist die Kombination mit KfW-Förderprogrammen:

  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle (Nr. 433)
  • Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren (Nr. 276/277/278)
  • IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren (Nr. 217/218)
  • IKU – Energieeffizient Bauen und Sanieren (Nr. 220/219)

Ausgeschlossen ist die Kombination mit der Förderung von Fahrzeugen mit dem Umweltbonus für Elektrofahrzeuge

Weitere Informationen

Umsetzung: Forschungszentrum Jülich, Projektträger Jülich (PtJ)

Programmatische Steuerung: Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW)

Hier sind die einzelnen Förderaufrufe abrufbar:

http://bit.ly/2yPjVuT

Förderwettbewerb - Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft

Fördergegenstand und -bedingungen

Nachfolgeprogramm von STEP up! (Start: 01.4.2019)

Ausschlaggebend für die Förderentscheidung ist jährliche Reduzierung der CO2-Emission pro Fördereuro

Der "Förderwettbewerb" ist akteurs-, sektor- und technologieoffen.

 

Fördergegenstand:

  • Prozess-und Verfahrensumstellungen auf effiziente Technologien
  • Maßnahmen zur Abwärmenutzung
  • Maßnahmen an Anlagen zur Wärmeversorgung, Kühlung und Belüftung (auf Prozesse bezogen, nicht Raumluftkonditionierung für Personen)
  • Maßnahmen zur energieeffizienten Bereitstellung von Prozesswärme oder -kälte wie z. B. energieeffiziente Wärme-und Kälteerzeuger, Optimierung der Wärme- oder Kältespeicherung
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess wie z. B. Dämmung von Anlagen und Verteilleitungen, hydraulische Optimierung, Erneuerung von Druckluftleitungen
  • Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus Solarkollektoranlagen, Biomasse-Anlagen, oder Wärmepumpen
  • Sensorik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie zugehörige Software zur Dokumentation, Überwachung und Regulierung der Energieverbräuche der optimierten Anlagen und Prozesse

ausgeschlossen sind u .a.:

  • Maßnahmen, die per Gesetz oder behördliche Anordnung verpflichtend sind
  • Maßnahmen, die die Gebäudesubstanz betreffen
  • Eigenleistungen des Antragstellers oder von Partnerfirmen

Förderbedingungen:

  • Energiekosten bezogene Amortisationszeit > 4 Jahre
  • Umsetzungszeit des Projektes inkl. Nachweise: maximal 3 Jahre
  • umgesetzte Maßnahme muss mind. 4 Jahre in Betrieb bleiben
  • Einsparkonzept (von einem bei der BAFA gelisteten Energieeffizienzexperten zu erstellen "Energieberatung im Mittestand"); unternehmensinterne Erstellung möglich, sofern das Unternehmen über ein zertifiziertes Energie- oder Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 50001/EMAS verfügt.
  • Maßnahme darf erst NACH dem Erhalt der Förderzusage begonnen werden!

Wettbewerb:

  • Antragsteller legt Förderhöhe innerhalb der Förderhöhengrenzen selbst fest
  • Höhe der jährlichen CO2-Einsparung pro Fördereuro entscheidet über Zuschlag
  • Anträge werden absteigend sortiert (Antrag mit höchster jährl. CO2-Einsparung je Fördereuro steht oben)
  • Bei gleicher Einsparquote steht derjenige mit der höchsten absoluten CO2-Einsparung oben
  • Pro Ausschreibungsrunde wird eine bestimmte Menge an Fördermitteln ausgeschüttet und auf die Anträge verteilt bis der Fördermitteltopf leer ist.
  • d. h. je kleiner die beantragte Fördersumme, desto höher die Chancen, die Förderung zu bekommen
  • Es werden jährlich mehrere Wettbewerbsrunden durchgeführt.
  • Anträge, die bei einer Runde keine Förderzusage erhalten haben, landen automatisch in der nächsten Runde und erhalten dort eine weitere Chance.

Förderhöhe

  • max. 5 Mio Euro
  • max. 50 % der förderfähigen Ausgaben

Kumulierbarkeit

Diese Förderung kann nicht mit anderen Fördermitteln kumuliert werden.

Weitere Informationen

Richtlinie:

http://bit.ly/2t0zdfD

Förderprogramm:

http://bit.ly/31ekzNE

KfW - Energieeffizienz in der Wirtschaft (Programm-Nr. 295)

Fördergegenstand und -bedingungen

Gefördert werden:

Modul 1: Querschnittstechnologien

investive Einzelmaßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Technologien:

  • Elektromotoren und Antriebe
  • Pumpen
  • Ventilatoren
  • Druckluftanlagen
  • Anlagen zur Abwärmenutzung bzw. Wärmerückgewinnung aus Abwasser
  • Dämmung von industriellen Anlagen bzw. Anlagenteilen
  • Frequenzumrichter

Modul 2: Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien

  • Solarkollektoranlagen
  • Biomasse-Anlagen
  • Wärmepumpen

Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software

  • Erwerb und Installation von Hard- und Software von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Sensorik zum Monitoring und zur effizienten Regelung von Energieströmen
  • Schulungskosten für Energiemanagement-Software
  • Ziel: Einbindung der Prozesse in ein Energie- oder Umweltmanagementsystem oder für KMUs in ein alternatives System mit der Absicht, den Energieverbrauch dauerhaft zu senken

Modul 4: Maßnahmen zur energiebezogenen Optimierung von Anlagen und Prozessen

  • Prozess- und Verfahrensumstellung
  • Abwärmenutzung
  • Optimierung der Wärmeversorgung, Kühlung und Belüftung von Produktionsprozessen
  • Energieeffiziente Bereitstellung von Prozesswärme oder -kälte
  • Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess

NICHT gefördert werden zum Beispiel:

  • Maßnahmen an der Gebäudesubstanz
  • Eigenleistungen und Produkte aus eigener Herstellung
  • gesetzlich notwendige Maßnahmen
  • Energieeinsparungen durch Senkung der Produktionsmenge
  • Maßnahmen, die nach KWKG und EEG gefördert werden können

Bedingungen:

  • ein erstelltes Einsparkonzept (durch bei der BAFA gelisteten Energieberater für "Energieberatung im Mittelstand")
  • Armortisationszeit für Gesamtvorhaben ohne Förderung von mehr als 2 Jahren

Förderhöhe

Kredit:

  • bis zu 25 Mio. Euro pro Vorhaben
  • bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten

Laufzeit:

  • bis zu 5, 10 oder 20 Jahren mit entsprechend max. 1, 2 oder 3 tilgungsfreien Anlaufjahren
  • Mindestlaufzeit: 2 Jahre

Tilgungszuschuss:

  • in Modul 1, 3 und 4 bis zu 40 %
  • in Modul 2 bis zu 55 %

Kumulierbarkeit

Die Kombination mit weiteren staatlichen Beihilfen (einschließlich EEG oder KWKG) für ein- und dieselbe Maßnahme ist nicht möglich.

Die gleichzeitige Inanspruchnahme eines Investitionszuschusses der BAFA ist ausgeschlossen.

Mittel für eine Energieberatung nach der Richtlinie über die Förderung von Energieberatungen im Mittelstand können in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen


KfW: Altersgerecht Umbauen - Kredit (Pr.-Nr. 159)

Fördergegenstand und -bedingungen

Gefördert werden:

  • Maßnahmen, die den Wohnkomfort und die Sicherheit (Einbruchschutz) für selbstgenutzte oder vermietete Wohngebäude sowie Eigentumswohnungen erhöhen
  • Ersterwerber von neu barrierereduzierten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen (Bauabnahme max. 12 Monate zuvor)
  • Wohneinheiten (WE) müssen für dauerhaftes Wohnen bestimmt und im abgeschlossenen Zusammenhang liegen
  • WE müssen führen eines Haushaltes ermöglichen (abschliebarer Zugang, Zimmer, Küche/Kochnische und Bad/WC

Förderfähige Maßnahmen Einbruchschutz:

  • einbruchhemmende Haus-, Wohnungs- und Nebeneingangstüren
  • einbruchhemmende Garagentore und -zugänge, die mit dem Wohnhaus verbunden sind
  • Nachrüstsysteme für Haus, Wohnungs-, Nebeneingangstüren
  • Nachrüstsysteme für vorhandene Fenster und -türen
  • einbruchhemmende Gitter, Klapp- und rollläden und Lichtschachtabdeckungen
  • Einbruch- und Überfallmeldeanlagen
  • Gefahrenwarnanlagen und Sicherheitstechnik in SmartHome-Anwendung mit Einbruchmeldefunktion

Förderfähige Maßnahmen Barrierereduzierung (Förderbereiche - FB)

  • FB 1 - Wege zu Gebäuden und Wohnumfeldmaßnahmen
  • FB 2 - Eingangsbereich und Wohnungszugang
  • FB 3 - Vertikale Erschließung/Überwindung von Treppen und Stufen
  • FB 4 - Anpassung der Raumgeometrie/Raumzuschnitt und Schwellenabbau
  • FB 5 - Badumbau/Maßnahmen an Sanitärräumen
  • FB 6 - Orientierung, Kommunikation und Unterstützung im Alltag
  • FB 7 - Gemeinschaftsräume und Mehrgenerationenwohnen
  • "Standard Altersgerechtes Haus"

Bemessungsgrundlage bei Umbau:

  • Anzahl der WE nach Umbau (Umwidmung)
  • Wohnflächenerweiterung bestehender Wohngebäude durch Anbau oder Ausbau von zuvor unbeheizten Räumen (Dachgeschossausbau - Keine neue WE)
  • Grundrissänderung führt zu neuer Wohnflächenverteilung (Neue WE)

Bemessungsgrundlage bei Ersterwerb:

  • Anzahl der WE gemäß Kaufvertrag

Keine Förderung von:

  • Boardinghäusern (Beherbergungsbetrieb mit hotelähnlichen Leistungen)
  • Ferienhäusern und –wohnungen
  • Wochenendhäusern
  • Pflege- und Altenwohnheimen, die unter das Heimgesetz (§ 1 HeimG) oder Heimregelungen der Länder fallen
  • Einrichtungsgegenständen
  • neuen Fenstern (Förderung über KfW Pr.-Nr.: 159)

Träger von Investionsmaßnahmen in Wohngebäuden (Antragsteller):

  • Privatpersonen (auch Mieter),
  • Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften,
  • Bauträger,
  • Körperschaften
  • Anstalten des öffentlichen Rechts

Eine Vorabberatung durch Sachverständige, Wohnberatungsstellen, polizeiliche Beratungsstellen und Sachverständige (für Beratung, Fachplanung, Baubegleitung und Dokumentation des Vorhabens; bauvorlageberechtigte Architekten; bauvorlageberechtigte Ingenieure; öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige des Handwerks) wird empfohlen.

Förderhöhe

Fördervorgehen:

  • der Förderantrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen.
    • Planung, Beratung, Liefer- und Leistungsvertragsabschlüsse gelten nicht als Vorhabenbeginn
    • Vorhabenbeginn ist beim Start der Bauarbeiten vor Ort
    • Bei Ersterwerb gilt der Kaufvertragsabschluss als Vorhabenbeginn
  • Förderanträge können ausschließlich über frei wählbare Banken, Sparkassen und Versicherungen, die als durchleitendes Finanzierungsinstitut funktionieren, gestellt werden
  • Unabhängige Beratung vorher durchführen lassen:
    • Barrierereduzierung: www.wohnungsanpassung-bag.de / www.wohnberatungsstellen.de
    • Einbruchschutz: www.k-einbruch.de / www.kfw.de/einbruchschutz
  • Anlage "Technische Mindestanforderungen und förderfähige Maßnahmen" "KfW Pr.-Nr.: 159" beachten
  • die Förderprogrammnummer ist: 159
  • alle Maßnahmen sind durch Fachunternehmen des Bauhandwerkes auszuführen.
  • Kreditbetrag: 100 % der förderfähigen Investitionskosten einschl. Nebenkosten (z. B. Planung)
  • max. Förderbetrag: 50.000 € je Wohneinheit (Anzahl der WE nach Sanierung bzw. WE gemäß Kaufvertrag)
  • Auszahlung: 100 % des Zusagebetrages (in einer Summe oder Teilbeträgen)
  • Sondertilgung des gesamt ausstehenden Kreditbetrages nur gegen Zahlung eines Vorfälligkeitsentgeldes möglich. Keine Teilrückzahlungen.
  • Kumulierung mit anderen öffentlichen Förderprogrammen ist möglich. Die Höhe der gesamt Fördersumme muss beachtet werden.

Kreditlaufzeiten und Zinssätze:

KfW
Bezeichnung

Kredit-Laufzeit (LZ)
von - bis

Zinssatz
eff.

Zinsatz
fest für

Tilgungs-
freijahre

Hinweis

(10 / 10 / 10)

min. 4 bis 10 Jahre

0,78 %

10 Jahre

10 Jahre

Tilgung zum Laufzeit-Ende

(10 / 02 / 05)

min. 4 bis 10 Jahre

0,78 % 5 Jahre 1 bis 2 Jahre  

(10 / 02 / 10)

min. 4 bis 10 Jahre

0,78 %

10 Jahre

1 bis 2 Jahre

 

(20 / 03 / 05)

min. 4 bis 20 Jahre

0,78 %

5 Jahre

1 bis 3 Jahre

 

(20 / 03 / 10)

min. 4 bis 20 Jahre

0,78 %

10 Jahre

1 bis 3 Jahre

 

(30 / 05 / 05)

min. 4 bis 30 Jahre

0,78 %

5 Jahre

1 bis 5 Jahre

 

(30 / 05 / 10)

min. 4 bis 30 Jahre

0,78 %

10 Jahre

1 bis 5 Jahre

 

Weitere wichtige Hinweise finden Sie in dem Merkblatt und der Anlage zum Merkblatt der KfW.

Kumulierbarkeit

Die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln z. B. Krediten, Zulagen und Zuschüssen ist grundsätzlich möglich.
Summe der Förderzusagen dürfen förderfähige Kosten nicht übersteigen.

Kumulierbarkeit derselben Maßnahme: von KfW Pr.-Nr.: 159 möglich mit:

  • KfW Pr.-Nr.: 124 - Kredit - Wohneigentumsprogramm
  • KfW Pr.-Nr.: 167 - Kredit - Ergänzungskredit
  • KfW Pr.-Nr.: 431 - Zuschuss - Baubegleitung

Kumulierbarkeit derselben Maßnahme: von KfW Pr.-Nr.: 159 nicht möglich mit:

  • KfW Pr.-Nr.: 455 (B und E) - Zuschuss - Altersgerecht Umbauen
  • KfW Pr.-Nr.: 151/152 - Kredit - Energieeffizient Sanieren
  • KfW Pr.-Nr.: 430 - Zuschuss - Energieeffizient Sanieren
  • steuerliche Förderung gem. § 35 a Abs. 3 EStG

 

Weitere Informationen

Programminformationen - KfW 159
http://www.kfw.de/159
 

Merkblatt - Altersgerecht Umbauen

http://bit.ly/2w7MfF9

Anlage zum Merkblatt - Technische Mindestanforderungen und förderfähige Maßnahmen

http://bit.ly/2w7r1r9

Zinskonditionen

http://bit.ly/2J70kaR

Wohnberatungsstellen: www.wohnberatungsstellen.de (nur NRW) oder  www.wohnungsanpassung-bag.de

Polizeiliche Beratungsstellen
http://www.k-einbruch.de/

Sachverständge: www.bak.de (Bundesarchitektenkammer), www.aknw.de (Architektenkammer NRW); www.bundesingenieurkammer.de (Bundesingenieurkammer), www.ikbaunrw.de (Ingenieurkammer NRW); http://www.svd-handwerk.de. Fortbildung im Bereich Barriereabbau/Barrierefreiheit in Wohngebäuden sollte erfolgreich absolviert worden sein.


KfW: BMUB Umweltinnovationsprogramm (Pr.-Nr. 230)

Fördergegenstand und -bedingungen

  • innovative Umweltschutzmaßnahmen mit Demonstrationscharakter
  • Maßnahmenbereiche:
    • Abwasserbehandlung / Wasserbau
    • Abfallvermeidung, -verwertung und -beseitigung sowie die Sanierung von Altablagerungen
    • Bodenschutz
    • Luftreinhaltung
    • Minderung von Lärm und Erschütterungen
    • Klimaschutzmaßnahmen (Energieeinsparung, Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energien, umweltfreundliche Energieversorgung und -verteilung)
    • Ressourceneffizienz / Materialeinsparung
  • kleine und mittlere Unternehmen werden bevorzugt gefördert
  • Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen
  • das geförderte Vorhaben ist nach Abnahme durch das Umweltbundesamt mindestens 5 Jahre zweckentsprechend zu betreiben
  • Vorhaben sollten Innovationscharakter (bislang großtechnisch in dieser Form in Deutschland nicht angewandt) und Demonstrationscharakter (Übertragbarkeit der neuartigen Techniken auf ähnliche Anlagen bei anderen Anwendern) haben
  • keine Förderung von:
    • Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen
    • Erwerb von Grundstücken
    • Umschuldungen und Nachfinanzierungen bereits begonnener bzw. abgeschlossener Vorhaben

Förderhöhe

Finanzierungsanteil: bis zu 70 % der förderfähigen Investitionskosten; in Ausnahmefällen auch Zuschuss von bis zu 30 % möglich. Die Kreditlaufzeit kann bis zu 30 Jahre bei höchstens 5 tilgungsfreien Anlaufjahren betragen.

Kumulierbarkeit

  • im Rahmen der EU-Beihilfegrenzen der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) möglich
  • Beihilferechtliche Kumulierungsbestimmungen sind zu beachten (Allgemeines Merkblatt zu Beihilfen der KfW)
  • EEG 2014: Förderungen, die auf Grundlage des EEG 2014 an Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Quellen gezahlt werden, dürfen nicht mit anderen Beihilfen für die gleichen förderfähigen Kosten kumuliert werden.

Weitere Informationen

Programminformationen - KfW 230
www.kfw.de/230

 

 


KfW: Energieeffizient Bauen (Programm-Nr. 153)

Fördergegenstand und -bedingungen

Gefördert wird:

  • Errichtung oder der Ersterwerb von:
    • Wohngebäuden als KfW-Effizienzhaus (wohnwirtschaftlich genutzte Flächen und Wohneinheiten)
    • selbst genutzte oder vermietete Wohngebäude sowie Eigentumswohnungen
    • einschließlich Wohn, Alten- und Pflegeheime sowie ähnliche Einrichtungen
    • Ersterwerb bis spätestens 12 Monate nach Bauabnahme
  • Im Zuge der Errichtung oder des Ersterwerbs: Anlagen zur Stromerzeugung: Photovoltaik-, Windkraft- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, Stromspeicher zur Eigenversorgung. Keine Förderung durch Einspeisevergütung nach EEG oder KWKG nutzbar.
  • neu entstehende Wohneinheiten durch:
    • Erweiterung bestehender Gebäude (z. B. Anbau)
    • Ausbau von zuvor unbeheizten Räumen (z. B. Dachgeschossausbau)
    • sie müssen einen abgeschlossenen Zusammenhang haben, die Räume in Wohngebäuden für dauerhafte Wohnzwecke geeignet sein und die Führung eines Haushaltes ermöglichen (Zimmer, Küche/Kochnische und Bad/WC)
  • keine Förderung von Ferienhäusern und -wohnungen sowie Wochenendhäusern
  • keine Förderung von Boardinghäusern (Beherbergungsbetrieb mit hotelähnlichen Leistungen)
  • die Antragstellung kann von:
    • Privatpersonen
    • Wohnungseigentümergemeinschaften
    • Wohnungsunternehmen und -genossenschaften
    • Bauträgern
    • Eigentümern/Betreibern von Wohnheimen
    • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie
    • Contracting-Gebern vorgenommen werden

Fördervorgehen:

  • der Förderantrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen. Planung und Beratungsleistungen gelten nicht als Vorhabenbeginn
  • Förderanträge können ausschließlich über frei wählbare Banken, Sparkassen und Versicherungen, die als durchleitendes Finanzierungsinstitut funktionieren, gestellt werden
  • „Bestätigung zum Antrag" (Energieeffizienz-Experte) ist erforderlich

Berechnung des energetischen Niveaus eines:

  • Effizienzhauses:
    1. Bilanzierungsvorschriften des § 3 Abs. 1 bis 3 der EnEV mit Berücksichtigung der "Liste der Technischen FAQ" (§ 3 Abs. 5 nicht anwendbar)
    2. die Auslegungen der Fachkommission "Bautechnik" der Bauministerkonferenz zur EnEV sind bei der Effizienzhausberechnung anzuwenden
KfW Effizienzhaus Jahres-Primärenergiebedarf QP Transmissionswärmeverlust H'T
QP in % von QP REF H'T in % von H'T REF
55 55 % 70 %
40 40 % 55 %
40 PLUS 40 % 55 %
PLUS-Paket

Stromerzeugung durch erneuerbare Energien
PV, Kleine Windkraftanlagen, KWK-Anlagen (100 % EE) oder
eine Kombination der Techniken

  Stromspeicher (Batteriespeicher)
  Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
n50 kleiner/gleich 1,5 h-1 (Empfehlung: n50 kleiner/gleich 0,6 h-1)
  Stromerzeugung und -verbrauch werden angezeigt

Ein sachverständiger Energieberater aus der Energieeffizienz-Expertenliste ist bei der Planung, Antragstellung,  Durchführung und Begleitung eines geförderten Vorhabens einzubinden. Eine Expertenliste finden Sie unter www.energie-effizienz-experten.de. Die Leistungen des Sachverständigen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt "KfW Pr.-Nr. 153) , den Anlagen "Technische Mindestanforderungen" und "Liste der Technischen FAQ".

Förderhöhe

Förderbedingungen / Förderhöhe:

  • max. Förderbetrag: 120.000 €/WE
  • Kreditbetrag: 100 % der förderfähigen Investitionskosten (einschl. Nebenkosten, ohne Grundstück)
  • Kreditlaufzeiten: mind. 4 Jahre bis 10 Jahre (Tilgung zum Laufzeitende) oder 20 bzw. 30 Jahre
  • Zinssatz: ab 0,75 % eff. (fest für die ersten 10 Jahre)
  • Tilgungszuschuss: nur als Gutschrift (keine Barauszahlung oder Überweisung)
  • Auszahlung: 100 % des Zusagebetrages
  • Während der ersten Zinsbindungsfrist ist eine vorzeitige Rückzahlung des gesamt ausstehenden Kreditbetrages nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich.
    Teilrückzahlungen sind nicht möglich.
  • Tilgungszuschuss ist abhängig vom KfW-Effizienzhaus Standard:
    KfW- Effizienzhaus        Tilgungszuschuss   
[%]
    Tilgungszuschuss    
bis zu [€/WE]
    KfW - 55 15,0 % max. 18.000 €/WE
    KfW - 40 20,0 % max. 24.000 €/WE
    KfW - 40 PLUS 25,0 % max. 30.000 €/WE

Kumulierbarkeit

von KfW Pr.-Nr. 153 mit
  Kombinationen sind grundsätzlich möglich (Kredite, Zulagen, Zuschüsse)
  Summe der Förderzusagen dürfen förderfähige Kosten nicht übersteigen!  
möglich nicht möglich
    BAFA - Förderung von Maßnahmen
    zur Nutzung erneuerbarer Energien   
    im Wärmemarkt
    (Marktanreizprogram MAP)
    Stromerzeugungsanlagen
    (PV, Wind, Bimasse KWKA)
    mit EEG- oder  KWKG-    
    Vergütung

  
    KfW Pr.-Nr. 271 - Kredit
    - Erneuerbare Energien "Premium"
 

    KfW Pr.-Nr. 431 - Zuschuss
    - Energieeffizient Bauen und Sanieren
    - Zuschuss Baubegleitung
    - (Zusage 151/152 oder 430)
 

 

Weitere Informationen

Programminformationen - KfW 153
www.kfw.de/153

Expertenliste Sachverständige
www.energie-effizienz-experten.de

Merkblatt

http://bit.ly/2sZ9UKL

Anlage zum Merkblatt – Technische Mindestanforderungen

http://bit.ly/2L8DH7S

Anlage zum Merkblatt – Liste der Technischen FAQ

http://bit.ly/2TPZhF9

nachhaltiges Bauen

http://bit.ly/2w7TRHS

Auslegungsfragen zur EnEV2013

http://bit.ly/36vaopy

KfW: Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle (433)

Fördergegenstand und -bedingungen

Die KfW fördert den Einbau von stationären Brennstoffzellensystemen

  • in den Leistungsklassen von 0,25 bis 5,0 kW elektrischer Leistung,
  • in neue oder bestehende Wohn- und Nichtwohngebäude.

Förderfähig sind:

  • Kosten für den Einbau des Brennstoffzellensystems; bei integrierten Geräten auch die Kosten für den weiteren Wärmeerzeuger,
  • fest vereinbarte Kosten für den Vollwartungsvertrag in den ersten 10 Jahren,
  • und Kosten für die Leistungen des Energieeffizienz-Experten.

Nicht gefördert werden:

  • Boardinghäuser (als Beherbergungsbetrieb mit hotelähnlichen Leistungen),
  • Ferienhäuser und -wohnungen
  • und Wochenendhäuser.

Antragssteller:

  • Natürliche Personen
    - als Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern (maximal 2 Wohneinheiten)
    - Wohnungseigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)
  • Eigentümer von Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten
  • Unternehmen (einschließlich Contactoren)
  • Freiberuflich Tätige: (Ärzte, Steuerberater, Architekten)
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU gem. EU-Definition, in Nichtwohngebäuden)
  • Unternehmen mit mehrheitlich kommunalem Gesellschafterhintergrund
  • alle gemeinnützige Organisationsformen (z. B. Vereine, Stiftungen, gemeinnützige GmbH, Kirchen
  • kommunale Gebietskörperschaften
    - deren rechtlich unselbständige Eigenbetriebe
    - kommunale Zweckverbände
  • Eigentümer von Mietwohnraum müssen die Anforderungen der De-minimis-Verordnung beachten.

Anforderungen:
Die Brennstoffzelle ist in die Wärme- und Stromversorgung des Gebäudes einzubinden.

  • Beim Einbau der Brennstoffzelle ist ein hydraulischer Abgleich durchzuführen. Die Durchführung ist auf dem Bestätigungsformular des VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e. V. (www.intelligent-heizen.info/broschueren) nachzuweisen (Verfahren A zulässig) und die Dokumentation aufzubewahren. Rohrleitungen sind gemäß der jeweils geltenden EnEV zu dämmen.
  • Der Einbau des Brennstoffzellensystems ist durch ein Fachunternehmen auszuführen; idealerweise durch vom Hersteller geschulte Fachunternehmer.
  • Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Brennstoffzelle muss der Gesamtwirkungsgrad η ≥ 0,82 und der elektrische Wirkungsgrad η el  ≥ 0,32 betragen.
  • Für die Brennstoffzelle ist ein Vollwartungsvertrag mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren abzuschließen, der einen elektrischen Wirkungsgrad von η el  ≥ 0,26 während der Vertragslaufzeit gewährleistet.

Gerätearten:

  • integrierte Geräte (Brennstoffzelle und zusätzlichen Wärmeerzeugen bilden eine „untrennbare“ Einheit)
  • Beistellgeräte: Brennstoffzelle kann durch einen individuellen, weiteren Wärmeerzeuger ergänzt werden.

Förderhöhe

Der Investitionszuschuss setzt sich aus der Grundförderung und einer Zusatzförderung zusammen:

Grundförderung Zusatzförderung
Festbetrag von 5.700 Euro leistungsabhängiger Betrag von 450 Euro je angefangener 100 W elektrischer Leistung für die Leistungsklassen von 0,25 bis 5,0 kW elektrischer Leistung

Die Höhe des Zuschuss beträgt bis zu 40 % der insgesamt förderfähigen Kosten.

Kumulierbarkeit

möglich nicht möglich
KWK-Gesetz
  • Stromsteuerbefreiung (Eigenverbrauch)
  • weitere öffentliche Fördermitte

Weitere Informationen

Beantragung des Zuschusses direkt bei der KfW: Postfach 11 11 41, 60046 Frankfurt a.M., Tel: 0800-539-9002

Programminformationen - KfW 433
http://www.kfw.de/433

Merkblatt - Brennstoffzelle Zuschuss

http://bit.ly/2w7qmWn

Merkblatt - Beihilfen

http://bit.ly/2w7B3s2

Experten- oder Sachverständigenliste

http://bit.ly/2wno9Gs

KfW: Energieeffizient Sanieren - Baubegleitung (Pr.-Nr. 431)

Fördergegenstand und -bedingungen

Rund um energetische Sanierungs­maßnahmen oder den Neubau eines KfW-Effizienzhauses fördern wir die Fachplanung und qualifizierte Baubegleitung durch einen externen, unabhängigen Experten für Energieeffizienz. Dies schließt folgende Aufgaben mit ein:

  • Leistungen zur Detailplanung
  • Unterstützung bei der Ausschreibung und Angebotsauswertung
  • Kontrolle der Bauausführung
  • Abnahme und Bewertung der Maßnahmen

Zudem fördern wir die Erstellung der vom Bundes­ministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) anerkannten Nach­haltigkeits­zertifikate.

Antragsteller:

  • Jeder Investor (Bauherr), der energetische Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen für Wohngebäude durch einen unabhängigen Experten in Anspruch nimmt. Die Investitionsmaßnahme muss in den KfW-Produkten "Energieeffizient Bauen und Sanieren" (Produktnummer 151/152, 153, 430) oder in einem von der KfW aus diesen Mitteln refinanzierten Programm eines Landesförderinstitutes gefördert werden.

Förderbedingungen:

  • Der Förderantrag ist vor Beginn des Vorhabens direkt bei der KfW zu stellen (Planung und Beratung sowie abgeschlossene Liefer- und Leistungsverträge gelten nicht als Vorhabenbeginn, jedoch der Start der Bauarbeiten vor Ort).
  • Vorhaben an Gemeinschafts- oder Sondereigentum müssen durch einen Hausverwalter oder einen Vertretungsberechtigten beantragt werden.
  • Ein sachverständiger Energieberater aus der Energieeffizienz-Expertenliste ist bei der Planung, Antragstellung und Durchführung/Begleitung eines geförderten Vorhabens einzubinden.

Förderhöhe

  • 50 % (der förderfähigen Kosten), 4.000 € pro Vorhaben.
  • Bagatellgrenze: Zuschussbeträge unter 300 € werden nicht ausgezahlt.

Kumulierbarkeit

  • Das Programm kann nur zusammen mit den Förderprodukten 151/152 , 430 oder 153 genutzt werden.
  • Die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln, z. B. Krediten, Zulagen und Zuschüssen ist grundsätzlich möglich. Dabei darf die Summe der öffentlichen Förderzusagen die förderfähigen Kosten nicht übersteigen.
  • Gleichermaßen förderfähig sind Programme von Landesförder­instituten, die aus diesen Mitteln von der KfW refinanziert werden.
  • Ebenfalls kombinierbar ist der KfW-Zuschuss mit der "Vor-Ort-Beratung" des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrolle (BAFA).

Weitere Informationen

Kontakt
KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Tel.: 069 74 31 - 0
Fax: 069 74 31 - 29 44

Programminformationen

http://bit.ly/2GGjrtH

Nachhaltigkeitszertifikate

http://bit.ly/2O5QP0M

Experten- oder Sachverständigenliste

http://bit.ly/2wnqtNV

Vor-Ort-Beratung

http://bit.ly/2tYKFst

KfW: Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit (Pr.-Nr. 167)

Fördergegenstand und -bedingungen

Förderung - für was?

  • Errichtung und Erweiterung von kleinen Heizungsanlagen, die Erneuerbare Energien nutzen:
    siehe BAFA-Förderung (MAP) mit deren Vorgaben
  • bei selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden sowie Eigentumswohnungen
  • bei Ersterwerber von neu sanierten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen
  • keine Förderung bei Ferienhäusern, -wohnungen und Wochenendhäuser sowie Boardinghäusern (Beherbungsbetrieb mit hotelähnlichen Leistungen)

Die Antragstellung kann von:

  • Privatpersonen (Selbstnutzer von Wohnimmobilien oder Mieter)
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Wohnungsunternehmen
  • Wohnungsgenossenschaften
  • Bauträgern
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts

Empfehlung: Vor Maßnahmenbeginn unabhängige Energieberatung durchführen lassen (www.energie-effizienz-experten.de); Energieberatung für Wohngebäude (BAFA); Verbraucherzentrale, Maßnahmen müssen durch Baufachunternehmen durchgeführt werden. Entsprechende Hinweise entnehmen Sie bitte dem Merkblatt "Ergänzungskredit - Kredit 167".

Vorgehen:

  • der Förderantrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen (Planung und Beratung sowie abgeschlossene Liefer- und Leistungsverträge gelten nicht als Vorhabenbeginn)
  • Anträge können ausschließlich über frei wählbare Banken, Sparkassen und Versicherungen, die als durchleitendes Finanzinstitut funktionieren, gestellt werden
  • Bruttokosten werden berücksichtigt (Ausnahme: Vorsteuerabzugsberechtigung)
  • die ersetzte oder unterstützte Heizungsanlage muss mindesttens zwei Jahre betrieben worden sein  (hydraulicher Abgleich wird durchgeführt)
  •  An- oder Ausbau zuvor nicht beheizter Räume förderfähig, wenn keine neue Wohneinheit entsteht; dies gilt auch für Gebäudeerweiterung oder Ausbau nicht beheizter Räume (Dachgeschoss)
  • die Wohneinheiten müssen einen abgeschlossenen Zusammenhang haben, einem dauerhaften Wohnzweck dienen und eine Haushaltsführung ermöglichen (Zimmer, Küche/Kochnische, Bad/WC)
  • die Maßnahmen müssen durch ein Fachunternehmen des Bauhandwerks durchgeführt werden

Förderhöhe

Kreditkonditionen
KfW-Pr.-Nr. Kennung Laufzeit tilgungsfreie Anlaufjahre Zinsbindung Effektivzins
    (A) Jahre (B) Jahre (C) Jahre  
  (A) / (B) / (C) [mind. - bis] [mind. - bis] [mind. - bis] [%eff/a]
167 10 / 2 / 10 4 - 10 1 - 2 10 0,78
  Stand: 27.01.2020
  • Kreditbetrag: 100 % der förderfähigen Investitionskosten einschl. Nebenkosten
  • Kreditlaufzeit: mind. 4 Jahre bis max. 10 Jahre (1 bis 2 Tilgungsfreijahre)
  • Auszahlung: 100 % des Zusagebetrages (eine Summe oder Teilbeträge)
  • Sondertilgung des Gesamtkreditbetrages ist möglich (aber Vorfälligkeitsentgeld fällt an), keine Teilrückzahlungen

Kumulierbarkeit

von KfW-Pr.-Nr. 167 mit
möglich nicht möglich
BAFA Zuschussprogramm
(Marktanreizprogramm)
steuerliche Förderung gem. § 35 a Abs. 3 EStG
- Handwerkerleistungen

KfW-Pr.-Nr. 151/152
Energieeffizient Sanieren - Kredit

steuerliche Förderung gem. § 35 c EStG
- Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzte
Gebäude
- auch nicht bei Aufteilung in Materialkosten und Arbeitsleistung
KfW-Pr.-Nr. 430
Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss
 
andere öffentliche Förderprogramme
Kredite / Zulagen / Zuschüsse
(Förderhöchstgrenze beachten)
  

Weitere Informationen

Programminformation - KfW 167
http://www.kfw.de/167

Merkblatt - Ergänzungskredit

http://bit.ly/2w7KlnY

Konditionen

http://bit.ly/2O5M5IN

KfW: Energieeffizient Sanieren - Kredit (Pr.-Nr. 151, 152)

Fördergegenstand und -bedingungen

A. Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
Ener­getische Sanierung von Wohn­gebäuden, für die der Bauantrag oder die Bau­anzeige vor dem 01.02.2002 gestellt wurde. Die Sanierung muss zu einem KfW-Effizienzhaus-Standard führen.

B: Förderung Einzelmaßnahmen bzw. -kombinationen

  • Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken
  • Erneuerung der Fenster und Außentüren
  • Erneuerung/Einbau einer Lüftungsanlage
  • Erstanschluss an Nah- oder Fernwärme
  • Optimierung bestehender Heizungsanlage (mind. 2 Jahre alt)
    • einschließlich Umwälzpumpe EEK A, hocheffieziente Zirkulationspumpe
    • Wärmeverteilungsoptimierung Bestands-Heizungsanlagen (hydraulischer Abgleich)
    • u.v.a.m.

Grundsätzliche Bedingungen für Fördergegenstand A und B:

  • Antragstellung
    • für selbst genutzte und vermietete Wohngebäude sowie Eigentumswohnungen
    • beim Ersterwerb neu sanierter Wohngebäude oder Eigentumswohnungen (max. 12 Monate nach Bauabnahme)
    • für Wohn-, Alten- und Pflegeheime sowie ähnliche Einrichtungen
    • Bauantrag bzw. Bauanzeige wurde vor dem 01.01.2002 gestellt
    • der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen
    • keine Förderung von Boardinghäusern (Beherbergungsbetrieb mit hotelähnlichen Leistungen)
    • keine Förderung bei Ferienhäusern und -wohnungen sowie Wochenendhäusern
    • keine
  • Energie-Effizienz-Experte der wirtschaftlich unabhängig ist muss eingebungen werden
    • Unterstützung bei der Planung, Antragstellung und Durchführung der Maßnahme
    • erstellt "Bestätigung zum Antrag - BzA" und nach Durchführung der Maßnahme "Bestätigung nach Durchführung - BnD"
  • unabhängige Energieberatung (Sanierungskonzept) zuvor machen lassen bei der Verbraucherzentrale oder eine "Vor-Ort-Beratung" der BAFA
  • die Maßnahmen sind durch ein Fachunternehmen auszuführen
  • technische Mindestanforderungen müssen eingehalten werden
  • Bemessungsgrundlage:
    • bei Sanierung:    Anzahl der WE nach Sanierung
    • bei Ersterwerb:  Anzahl der WE gemäß Kaufvertrag
  • Gebäudeerweiterung (Anbau) oder Ausbau nicht beheizter Räume (Dachgeschoss) werden gefördert (keine neue WE)
  • Anbauten als neue WE (neues Gebäude) werden nicht gefördert
  • Denkmalschutz - eingeschränkt oder aufgehoben - keine Förderung

Förderhöhe

A. Sanierung zum KfW-Effizienzhaus

KfW-Effizienzhaus
    KfW-Effizienzhaus         Tilgungszuschuss    
[%]
    Tilgungszuschuss    
[€/WE]
    KfW - 55 40,0 % 48.000 €/WE
    KfW - 70 35,0 % 42.000 €/WE
    KfW - 85 30,0% 36.000 €/WE
    KfW - 100 27,5 % 33.000 €/WE
    KfW - 115 25,0 % 30.000 €/WE
    KfW - Denkmal 25,0 % 30.000 €/WE

Der max. Förderbetrag liegt bei 120.000 €/Wohneinheit.

B: Förderung Einzelmaßnahmen

  • Tilgungszuschuss: 20,0 % bis zu 10.000 €/WE)
  • max. Förderbetrag: 50.000 €/Wohneinheit

Für Fördergegenstände A und B gilt:

Kredit-Konditionen
KfW Pr.-Nr. Kennung Laufzeit tilgunsfreie
Anlaufjahre
Zinsbindung Effektivzins
    [Jahre] [Jahre] [Jahre] [%eff/a]
151 / 152 10 /   2 / 10 10 1-2 10 0,75 %
151 / 152 10 / 10 / 10 10 10 10 0,75 %
151 / 152 20 /   3 / 10 20 1-3 10 0,75 %
151 / 152 30 /   5 / 10 30 1-5 10 0,75 %
  • Kreditbetrag: 100 % der föderfähigen Investitionskosten (einschl. Nebenkosten)
  • Kreditlaufzeit: mind. 4 Jahre, bis 10 Jahre (Tilgung zum Laufzeitende) oder 20 bzw. 30 Jahre
  • Zinssatz: ab 0,75 % eff. (fest für die ersten 10 Jahre)
  • Auszahlung: 100 % des Zusagebetrages (in einer Summe oder Teilbeträge)
  • Tilgung: monatliche Annuitäten (nach Tilgungsfreijahren)
  • Während der ersten Zinsbindungsfrist ist eine vorzeitige Rückzahlung des gesamt ausstehenden Kreditbetrages nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich.
    Teilrückzahlungen sind nicht möglich.
  • Mittelverwendung: Nachweis unverzüglich nach Fertigstellung (spätestens 15 Monate nach Vollauszahlung)

Kumulierbarkeit

 Kombinationen sind grundsätzlich möglich (Kredite, Zulagen, Zuschüsse)
 Summe der Förderzusagen dürfen dei Förderfähigen Kosten nicht übersteigen!
möglich nicht möglich
 KfW Pr.Nr.: 167
 - Energieeffizient Sanieren
 - Ergänzungskredit
 - mit BAFA-Förderung
  BAFA - mit  KfW-Pr.Nr. 151
  Marktanreizprogramm des BAFA
 KfW Pr.Nr.: 431
  - Zusage für 151/152
 - Energieeffizient Bauen und Sanieren
 - Baubegleitung
 - Zuschuss
 KfW Pr.-Nr. 430 - Zuschuss
 - Energieeffizient Sanieren
   KfW Pr.-Nr. 159 - Kredit
 - Altersgerecht Umbauen
   KfW Pr.-Nr. 455 (B & E) - Zuschuss
 - Altersgerecht Umbauen
   KfW Pr.-Nr. 271 - Kredit / mit KfW Pr.-Nr. 151
- erneuerbare Energien "Premium"
   Stromerzeugungsanlagen
- PV / WKA / KWKA
    steuerliche Förderung gem. § 35a Abs. 3 EStG
- Handwerkerleistungen
   steuerliche Förderung gem. § 35 c EStG
- Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen   Wohnzwecken genutzte Gebäude
- auch nicht bei Aufteilung in Materialkosten und Arbeitsleistung

Weitere Informationen

Programminformationen - KfW 151/152
http://www.kfw.de/151 

Merkblatt:  KfW 151/152

http://bit.ly/2JatllL

Anlage zum Merkblatt - Technische Mindestanforderungen

http://bit.ly/2Jf54LK

Anlage zum Merkblatt - Liste förderfähige Maßnahmen

http://bit.ly/2TMMtj1

Anlage zum Merkblatt - Liste technische FAQ

http://bit.ly/2TPZhF9

Konditionen

http://bit.ly/2w7CW8j

Energieeffizienz-Experten

http://bit.ly/2wnqtNV

Energieberatung Verbraucherzentrale
https://www.verbraucherzentrale.de/energie

Informationen zu Denkmal

http://bit.ly/2w7KSGk

KfW: Energieeffizienzprogramm - Energieeffizient Bauen und Sanieren (Pr.-Nr. 276, 277, 278)

Fördergegenstand und -bedingungen

Antragsberechtigt sind:

  • In- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden
  • Contracting-Geber, die Energie-Dienstleistungen an gewerblichen Nichtwohngebäuden erbringen
  • Freiberuflich Tätige

ACHTUNG! Ab dem 01.01.2020 entfällt jegliche Förderung für Heizungs- und KWK-Anlagen, die mit Heizöl betrieben werden!

Gefördert werden: Energetische Sanierungen von gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden zur Erreichung der KfW Standards KfW-Effizienzhaus 70, 100 und Denkmal sowie Einzelmaßnahmen.

Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und der technischen Gebäudeausrüstung zur Verbesserung der Energieeffizienz sind:

  • Wärmedämmung
  • Fenster, Vorhangfassaden, Außentüren und Tore
  • Sommerlicher Wärmeschutz
  • Lüftung und Klima inkl. Wärme- und Kälterückgewinnung, Abwärmenutzung
  • Nah- oder Fernwärme
  • Wärme-/Kälteverteilung und -speicherung
  • Wärme-/ Kälteerzeugung durch Strahlungsheizungen, Warmluft-Erzeuger und wämegeführte Kraft-Wärme- beziehungsweise Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlagen
  • Beleuchtung
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Gebäudeautomation

Errichtung energieeffizienter gewerblich genutzer Gebäude entsprechend der Standards KfW-Effizienzhaus 55 und 70.

Maßnahmen zur Vorbereitung, Realisierung und Inbetriebnahme, wie z. B. Nebenarbeiten, Planungskosten und Energiemanagement­systeme.

Die Förderung kommt nicht in Frage für:

  • Vermietung und Verpachtung zur wohnwirtschaftlichen, gemeinnützigen oder kommunalen Nutzung sowie zur Nutzung in der landwirtschaftlichen Primärproduktion
  • Treuhandkonstruktionen
  • Sogenannte In-Sich-Geschäfte, wie zum Beispiel der Erwerb aus dem Eigentum des Ehegatten

Förderhöhe

Es werden bis zu 100 % der förderfähigen Kosten finanziert. Der Kreditbetrag beträg in der Regel bis zu 25 Mio. € (höhere Kredite möglich bei besonderer Förderungswürdigkeit). Die Mehrwertsteuer kann mitfinanziert werden, sofern die Berechtigung zum Vorsteuerabzug nicht vorliegt. Eine Aufstockung des Kredites oder des Tilgungszuschusses nach Kreditzusage ist nicht möglich.

Mögliche Laufzeitvarianten:

  • Bis zu 5 Jahre, höchstens 1 tilgungsfreies Anlaufjahr und Zinsbindung für die gesamte Kreditlaufzeit
  • Bis zu 10 Jahre, höchstens 2 tilgungsfreie Anlaufjahre und Zinsbindung für die gesamte Kreditlaufzeit
  • Bis zu 20 Jahre, höchstens 3 tilgungsfreie Anlaufjahre und einer Zinsbindung von maximal 10 Jahren

Den individuellen Zinssatz ermittelt die Bank anhand der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Qualität der Sicherheiten.

Der Betrag ist in einer Summe oder in Teilenabrufbar. Die Abruffrist beträgt 12 Monate nach Zusage. Diese kann für noch nicht ausgezahlte Beträge um maximal 24 Monate verlängert werden. Für den noch nicht abgerufenen Betrag wird beginnend ab 2 Bankarbeitstagen und 6 Monaten nach dem Zusagedatum eine Bereitstellungsprovision von 0,15% pro Monat berechnet.

Tilgungszuschüsse:
bei Sanierung

Maßnahme / Standard Prozentsatz des Zusagebetrages Höchstbetrag pro m2 Nettogrundfläche
KfW-Effizienzhaus 70 27,5 % max. 275 € / m2
KfW-Effizienzhaus 100 20,0 % max. 200 € / m2
KfW-Effizienzhaus Denkmal 17,5 % max. 175 € / m2
Einzelmaßnahmen 20,0 % max. 200 € / m2

bei Neubau

Standard Prozentsatz des Zusagebetrages Höchstbetrag pro m2 Nettogrundfläche
KfW-Effizienzhaus 55 5,0 % max. 50 € / m2
KfW-Effizienzhaus 70 es wird ein Förderkredit ohne Tilgungszuschuss angeboten

Kumulierbarkeit

Die Kombination eines Kredites aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm Energieeffizient Bauen und Sanieren mit anderen Fördermitteln (Kredite oder Zulagen/Zuschüsse) ist grundsätzlich im Rahmen der jeweils relevanten EU-Beihilfegrenzen möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen oder Zulagen die Summe der förderfähigen Kosten nicht übersteigt.

Nicht aus Mitteln dieses Programms (teil)finanziert werden Anlagen zur Stromerzeugung (zum Beispiel Photovoltaik, Windkraftanlagen, KWK-Anlagen), die nach dem Erneuerbare-Energien-oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (Einspeisevergütung beziehungsweise KWK-Zuschlag) gefördert werden.

Die Inanspruchnahme anderer Förderprogramme des Bundes für dieselbe Maßnahme beziehungsweise dieselben Kosten ist nicht zulässig.

Weitere Informationen

Kontakt

KfW

Palmengartenstr. 5-9

60325 Frankfurt

Tel.: 069 7431-0

Fax: 069 7431-2944

www.kfw.de


Infocenter

Tel.: 0800 5399001 (kostenfrei)
 


KfW: Energieeffizienzprogramm - Produktionsanlagen/-prozesse (Pr.-Nr. 292, 293)

Fördergegenstand und -bedingungen

  • gefördert werden Investitionsmaßnahmen, die eine Energieeinsparung von mindestens 10 % (Einstiegsstandard) bzw. 30 % (Premiumstandard) erzielen
  • mögliche Anwendungsbereiche sind u.a.:
    • Maschinen / Anlagen / Prozesstechnik
    • Druckluft / Vakuum / Absaugtechnik
    • Elektrische Antriebe / Pumpen
    • Prozesskälte und Prozesswärme
    • Wärmerückgewinnung / Abwärmenutzung (für Produktionsprozesse)
    • Mess-, Regel- und Steuerungstechnik
    • Informations- und Kommunikationstechnik
    • KWK-Anlagen (eingeschränkt da Kummulierungsverbot mit dem EEG: demnach können KWK-Anlagen die eine Förderung nach dem EEG erhalten, nur mit einem beihilfefreien Zinssatz oberhalb des EU-Refenzzinssatzes gefördert werden)
  • zudem könnnen in Verbindung mit einer förderungswürdigen betrieblichen Energieeinsparinvestition Aufwendungen für die Planungs- und Umsetzungsbegleitung sowie für Energiemanagementsysteme gefördert werden
  • förderfähige Investitionen sind:
    • Errichtungsinvestitionen
    • Erweiterungsinvestitionen
    • Investitionen zur Diversifizierung der Prodution in zuvor nicht hergestellte Produkte
    • Investitionen zur grundlegenden Änderung des gesamten Produktionsprozesses (dies umfasst auch die Umstrukturierung von Dienstleistungsabläufen)
  • gemessen werden die Einsparungen bei Modernisierungsinvestitionen am Durchschnittsverbrauch der letzten 3 Jahre und bei Neuinvestitionen gegenüber dem Branchendurchschnitt
  • die Ermittlung der Einsparung erfolgt durch das Unternehmen selbst oder durch einen Energieberater und kann gemäß Herstellernachweisen oder Produktdatenblättern erfolgen
  • die Einsparungen sind durch das Formular "Bestätigung zum Kreditantrag KfW-Energieeffizienzprogramm" zu quantifizieren und zu bestätigen

Förderhöhe

  • bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten werden gefördert
  • der Kredithöchstbetrag beträgt in der Regel bis zu 25 Mio. € je Vorhaben (bei besonderer Förderungswürdigkeit des Vorhabens kann dieser Betrag überschritten werden)
  • mögliche Laufzeitvarianten:
    • bis zu 5 Jahre, höchstens 1 tilgungsfreies Anlaufjahr (5/1)
    • bis zu 10 Jahre, höchstens 2 tilgungsfreie Anlaufjahre (10/2)
    • bis zu 20 Jahre, höchstens 3 tilgungsfreie Anlaufjahre (20/3) (nur bei Investitionsvorhaben deren technische und ökonomische Lebensdauer mehr als 10 Jahre beträgt)
  • tagesaktuelle, kundenindividuelle Zinssätze werden für maximal 10 Jahre Kreditlaufzeit festgeschrieben
  • die aktuellen Zinssätze sind auf der Website der KfW zu finden

Kumulierbarkeit

Die Kombination mit anderen öffentlichen Krediten ist unter Beachtung der EU-Beihilfegrenzen möglich. Die Kombination mit Zuschüssen (Investitions- und Tilgungszuschüssen) ist nicht möglich.
Es gelten die "De-Minimis-Verordnung" bzw. die AGVO.

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de
Infocenter • Tel.: 0800 5399002 (kostenfrei) • Fax: 069 7431-9500

Programminformationen:
www.kfw.de/292 oder www.kfw.de/293

Aktuelle Zinssätze KfW

http://bit.ly/2w7Bkey

Formular "Bestätigung zum Kreditantrag KfW-Energieeffizienzprogramm"

http://bit.ly/2w7IFuE

KfW: Erneuerbare Energien - Premium - Biogasleitungen (Pr.-Nr. 271, 281)

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Errichtung und Erweiterung von Biogasleitungen für nicht zu Biomethan aufbereitetes Biogas
  • Leitungslänge: min. 300 m Luftlinie
  • Biogas wird zur Aufbereitung in Erdgasqualität genutzt, einer KWK-Nutzung (EEG ab 2012) zugeführt oder einer Nutzung als Kraftstoff zugeführt
  • Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen

Förderhöhe

  • Kreditbetrag max. 25 Mio. pro Vorhaben, bis zu 100 % der förderfähigen Nettiinvestitionskosten
  • Tilgungszuschuss: bis zu 30 % der förderfähigen Nettoinvestionskosten für förderfähige Biogasleitungen für unaufbereitetes Biogas
  • Unternehmen, die die KMU-Kriterien erfüllen erhalten einen Bonus zum Tilgungszuschuss in Höhe von 10 %
  • Sondertilgungen gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich

Kumulierbarkeit

  • nicht kombinierbar mit der Förderung nach dem KWKG oder EEG
  • möglich: Kommbination nur mit dem KfW-Programm "Energieeffizient Bauen"
  • nicht möglich: Kombination mit einem Kredit aus dem Programm Erneuerbare Energien "Standard" für dieselbe Investitionsmaßnahme (Ausnahme: Tiefengeothermie zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung)
  • Die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist unter Beachtung der EU-Beihilfegrenzen möglich.
  • parallele Beantragung von ERP- und KfW-Krediten für andere Investitionsmaßnahmen möglich

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de

Programminformationen - KfW 271 oder 281
www.kfw.de/271 oder www.kfw.de/281

Aktuelle Zinssätze KfW

http://bit.ly/2w7Bkey

Definition KMU

http://bit.ly/2w7Av5s

KfW: Erneuerbare Energien - Premium - Holzheizungen (Pr.-Nr. 271, 281)

Fördergegenstand und -bedingungen

Zielgruppen:

  • Natürliche Personen, die die erzeugte Wärme ausschließlich für den privaten Eigenbedarf nutzen (keine Vermietung, keine Landwirtschaft),
  • gemeinnützige Antragsteller und Genosenschaften,
  • Freiberuflich Tätige,
  • Unternehmen
  • Pächter, Mieter und Contractoren benötigen die schriftliche Erlaubnis des Eigentümers

Förderbedingungen:

  • Errichtung und Erweiterung automatisch beschickter Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse, z. B. Holzpellets, Scheitholz oder Holzhackschnitzel,
  • zur Wärmeerzeugung mit einer installierten Nennwärmeleistung von mehr als 100 kW
  • Die Anlagen sind mind. 7 Jahre zweckentsprechend zu betreiben
  • die im Antrag auf Tilgungszuschuss genannten Bedingungen (z. B. Emissionsgrenzwerte) werden eingehalten
  • Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen
  • keine Förderung von Anlagen:
    • die überwiegend der Verfeuerung von Abfallstoffen aus der gewerblichen Be- und Verarbeitung von Holz dienen
    • für die die 17. BImSchV Anwendung findet
    • zur Beseitigung bestimmter Abfälle, die vor Ablagerung behandelt werden
    • Zentralheizungsanlagen, die unter Naturzugbedingungen betrieben werden

Förderhöhe

  • Kreditbetrag: 100 % der förderfähigen Investitionskosten (einschließlich Nebenkosten), max. Kreditbetrag: 25.000.000 € je Vorhaben
  • Tilgungszuschüsse bis max. 100.000 € je Anlage:
    • Grundförderung: 20 €/kW Nennleistung (max. 50.000 € je Einzelanlage)
    • Bonusförderung: 20 €/kW Nennleistung für niedrige Staubemmisionen (max. 15 mg/m³):
    • Bonusförderung: 10 €/kW Nennleistung für Pufferspeicher (min. 30 l/kW Nennleistung)
    • Zusatzförderung durch Anreizprogramm Energieeffizienz: plus 20 % des Tilgungszuschusses möglich für den Austausch eines zentralen Wärmeerzeugers in Wärmenetzen oder einer ineffizienten Heizungsaltanlage in Gebäuden oder durch Ersetzen von Wärmeerzeugern in Gebäuden durch Anschlus des Gebäudes an ein Wärmenetz
  • Für Unternehmen, die die KMU-Kriterien erfüllen, kann der Förderbetrag um 10% des gesamten Zuwendungsbetrages erhöht werden.
  • Kreditlaufzeiten 5 - 20 Jahre; 1-3 tilgungsfreie Anlaufjahre (je nach Kreditlaufzeit)
  • Zinssatz bonitätsabhängig (auch bei Privatpersonen)
  • Sondertilgung des gesamt ausstehenden Kreditbetrags gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich (keine Teilrückzahlung)

Kumulierbarkeit

  • Grund- und Bonusförderung sind kumulierbar
  • zur Förderung der Heizungsanlage kann zusätzlich die Förderung von Wärmenetzen, Übergabestationen, großen Puferspeichern, Kraft-Wärme-Kopplung (ohne EEG-Förderung) und anderen Erneuerbaren Energien (u. a. Wärmepumpen, Solarkollektoren) im selben Programm kombiniert werden.
  • Die Förderung einer Kombination aus Biomassefeuerung mit Solarthermie ist kumulierbar mit der Landesförderung progres.nrw
  • nicht kombinierbar mit der Förderung nach dem KWKG oder EEG
  • nicht kombinierbar mit anderen KfW- oder ERP-Programmen (Ausnahme: "Fündigkeitsrisiko Tiefengeothermie" und "Energieeffizient Bauen")
  • nicht kombinierbar mit dem Programm Erneuerbare Energien "Standard" (Ausnahme: Tiefengeothermie zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung)
  • Kombination mit anderen nicht genannten Fördermitteln möglich, solange die Summe aus Krediten, Zulagen oder Zuschüssen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt und die zulässige Beihilfegrenze eingehalten wird
  • parallele Beantragung von ERP- und KfW-Krediten für andere Investitionsmaßnahmen möglich

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de

Programminformationen - KfW 271 oder 281
www.kfw.de/271 (für Zielgruppen außer Unternehmen) oder www.kfw.de/281 (für Unternehmen)

Aktuelle Zinssätze KfW

http://bit.ly/2w7Bkey

Definition KMU

http://bit.ly/2w7Av5s

KfW: Erneuerbare Energien - Premium - KWK-Biomasseanlagen (Pr.-Nr. 271, 281)

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Errichtung und Erweiterung automatisch beschickter Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse
  • installierte Nennwärmeleistung: mehr als 100 kW bis max. 2 MW
  • im Antrag auf Tilgungszuschuss genannte Emissionswerte müssen eingehalten werden
  • Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen
  • keine Förderung von Anlagen:
    • die überwiegend der Verfeuerung von Abfallstoffen aus der gewerblichen Be- und Verarbeitung von Holz dienen
    • die genehmigungspflichtig sind nach 17. BImSchV
    • zur Beseitigung von Abfällen, die vor der Ablagerung behandelt werden
    • Zentralheizungsanlagen, die unter Naturzugbedingungen arbeiten

Förderhöhe

  • Darlehen bis max. 10 Mio € und bis zu 100 % der Nettoinvestitionskosten
  • Tilgungszuschuss: 40 €/kW installierte Nennleistung
  • Unternehmen, die die KMU-Kriterien erfüllen (weniger als 50 Mitarbeiter und max. 10 Mio. € Jahresumsatz bzw. Jahresbilanzsumme), erhalten einen Bonus zum Tilgungszuschuss in Höhe von 10 %
  • Sondertilgungen gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich

Kumulierbarkeit

  • Über BAFA werden Holzfeuerungen ab 5 kW bis mehr als 100 kW Nennleistung mit Zuschuss gefördert.
  • nicht kombinierbar mit der Förderung nach dem KWKG oder EEG
  • nicht kombinierbar mit anderen KfW- oder ERP-Programmen (Ausnahme: "Fündigkeitsrisiko Tiefengeothermie" und "Energieeffizient Bauen")
  • nicht kombinierbar mit dem Programm Erneuerbare Energien "Standard" (Ausnahme: Tiefengeothermie zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung)
  • Kombination mit anderen nicht genannten Fördermitteln möglich, solange die Summe aus Krediten, Zulagen oder Zuschüssen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt und die zulässige Beihilfegrenze eingehalten wird
  • parallele Beantragung von ERP- und KfW-Krediten für andere Investitionsmaßnahmen möglich

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de

Programminformationen - KfW 271 oder 281
www.kfw.de/271 oder www.kfw.de/281

Aktuelle Zinssätze KfW

http://bit.ly/2w7Bkey

Definition KMU

http://bit.ly/2w7Av5s

KfW: Erneuerbare Energien - Premium - Solarthermie (Pr.-Nr. 271, 281)

Fördergegenstand und -bedingungen

Antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen
  • Privatpersonen und Freiberufler
  • Landwirte
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Gemeindeverbände
  • Gemeinnützige Antragsteller und Genossenschaften
  • Contractoren (Energiedienstleister)

Das Förderprodukt kommt nicht in Frage für:

  • Mitunter Unternehmen in Schwierigkeiten
  • Hersteller von Anlagen oder von deren Hauptkomponenten
  • Der Bund, die Bundesländer und deren Einrichtungen

Gefördert werden die Errichtung und Erweiterung von großen Solarkollektoranlagen mit mehr als 40 m² Bruttokollektorfläche.

  • Warmwasserbereitung, Raumheizung oder zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Wohngebäuden mit 3 und mehr Wohneinheiten oder Nichtwohngebäuden mit mindestens 500 m² Nutzfläche. Diese Mindestgröße kann bei Gemeinschaftseinrichtungen zur sanitären Versorgung (zum Beispielauf Campingplätzen) oder Beherbergungsbetrieben mit mindestens 6 Zimmern unterschritten werden.
  • Bereitstellung von solarer Kälteerzeugung.
  • Überwiegender Bereitstellung von Wärme für ein Wärmenetz.

Schwimmbadabsorber sind nicht förderfähig.

Förderhöhe

Kredithöhe und Auszahlung:

  • bis zu 25 Mio. Euro pro Vorhaben, keine Aufstockung
  • bis zu 100 % Ihrer Investitionskosten inklusive Mehrwertsteuer, wenn die Berechtigung zum Vorsteuerabzug nicht vorliegt.
  • 100 % des Kreditbetrages werden ausgezahlt
  • wahlweise in einer Summe oder in Teilbeträgen abrufbar
  • Kredit kann innerhalb von 12 Monaten nach Zusage abgerufen werden

Tilgungszuschüsse können über zwei alternative Fördermechanismen beantragt werden:

Größenabhängige Förderung von Solarkollektoranlagen: 

  • Bis zu 30 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten für Warmwasserbereitung, Raumheizung, solare Kälteerzeugung und Zuführung in ein Wärmenetz
  • Bis zu 40 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten Einspeisung des überwiegenden Teils der Wärme in ein Wärmenetz mit mindestens vier Abnehmern.

Ertragsabhängige Förderung von Solarkollektoranlagen:

  • Der gemäß Datenblatt 2 der Solar-Keymark-Programmregeln ausgewiesene jährliche Kollektorwärmeertrag wird mit der Anzahl der installierten Solarthermiemodule und 0,45 Euro multipliziert.

Kumulierbarkeit

Die Kombination einer Finanzierung der aus dem Programm Erneuerbare Energien "Premium" geförderten Anlagen ist nur mit dem KfW-Programm "Energieeffizient Bauen" möglich. Ausgeschlossen ist die Kombination eines Kredites aus Erneuerbare Energien "Premium" mit einem Kredit aus dem Programm Erneuerbare Energien "Standard" für dieselbe Investitionsmaßnahme (Ausnahme: Tiefengeothermie zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung).

Sofern Beihilfen unterschiedlicher Beihilfegeber für dieselben förderfähigen Kosten in Anspruch genommen werden, sind die jeweils relevanten EU-Beihilfehöchstbeträge und Kumulierungsvorschriften einzuhalten.

Weitere Informationen

Kontakt

KfW
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Programminformationen

http://bit.ly/2uumfXD

KfW: Erneuerbare Energien - Premium - Wärmenetze (Pr.-Nr. 271, 281)

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Errichtung und Erweiterung von Wärmenetzen (inkl. Hausübergabestationen), wenn Wärme zu folgenden Mindestanteilen aus folgenden Quellen stammt:
    1. zu mindestens 20 % aus Solarwärme, sofern ansonsten fast ausschließlich Wärme aus hocheffizienten KWK-Anlagen, aus Wärmepumpen oder aus industrieller oder gewerblicher Abwärme genutzt wird
    2. zu mindestens 50 % bei Wärmenetzen zur überwiegenden Versorgung von Neubauten 60 %, mit Wärme aus erneuerbaren Energien
    3. zu mindestens 50 %, bei Wärmenetzen zur überwiegenden Versorgung von Neubauten 60 %, aus Wärmepumpen
    4. zu mindestens 50 %, bei Wärmenetzen zur überwiegenden Versorgung von Neubauten 60 %, aus Anlagen zur Nutzung von Abwärme
    5. zu mindestens 50 %, bei Wärmenetzen zur überwiegenden Versorgung von Neubauten 60 %, einer Kombination der unter 1. bis 4. genannten Maßnahmen und ansonsten fast ausschließlich aus hocheffizienter KWK.
    • das Wärmenetz hat einen gemittelten Wärmeabsatz von 500 kWh pro Jahr und Meter Trasse
  • Innovationsförderung für Errichtung und Erweiterung großer Wärmespeicher mit mehr als 10 m³
    • sofern überwiegend aus erneuerbaren Energien gespeist
    • sofern die im Antrag auf Tilgungszuschuss aufgeführten Qualitätskriterien eingehalten werden
    • Wärmespeicher für Ein- und Zweifamilienhäuser sind nicht förderfähig
  • Wärmenetze und Speicher, die nach KWKG gefördert werden können, sind nicht förderfähig
  • Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen
  • Anlagen sind mindestens 7 Jahre zweckentsprechend zu betreiben

Förderhöhe

  • Darlehen bis zu 100 % der Investition, max. 25 Mio. Kreditbetrag € pro Vorhaben
  • Tilgungszuschuss Wärmenetze:
    • 60 € je Meter Trassenlänge, max. 1 Mio. € bzw. 1,5 Mio. € sofern Wärme aus Tiefengeothermie in das Wärmenetz eingespeist wird
    • Hausübergabestationen von Bestandsgebäuden mit jeweils bis zu 1.800 € gefördert werden, wenn Investitionen vom Investor und Betreiber des Wärmenetzes durchgeführt werden und kein kommunaler Anschlusszwang besteht
  • Tilgungszuschuss große Wärmespeicher:
    • 250 € je m³ Speichervolumen, max. 1 Mio. € für förderfähige große Wärmespeicher mit mehr als 10 m³ Wasservolumen
    • Beschränkung auf 30 % der nachgewiesenen Nettoinvestitionskosten
  • Unternehmen, die die KMU-Kriterien erfüllen, erhalten einen Bonus zum Tilgungszuschuss in Höhe von 10 %
  • Tiefengeothermie: max. 80 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten werden finanziert
  • Laufzeitvarianten 5, 10 und 20 Jahre bei 1-3 tilgungsfreien Anlaufjahren
  • Zinssatz festgeschrieben bis zu 10 Jahren

Kumulierbarkeit

  • nicht kombinierbar mit der Förderung nach dem KWKG oder EEG
  • möglich: Kombination nur mit dem KfW-Programm "Energieeffizient Bauen"
  • nicht möglich: Kombination mit einem Kredit aus dem Programm Erneuerbare Energien "Standard" für dieselbe Investitionsmaßnahme (Ausnahme: Tiefengeothermie zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung)
  • die Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist unter Beachtung der EU-Beihilfegrenzen möglich
  • parallele Beantragung von ERP- und KfW-Krediten für andere Investitionsmaßnahmen möglich

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de

Programminformationen - KfW 271 oder 281
www.kfw.de/271 oder www.kfw.de/281

Aktuelle Zinssätze KfW

http://bit.ly/2w7Bkey

KfW: Erneuerbare Energien - Premium - Wärmenetze (Pr.-Nr. 272, 282)

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Anlagen zur Erschließung und Nutzung der hydro- und petrothermalen Tiefengeothermie zur:
    • thermischen Nutzung
    • Stromerzeugung oder kombinierten Wärme-Stromerzeugung (KWK)
  • ab 400 m Bohrtiefe
  • Temperatur des Thermafluids muss mind. 20° C betragen
  • Anlagen sind mind. 7 Jahre zweckentsprechend zu betreiben
  • rein Strom geführte Tiefengeothermievorhaben werden nicht finanziert
  • der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen 

Förderhöhe

  • Kreditbetrag: max. 80 % der Nettoinvestitionskosten, max. 25 Mio. € Kreditbetrag pro Vorhaben
  • Kreditlaufzeiten: 5, 10 oder 20 Jahre; max. 1  bis 3 tilgungsfreie Anlaufjahre (je nach Laufzeit)
  • Festzinssatz für bis zu 10 Jahre
  • Sondertilgungen gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • Unternehmen, die die KMU-Kriterien erfüllen, erhalten einen Bonus zum Tilgungszuschuss in Höhe von 10 %

A. Anlagenförderung:

  Vorhaben für ausschließliche Wärmeerzeugung Vorhaben für kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung
Tilgungszuschuss 200 € je kW Nennwärmeleistung                                             

(1-(Pel / Qth)) * 200 € je kW Nennwärmeleistung

Die Nennwärmeleistung ist hierbei die geothermische Leistung der realisierten Wärmebereitstellung ohne Spitzenlast. Die Bemessung der Förderung berücksichtigt, dass ein Teil der geothermischen Energie zur Stromerzeugung genutzt wird und daraus Erlöse erzielt werden. Die Förderung ist daher entsprechend dem Verhältnis der installierten elektrischen Bruttoleistung (Pel in kWel) und der Nennwärmeleistung  (Qth in kWth) reduziert.

Max. Zuschuss 2 Mio. € je Einzelanlage                                                   1 Mio € je Einzelanlage
Voraussetzungen -

Förderung für obertägige Anlage (Heizkraftwerk) wenn:

  • Nennwärmeleistung Qth min. 4.000 kWth
  • Betrag der elektrischen Bruttoleistung Pel in kWel < Betrag der abnahmeseitigen Wärmeanschlussleistung Qth in kWth

B. Bohrkostenförderung:

  Bohrtiefe Vorhaben für ausschließliche Wärmeerzeugung Vorhaben für kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung
Zuschuss 400 - 1.000 Meter unter Geländeoberkante 375 € je Meter vertikale Tiefe (nicht Bohrstrecke) 375 € je Meter vertikale Tiefe (nicht Bohrstrecke)
1.000 - 2.500 Meter unter Geländeoberkante 500 € je Meter vertikale Tiefe 500 € je Meter vertikale Tiefe
> 2.500 Meter unter Geländeoberkante bis Endtiefe 750 € je Meter vertikale Tiefe keine Förderung
Max. Zuschuss 2,5 Mio € je Bohrung, maximal 4 Bohrungen je Projekt (Förderhöchstbetrag: 10 Mio. €) 975.000 € je Bohrung, maximal 4 Bohrungen je Projekt (Förderhöchstbetrag: 3.9 Mio. €)

Keine Förderung von Erkundungsbohrungen.

C. Mehraufwendungen:

  • Förderung von nachgewiesenen Mehrkosten aufgrund von technischen (z. B. Ausfall der übertägigen oder untertägigen Komponenten) oder geologisch-technischen (z. B. Instabilität in der Bohrlochwand, Beschädigung des Bohrlochs) Ursachen
  • Ermittlung der förderfähigen Mehraufwendungen durch KfW
  • Tilgungszuschuss: max. 50 % des nachgewiesenen Mehraufwands je Bohrung; jedoch höchstens 50 % der ursprünglichen Plankosten
  • maximale Zuschusshöhe: 1,25 Mio. € je Bohrung, 5,0 Mio € je Vorhaben

Kumulierbarkeit

  • nicht kombinierbar mit der Förderung nach dem KWKG oder EEG
  • nicht kombinierbar mit anderen KfW- oder ERP-Programmen (Ausnahme: "Fündigkeitsrisiko Tiefengeothermie")
  • nicht kombinierbar mit dem Programm Erneuerbare Energien "Standard" (Ausnahme: Tiefengeothermie zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung)
  • Kombination mit anderen nicht genannten Fördermitteln möglich, solange die Summe aus Krediten, Zulagen oder Zuschüssen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt und die zulässige Beihilfegrenze eingehalten wird
  • der Anteil aller öffentlichen Mittel darf maximal 80 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten betragen
  • parallele Beantragung von ERP- und KfW-Krediten für andere Investitionsmaßnahmen möglich

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de

Programminformationen - KfW 272 oder 282
www.kfw.de/272 oder www.kfw.de/282

Aktuelle Zinssätze KfW  

http://bit.ly/2w7Bkey

KfW: Erneuerbare Energien - Premium - Wärmenetze (Pr.-Nr. 295)

Fördergegenstand und -bedingungen

Gefördert werden: Maßnahmen, welche die Strom- oder Wärme­effizienz deutlich erhöhen und damit zur Senkung des Energie­verbrauchs beitragen:

Modul 1: Querschnittstechnologien:

  • Elektromotoren und Antriebe
  • Pumpen für die industrielle und gewerbliche Anwendung
  • Ventilatoren
  • Druckluftanlagen
  • Anlagen zur Abwärmenutzung oder Wärmerückgewinnung aus Abwasser
  • Dämmung von industriellen Anlagen oder Anlagenteilen
  • Frequenzumrichter.

Modul 2: Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien:

  • Solarkollektoranlagen
  • Biomasse-Anlagen
  • Wärmepumpen.
  • Einbindung des Systems in den vorhandenen Prozess und Mess- und Datenerfassungs­einrichtungen zur Ertrags­überwachung und Fehlererkennung.

Gefördert wird der Ersatz oder die Neuanschaffung von Anlagen zur Bereitstellung von Wärme aus Solarkollektoranlagen, Wärmepumpen oder Biomasse-Anlagen, deren Wärme zu über 50 Prozent für Prozesse, d. h. zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten oder zur Erbringung von Dienstleistungen verwendet wird.

Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software; Kauf und Installation von:

  • Systemen zum Monitoring und der effizienten Regelung von Energieströmen zur Einbindung in ein Energie- oder Umwelt­management­system oder in ein alternatives System (für kleine und mittlere Unternehmen )
  • Energiemanagement-Software inklusive Schulungskosten.

Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen; energetische Optimierung von Anlagen und Prozessen:

  • Prozess- und Verfahrens­umstellungen auf effiziente Technologien und energetische Optimierung von Produktions­prozessen
  • Abwärmenutzung
  • Maßnahmen an Anlagen zur Wärmeversorgung, Kühlung und Belüftung, wenn diese überwiegend direkt für Produktionsprozesse eingesetzt werden
  • Energieeffizienten Bereitstellung von Prozesswärme oder -kälte
  • Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess.

Antragsberechtigt sind:

  • In- und ausländische gewerbliche Unternehmen und Contractoren
  • Kommunale Unternehmen
  • Freiberuflich Tätige
  • Landwirte, nur in Modul 2 und nur unter Artikel 41 AGVO
  • mit einem Standort in Deutschland

Förderhöhe

  • Zinsgünstiger Kredit mit bis zu 55 % Tilgungszuschuss
  • Bis zu 25 Millionen Euro pro Vorhaben
  • Offen für Unternehmen aller Branchen und Größen
  • Alles für mehr Energie­effizienz: Von hocheffizienten Standard­komponenten bis zu komplexen System­lösungen

Alternativ zu einem zinsgünstige Kredit und Tilgungszuschuß nach KfW 295 kann eine Investitionsförderung nach dem gleichnamigen Förderprogramm der BAFA beantragt werden.

Modul 1: Die maximale Förderung beträgt 200.000 Euro bei einer Förderquote von bis zu 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.

Modul 2 und 3: Die maximale Förderung beträgt 10 Millionen Euro pro Investitionsvorhaben bei einer Förderquote von bis zu 55 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.

Modul 4: Die maximale Förderung beträgt 10 Millionen Euro pro Investitionsvorhaben bei einer Förderquote von bis zu 40 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Die maximale Förderung ist auf einen Betrag von 500 Euro (700 Euro für kleine und mittlere Unternehmen) pro jährlich eingesparte Tonne CO2 begrenzt.

Kumulierbarkeit

  • Für ein-und dieselbe Maßnahme kann dieses Förderprogramm nicht mit anderen Förderprgrammen kumuliert werden –einschließlich Beihilfen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz.
  • Mittel für eine Energieberatung nach der Richtlinie über die Förderung von Energieberatungen im Mittelstand können hingegen in Anspruch genommen werden. Eine Doppelförderung des Einsparkonzepts (Modul 4) ist ausgeschlossen.
  • Alternativ zu einem zinsgünstige Kredit und Tilgungszuschuß nach KfW 295 kann eine Investitionsförderung nach dem gleichnamigen Förderprogramm der BAFA beantragt werden.

Weitere Informationen

KfW-Progrmm 295

http://bit.ly/2ZS12Sa

BAFA-Programm Energieeffizienz und Prozeswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft

http://bit.ly/2ZUeYLn

KfW: Erneuerbare Energien - Premium - Wärmepumpen (Pr.-Nr. 271, 281)

Fördergegenstand und -bedingungen

  • Errichtung von großen effizienten Wärmepumpen mit mehr als 100 kW Nennwärmeleistung für:
    • kombinierte Warmwasserbereitung und Bereitstellung des Heizwärmebedarfs von Gebäuden
    • Bereitstellung des Heizwärmebedarfs von Nichtwohngebäuden
    • Bereitstellung von Raumwärme oder von Wärme für Wärmenetze
    • Bereitstellung von Prozesswärme
  • zusätzliche Förderung für Errichtung und Erweiterung einer im Zusammenhang mit einer förderfähigen Wärmepumpe errichteten Erdsonde
  • keine Förderung von Luft-/Wasser-Wärmepumpen
  • Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen

Förderhöhe

  • Darlehen bis zu 10 Mio. € pro Vorhaben
  • Tilgungszuschuss je Einzelanlage: 80 €/kW Wärmeleistung (mind. 10.000 €; max. 50.000 €)
  • Tilgunszuschuss für förderfähige Erdsonde:
    • bis 400 Meter: 4 € je Meter
    • ab 400 Meter: 6 € je Meter
  • Unternehmen, die die KMU-Kriterien erfüllen erhalten einen Bonus zum Tilgungszuschuss in Höhe von 10%
  • Kreditlaufzeit: 5, 10 oder 20 Jahre - 1 bis 3 Tilgungsfreijahre
  • Zinssatz bonitätsabhängig (auch bei Privatpersonen)
  • Sondertilgungen gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich

Kumulierbarkeit

  • nicht kombinierbar mit der Förderung nach dem KWKG oder EEG
  • nicht kombinierbar mit anderen KfW- oder ERP-Programmen (Ausnahme: "Fündigkeitsrisiko Tiefengeothermie" und "Energieeffizient Bauen")
  • nicht kombinierbar mit dem Programm Erneuerbare Energien "Standard" (Ausnahme: Tiefengeothermie zur kombinierten Wärme- und Stromerzeugung)
  • Kombination mit anderen nicht genannten Fördermitteln möglich, solange die Summe aus Krediten, Zulagen oder Zuschüssen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt und die zulässige Beihilfegrenze eingehalten wird
  • parallele Beantragung von ERP- und KfW-Krediten für andere Investitionsmaßnahmen möglich

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de

Programminformationen - KfW 271 oder 281
www.kfw.de/271 oder www.kfw.de/281

Aktuelle Zinssätze KfW

http://bit.ly/2w7Bkey

Definition KMU

http://bit.ly/2w7Av5s

KfW: Erneuerbare Energien - Standard (Pr.-Nr. 270)

Fördergegenstand und -bedingungen

Förderfähige Maßnahmen:

  • Stromerzeugungsanlagen die die Anforderungen des EEG erfüllen:
    • PV-Anlagen
    • Windenergieanlagen und Repowering-Maßnahmen
    • Stromerzeugungs- und KWK-Anlagen auf Basis fester Biomasse
    • Erzeugung und Nutzung von Biogas (inkl. Aufbereitung und Leitungen)
    • Geothermische Stromerzeugungs- und KWK-Anlagen
    • Wasserkraftanlagen bis 20 MW
  • Investitionen der Betreiber von Erneuerbare Energien-Anlagen in objektnahe Nieder- und Mittelspannungsnetze, die den Transportnetzen vorgelagert sind
  • Batteriespeicher für EE-Anlagen
  • Wärmeerzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien
    • Solarthermieanlagen
    • Anlagen auf Basis fester Biomasse bis max. 2 MW
  • Wärme-/Kältenetze und Wärme-/Kältespeicher, die aus Erneuerbaren Energien gespeist werden
  • Maßnahmen zur Systemintegration der Erneuerbaren Energien (z. B. durch Flexibilisierung von Stromangebot und -nachfrage, zur Digitalisierung der Energiewende)
    • Stromspeicher (lang- und kurzfristig, auch Power-to-X)
    • technische Anpassung an EE-Anlagen zwecks flexiblerer und bedarfsgerechterer Stromerzeugung
    • Überbetriebliches Lastmanagement (Mess-, Regel und Prozesssteuerungstechnik und Einrichtungen zur Speicherung von Zwischen- und Endprodukten)
    • Moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme

Bedingungen zur Finanzierung von Contracting-Vorhaben:

  • Contracting-Geber erfüllt Antragsberechtigung
  • wirtschaftliches Risiko liegt beim Contracting-Geber, der zugleich Investor und Betreiber der Anlage ist
  • Laufzeit des Contracting-Vertrages entspricht mindestens der Laufzeit des beantragten Kredits

Gebrauchte Anlagen sind grundsätzlich von der Förderung ausgeschlossen. Ausgenommen hiervon sind Anlagen, die nicht länger als 12 Monate ans Stromnetz angeschlossen sind, und gebrauchte Anlagen, die nicht bereits von der KfW gefördert wurden, wenn zeitgleich eine Modernisierung mit Leistungssteigerung erfolgt. Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen.

Förderhöhe

  • gefördert werden bis zu 100 % der Investition, max. 50 Mio €
  • Zinssatz bonitätsabhängig (auch bei Privatpersonen)
  • Laufzeit 5, 10, 15 oder 20 Jahre; 1 bis 3 Jahre tilgungsfrei - je nach Laufzeit
  • Sondertilgungen gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich

Kumulierbarkeit

Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen möglich ist, sofern diese keine Beihilfe enthalten.

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de

Programminformationen - KfW 270
www.kfw.de/270

Merkblatt Erneuerbare Energien

http://bit.ly/2w7ZR3g

KfW: IKK/IKU - Energetische Stadtsanierung - Energieeffiziente Quartiersversorgung (Pr.-Nr. 201, 202)

Fördergegenstand und -bedingungen

Gefördert werden Städte, Gemeinden, Landkreise, deren rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe sowie kommunale Zweckverbände bei Neubau und Erweiterung von

1. Wärme- und Kälteversorgung im Quartier

  • hocheffiziente, strom- oder thermisch geführte Anlagen zur Versorgung mit Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis von Erd- oder Biogas, Einbau von Brennwertkesseln als Spitzenlastkessel
  • strom- oder thermisch geführte Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungssysteme zur Kälte- und Wärmeversorgung
  • Anlagen zur Nutzung industrieller Abwärme
  • dezentrale Wärme- und Kältespeicher
  • Wärme- und Kältenetze, auch Anschlüsse und Übergabestationen

2. Energieeffiziente Wasserver- und Abwasserentsorgung im Quartier

  • Einbau energieeffizienter Motoren und Pumpen
  • Optimierung der Mess- und Regeltechnik sowie des Energiemanagements der gesamten Ver- bzw. Entsorgungsanlage
  • Errichtung und Umrüstung von Energierückgewinnungssystemen in Gefällestrecken
  • Einbau und/oder Errichtung von Anlagen zur Wärmegewinnung oder -rückgewinnung in öffentlichen Kanalsystemen, zum Beispiel Wärmepumpen und Wärmetauscher
  • Errichtung und Erweiterung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen zur Nutzung von Klär- oder Faulgasen sowie zugehörige Komponenten
  • Austausch der Belüfter bei der aeroben Abwasserbehandlung

Für Kommunen: KfW Programm-Nr. 201; Für kommunale Unternehmen: KfW Programm-Nr. 202

Das Förderprodukt kommt nicht in Frage für:

  • Kassenkredite
  • Umschuldungen bereits abgeschlossener und durchfinanzierter Vorhaben
  • Investitionsvorhaben in Bereichen, in denen Kommunen, Eigenbetriebe oder Gemeindeverbände eine im Widerspruch zum EU-Beihilferecht stehende wirtschaftliche Tätigkeit ausüben. Im Einzelfall prüft die KfW dies im Rahmen der Antragsbearbeitung.

Förderhöhe

  • zinsgünstiges Darlehen bis 100 % der Investitionssumme
  • Laufzeiten 10 bis 30 Jahre
  • Zinsbindungsfrist 10 Jahre
  • Tilgungszuschuss in Höhe von 5,0 % des Zusagebetrages, max. 2,5 Mio. EUR

Kumulierbarkeit

Eine Kombination mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist möglich, ausgeschlossen sind einige Förderprogramme des Bundes. 
Der Endbetrag aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen darf die Summe Ihrer Aufwendungen nicht übersteigen.

Weitere Informationen

KfW Niederlassung Berlin, 10865 Berlin

Allgemein zur KfW: www.kfw.de

Programminformationen - KfW 201 oder 202
www.kfw.de/201 oder www.kfw.de/202 

Aktuelle Zinssätze KfW        

http://bit.ly/2w7Bkey

KfW: IKU - Energieeffizient Bauen und Sanieren (Pr.-Nr. 219/220)

Fördergegenstand und -bedingungen

Wer kann Förderanträge stellen:
°
Kommunale Unternehmen

  • + 50 % kommunaler Gesellschafterhintergrund
    • unmittelbare oder mittelbare Beteiligung einer oder mehrerer kommunaler
      Gebietskörperschaften
    • Bundesländer mit min. 50 % bei kommunalen Mindestbeteiligung von 25 %

° gemeinnützige Organisationen

  •  Bescheinigung über die Freistellung von der Körperschaftssteuer durch das Finanzamt

° Kirchen
° Körperschaften des öffentlichen Rechts
° Anstalten des öffentlichen Rechts - (mehrheitlich kommunalen Hintergrund)
° Stiftungen des öffentlichen Rechts - (mehrheitlich kommunalen Hintergrund)
° Unternehmen sowie natürliche Personen

  • Investor-Betreiber-Modelle
    • Öffentliche-Private Partnerschaften
    • Contracting
    • sonstige Investor-Betreiber-Modelle

Kommunale Infrastruktur in Deutschland:

  • Allgemeine Verwaltung
  • Öffentliche Sicherheit und Ordnung
  • Wissenschaft, Technik und Kulturpflege
  • Stadt- und Dorfentwicklung (touristische Infrastruktur)
  • Informations- und Kommunikationsinfrastruktur (z. B. Breitband)
  • Ver- und Entsorgung
  • Verkehrsinfrastruktur inkl. ÖPNV
  • Energieeinsparung und Umstellung auf umweltfreundliche Energieträger
  • Erschließungsmaßnahmen einschließlich Aufwendungen für Grunderwerb, die dauerhaft von kommunalen Unternehmen zu tragen und nicht umlagefähig sind

Soziale Infrastruktur in Deutschland

  • Krankenhäuser
  • Altenpflegeeinrichtungen
  • Betreutes Wohnen
  • Ambulante Pflegeeinrichtungen
  • Behindertenwerkstätten
  • Kindergärten und Schulen
  • Sportanlagen
  • Kulturelle Einrichtungen

Was wird gefördert?
°  Neubau   -   Pr.-Nr.: 217

  • Neubau oder Ersterwerb
  • Ausbau von bislang nicht unter EnEV fallende Nichtwohngebäude
  • Erweiterung bestehender Nichtwohngebäude (um min. 50 m2 Nettogrundfläche)
  • geförderte Effizienzhausstandards:
    • KfW-Effizienzhaus 55
    • KfW-Effizienzhaus 70
  • Ausnahme: denkmalgeschützte Nichtwohngebäude (bisher nicht unter EnEV fallend)
    • Sanierung zum Effizienzgebäude förderfähig (Pr.-Nr.: 218) 

° Sanierung zum Effizienzgebäude   -   Pr.-Nr.: 218

  • geförderte Effizienzhausstandards:
    • KfW-Effizienzhaus 70
    • KfW-Effizienzhaus 100
    • KfW-Effizienzhaus Denkmal

° Sanierung mit Einzelmaßnahmen (auch Kombinationen)   -   Pr.-Nr.: 218

  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und/oder technischen Gebäudeausrüstung
  • geförderte Einzelmaßnahmen:
    • Wärmedämmung:  
      • Wände
      • Dachflächen
      • Geschossdecken
      • Bodenflächen
    • Erneuerung und Aufbereitung:
      • von Fenstern
      • Vorhangfassaden
      • Außentüren
      • Toren
    • Maßnahmen, die den sommerlichen Wärmeschutz verbessern
    • Einbau, Austausch oder Optimierung raumluft- und klimatechnische Anlagen
      • inklusive Wärme-/Kälterückgewinnung und Abwärmenutzung
    • Erstanschluss an Nah- oder Fernwärme
    • Erneuerung und/oder Optimierung:
      • Wärme-/Kälteverteilung und –speicherung
      • Wärme-/Kälteerzeugung durch Strahlungsheizungen, Warmluft-Erzeuger und
        wärmegeführten Kraft-Wärme- bzw. Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlagen
      • KWK-Anlagen nur für den Eigenverbrauch (keine Einspeisung)       
    • Austausch und/oder Optimierung der Beleuchtung
    • Einbau oder Optimierung der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie
      Gebäudeautomation

° Sonstige Maßnahmen:

  • die zur Vorbereitung, Realisierung und Inbetriebnahme der Maßnahmen gehörenden Nebenarbeiten
    • z. B. Ausbau / Entsorgung von Altanlagen, Fensterbänke erneuern, Luftdichtigkeit prüfen
    • Planungskosten
    • Einregulierungsarbeiten inkl. hydraulischen Abgleich
    • Energiemanagementsystem

KEINE FÖRDERUNG VON:

  • Leasingfinanzierung
  • Eigenleistungen
  • In-Sich-Geschäfte
  • Räume zur Glaubensausübung
  • Investitionen von politischen Parteien
  • Die KfW schließt bestimmte Vorhaben an sich schon aus:
    www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Nachhaltigkeit/Ausschlussliste

Antragstellung:
Anträge sind über Finazierungspartner zu stellen.

Die Anträge müssen vor Beginn des Vorhabens gestellt werden.

Bankübliche Sicherheiten sind zu stellen.

Sachverständiger / Energieberatung:
° muss das Einhalten der technische Mindestanforderungen und
° die Einsparung von Energie und CO2 quantifizieren und bestätigen (Bestätigung zum Kreditantrag)
° eine nach § 21 EnEV ausstellungsberechtigte Person für Nichtwohngebäude
° Sachverständige für Nichtwohngebäude:

  • www.energie-effizienz-experten.de  
    • „Für Unternehmen und Kommunen“ „Expertensuche“
    • „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Nichtwohngebäude“
    • „KfW-Effizienzhaus und KfW-Einzelmaßnahmen“

° Sachverständige für Denkmal Nichtwohngebäude:

° Energieberatung vor Durchführung der Maßnahme ist empfehlenswert:

  • Sanierungskonzept zu erstellen    (Bundesförderung nutzbar – BAFA)
  • Neubauberatung   (Bundesförderung nutzbar – BAFA)

Förderhöhe

Förderkonditionen:

  • Kredithöhe:   max. 25 Mio. € pro Vorhaben   - besondere Förderwürdigkeit auch höher
  • Auszahlung:   100 % der förderfähigen Kosten - (MwSt. kann mitfinanziert werden)
  • Zinssatz eff.:   ab 1,00 %    (Bonitätsabhängig)   www.kfw.de/konditionen 
  • Kreditlaufzeiten:     min. 4 Jahre bis zu: 10 Jahre (10/2/10), 20 Jahre (20/3/10) oder 30 Jahre (30/5/10)
  • Tilgungsfreijahre:   1-2 Jahre bei 10 Jahren / 1-3 Jahre bei 20 Jahren / 1-5 Jahre bei 30 Jahren
  • Bereitstellung:   100 % des zugesagten Betrages
  • Abrufen des Kredites:   in einer Summe oder in Teilbeträgen
  • Abruffrist:   bis 12 Monate nach Zusage (Verlängerung um max. 24 Monate möglich)
  • Tilgung:     - tilgungsfreie Anlaufjahre - nur Zinsen auf den ausgezahlten Kreditbetrag
                       - gleich hohe Raten (vierteljährlich)
                       - außerplanmäßige Tilgungen (Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung)

Kreditkonditionen:

KfW
Pr.-Nr.:
Kennung Kredit-
Laufzeit

tilgungsfreie
Anlaufjahre

Zinsbindung Effektivzins
219/220 10/2/10 10 1-2 fest 10  1,00 %eff/a
219/220 20/3/10 20 1-3 ersten 10  1,00 %eff/a
219/220 30/5/10 30 1-5 ersten 10  1,00 %eff/a

Tilgungszuschuss:

Tilgungszuschuss

[ % ]
des Zusagebetrages
[ €/m2 ]
pro Quadratmeter
Neubau / Ersterwerb (Pr.-Nr.: 220) (Pr.-Nr.: 220)
 KfW-Effizienzgebäude 55 5,0 % max. 50 €/m2
 KfW-Effizienzgebäude 70 - -
Sanierung / Einzelmaßnahmen (Pr.-Nr.: 219) (Pr.-Nr.: 219)
 KfW-Effizienzgebäude 70 27,5 % max. 275 €/m2
 KfW-Effizienzgebäude 100 20,0 % max. 200 €/m2
 KfW-Effizienzgebäude Denkmal 17,5 % max. 175 €/m2
 Einzelmaßnahmen 20,0 % max. 200 €/m2
  Stand: 2.2020

Tilgungszuschuss zwischen 5,0 % (max. 50 €/m2 ), beim Neubau/Ersterwerb eines KfW-Effizienzgebäudes 55
und 27,5 % (max. 275 €/m2) bei der Sanierung zu einem KfW-Effizienzgebäude 70, ist möglich. Abhängig von
dem erreichten energetischen KfW-Standard.

Kumulierbarkeit

Eine Kombination mit anderen Fördermitteln ist grundsätzlich zulässig, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.

Kumulierung NICHT möglich mit:

  • BAFA: Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbaren Energien im Wärmemarkt
  • KfW Pr.-Nr.: 271       - Erneuerbare Energien - Premium
  • Stromerzeugungsanlagen (PV, WKA, KWKA) die nach EEG oder KWKG gefördert werden
  • Förderprogramme des Bundes für dieselbe Maßnahme bzw. dieselben Kosten

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de

Programminformationen - KfW 219 oder 220
www.kfw.de/219 oder www.kfw.de/220

Merkblatt IKU - Energieeffizient Bauen und Sanieren

Anlage zu den Merkblättern - Technische Mindestanforderung

Infoblatt Liste der Technischen FAQ

Allgemeines Merkblatt zu Beihilfen

Merkblatt KMU-Definition

Merkblatt Risikogerechtes Zinssystem

Allgemeine Bestimmungen für Investitionskredite - Endkreditnehmer

Aktuelle Zinssätze

http://bit.ly/2w7Bkey

Datenschutz­rechtliche Hinweise und Informationen zum Wider­spruchs­recht


KfW: IKU - Kommunale und soziale Unternehmen (Pr.-Nr. 148)

Fördergegenstand und -bedingungen

Wer kann Förderanträge stellen:

  • Kommunale Unternehmen
    + 50 % kommunaler Gesellschafterhintergrund
       - unmittelbare oder mittelbare Beteiligung einer oder mehrerer kommunaler
         Gebiets-Körperschaften
       - Bundesländer mit min. 50 % bei kommunalen Mindestbeteiligung von 25 %
  • gemeinnützige Organisationen
    + Bescheinigung über die Freistellung von der Körperschaftssteuer durch das Finanzamt

  • Kirchen

  • Körperschaften des öffentlichen Rechts

  • Anstalten des öffentlichen Rechts
    + mehrheitlich kommunalen Hintergrund

  • Stiftungen des öffentlichen Rechts
    + mehrheitlich kommunalen Hintergrund

  • Unternehmen sowie natürliche Personen
    + Investor-Betreiber-Modelle
       - Öffentliche-Private Partnerschaften
       - Contracting
       - sonstige Investor-Betreiber-Modelle

Kommunale Infrastruktur in Deutschland:

  • Allgemeine Verwaltung
  • Öffentliche Sicherheit und Ordnung
  • Wissenschaft, Technik und Kulturpflege
  • Stadt- und Dorfentwicklung (touristische Infrastruktur)
  • Informations- und Kommunikationsinfrastruktur (z. B. Breitband)
  • Ver- und Entsorgung
  • Verkehrsinfrastruktur inkl. ÖPNV
  • Energieeinsparung und Umstellung auf umweltfreundliche Energieträger
  • Erschließungsmaßnahmen einschließlich Aufwendungen für Grunderwerb, die dauerhaft von kommunalen Unternehmen zu tragen und nicht umlagefähig sind

Soziale Infrastruktur in Deutschland

  • Krankenhäuser
  • Altenpflegeeinrichtungen
  • Betreutes Wohnen
  • Ambulante Pflegeeinrichtungen
  • Behindertenwerkstätten
  • Kindergärten und Schulen
  • Sportanlagen
  • Kulturelle Einrichtungen

KEINE FÖRDERUNG VON:

  • Betriebsmittel
  • Reine Kapitalanlagen und reine (Eigen)-Kapitalanlagen
  • Leasingfinanzierung
  • Eigenleistungen
  • In-Sich-Geschäfte
  • Wohnwirtschaftliche Projekte
  • Räume zur Glaubensausübung
  • Investitionen von politischen Parteien
  • Die KfW schließt bestimmte Vorhaben an sich schon aus:
    www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Nachhaltigkeit/Ausschlussliste

Antragstellung:
Anträge sind über Finazierungspartner zu stellen.

Die Anträge müssen vor Beginn des Vorhabens gestellt werden.

Bankübliche Sicherheiten sind zu stellen.

Förderhöhe

Förderkonditionen:

  • Kredithöhe:    max. 50 Mio. € pro Vorhaben
  • Auszahlung:   100 % der förderfähigen Kosten (MwSt. mitfinanzierbar)
  • Zinssatz eff.:   ab 1,05 %     (Bonitätsabhängig)     www.kfw.de/konditionen (Pr.-Nr.: 148)
  • Laufzeiten:     min. 4 Jahre   (10, 20 oder 30 Jahre)
  • Bereitstellung:   100 % des zugesagten Betrages
  • Bereitstellungsprovision:     0,15 % / Monat (nicht abgerufenen Betrag – Frist beachten)
  • Abrufen des Kredites:     in einer Summe oder in Teilbeträgen
  • Abruffrist:     12 Monate nach Zusage (Verlängerung um max. 24 Monate möglich)
  • Tilgung:     - in den tilgungsfreien Anlaufjahren - nur Zinsen auf den ausgezahlten Kreditbetrag
                       - gleich hohe Raten (vierteljährlich)
                       - außerplanmäßige Tilgungen (Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung)
  • Förderzuschuss:     - bei Krediten mit max. 10 Jahren Zinsbindung
                                       - fällt unter De-minimis-Verordnung
  • Förderzuschusshöhe:     1,0 %

Kumulierbarkeit

Eine Kombination mit anderen Fördermitteln ist grundsätzlich zulässig, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der Aufwendungen nicht übersteigt.

Kumulierung NICHT möglich mit:

  • KfW Pr.-Nr.: 270 - Erneuerbare Energien - Standard
  • KfW Pr.-Nr.: 271/281 - Erneuerbare Energien - Premium
  • KfW Pr.-Nr.: 272/282 - Erneuerbare Energien - Premium - Tiefengeothermie
  • KfW Pr.-Nr.: 037/047 - Unternehmerkredit

Weitere Informationen

Merkblatt: IKU Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen

Merkblatt Risikogerechtes Zinssystem

Antrag auf Gewährung eines Zuschusses

Auszahlungsformular Förderzuschuss

De-minimis-Erklärung des Antragstellers

Kumulierungserklärung

Allgemeine Bestimmungen für Investitionskredite - Endkreditnehmer

Datenschutz­rechtliche Hinweise und Informationen zum Wider­spruchs­recht

Datenschutz­rechtliche Hinweise und Informationen zum Wider­spruch­srecht beim Förderzuschuss


KfW: Offshore-Windenergie (Pr.-Nr. 273)

Fördergegenstand und -bedingungen

Langfristige Finanzierung von Großprojekten im Bereich der Offshore-Windenergie, antragsberechtigt sind Projektgesellschaften.
Mit diesem Kreditprogramm werden max. 10 Offshore-Windparks finanziert. Es stehen 3 Finanzierungsvarianten zur Verfügung:

  • Variante A: Direktkredit im Rahmen von Bankenkonsortien
  • Variante B: Finanzierungspaket aus bankdurchgeleitetem Kredit und Direktkredit
  • Variante C: Direktkredit als Kostenüberschreitungsrahmen (cost overrun facility)

In Variante A und B rufen Sie Ihren Kredit innerhalb von 2,5 Jahren ab, in Variante C bei Auftreten unvorhergesehener Mehrkosten.

Förderhöhe

Variante A: Direktkredit im Rahmen von Bankenkonsortien

  • maximaler Kreditbetrag: 400 Mio €
  • Beteiligung mindestens einer Geschäftsbank
  • Finanzierungsanteil der KfW beträgt maximal 50 %
  • Geschäftsbank führt das Konsortium

Variante B: Finanzierungspaket aus bankdurchgeleitetem Kredit und Direktkredit

  • maximaler Kreditbetrag: 700 Mio €
  • Geschäftsbank vergibt bankdurchgeleiteten Kredit
  • Direktkredit darft nicht höher sein als der bankdurchgeleitete Kredit
  • der Anteil des Finanzierungspakets beträgt maximal 70 % des Fremdkapitalbedarfs
  • Geschäftsbank führt das Konsortium

Variante C: Direktkredit als Kostenüberschreitungsrahmen

  • maximaler Kreditbetrag: 100 Mio €
  • kann zusätzlich zu Finanzierungsvarianten A und B in Anspruch genommen werden
  • Beteiligung mindestens einer Geschäftsbank
  • Finanzierungsanteil der KfW beträgt maximal 50 %

Kumulierbarkeit

Die Kombination mit Mitteln der Europäischen Investitionsbank (EIB) sowie mit Mitteln anderer Banken, die von ausländischen staatlichen Exportversicherungen abgesichert werden, ist möglich. Eine Kombination mit anderen KfW- oder ERP-Fördermitteln ist nicht möglich.

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de

Programminformationen - KfW 273
www.kfw.de/273


KfW: Umweltprogramm (Programm-Nr. 240/241)

Fördergegenstand und -bedingungen

Investitionen für Maßnahmen 

  • Ressourceneffizienz / Materialeinsparung
    • Erhöhung der Ressourceneffizienz/Materialeinsparung, zum Beispiel Verringerung des Materialausschusses, Optimierung des Produktionsverfahrens hinsichtlich der Menge des eingesetzten Materials und davon ausgehenden Umweltauswirkungen,
    • Techniken zur Rückgewinnung von Phosphor sowie zur Aufbereitung zu Düngemitteln oder
      für andere Verwendungszwecke; bei der Aufbereitung zu Düngemitteln ist die Düngewirksamkeit nachzuweisen.
  • Luftreinhaltung/Lärmschutz/Klimaschutz: zur Verminderung oder Vermeidung von Luftverschmutzungen einschließlich Geruchsemissionen, Lärm und Erschütterungen, zum Beispiel Neuanschaffung emissionsarmer mobiler Maschinen, wie Baumaschinen, deren Emissionsgrenzwerte besser sind als EU-Stufe V
  • Abfallvermeidung, -behandlung und -verwertung
  • Abwasservermeidung, Abwasserbehandlung und Frischwassereinsparung
  • Umweltfreundlicher Verkehr
    • Anschaffung von gewerblich genutzten Fahrzeugen (PKW, Zweirad, Nutzfahrzeuge inkl. Busse) mit Elektroantrieb sowie Hybridfahrzeugen mit bivalentem Antrieb (Elektro/Benzin bzw. Elektro/Diesel) und Brennstoffzellenfahrzeuge, sofern deren CO2-Emissionen 50 g/km nicht übersteigen oder deren elektrische Reichweite mindestens 40 km beträgt.
    • Anschaffung umweltfreundlicher Schiffe sowie umweltfreundliche Nachrüstung von Schiffen.
    • Anschaffung sowie umweltfreundliche Nachrüstung sonstiger Landtransportmittel (bspw. Schienenverkehr).
    • Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge
    • Betankungsanlagen für Wasserstoff
    • Betankungsanlagen CNG oder LNG für Schiffe
    • Anlagen zur Versorgung von Schiffen während der Liegezeit mit extern erzeugter Energie (z.B. Landstromanlage für Schiffe, LNG-Barge)
  • Sonstige Umweltschutzmaßnahmen
    • zum Boden- und Grundwasserschutz,
    • zur Altlasten- beziehungsweise Flächensanierung (thermisch, chemisch-physikalisch, mikrobiologisch), sofern die Sanierung Voraussetzung für weitere betriebliche Investitionen ist und das Unternehmen für die Beseitigung der Altlast nicht haftet.
    • Deponiesanierung

Förderhöhe

Die Programmzinssätze orientieren sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes und der Bonität des Kreditnehmers. Dabei gelten für kleine Unternehmen (KU) besonders vergünstigte Zinssätze.

Kumulierbarkeit

Die Kombination eines Kredites mit anderen Fördermitteln ist grundsätzlich im Rahmen der jeweils relevanten EU-Beihilfegrenzen möglich.

Weitere Informationen

KfW • Palmengartenstr. 5-9 • 60325 Frankfurt • Tel.: 069 7431-0 • Fax: 069 7431-2944 • www.kfw.de

 

Programminformationen - KfW 240 oder 241

http://www.kfw.de/240


Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG): KWK-Anlagen

Fördergegenstand und -bedingungen

Zuschlagsberechtigte KWK-Anlagen (§ 6) sind:

  • Anlagen die bis zum 31. Dezember 2022 in Dauerbetrieb genommen wurden,
  • Anlagen die Strom auf Basis von Abfall, Abwärme, Biomasse, gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen gewinnen,
  • hocheffiziente Anlagen,
  • Anlagen die keine bestehende Fernwärmeversorgung aus KWK-Anlagen verdrängen,
  • Anlagen, welche die Anforderungen nach § 9 Absatz 1 des EEG erfüllen, soweit es sich um Anlagen mit einer installierten Leistung im Sinne von § 5 Nummer 22 des EEG von mehr als 100 kW handelt, und
  • eine Zulassung von der zuständigen Stelle gemäß § 5 erteilt wurde.

Weitere Regelungen

  • Netzbetreiber müssen hocheffiziente KWK-Anlagen vorrangig anschließen und den Strom abnehmen (§ 3).
  • Strom aus KWK-Anlagen mit einer Leistung > 100 kW muss direkt vermarktet oder selbst verbraucht werden (§ 4).
  • Strom aus KWK-Anlagen mit einer Leistung < 100 kW, der nicht direkt vermarktet oder selbst verbraucht wird, muss vom Netzbetreiber mit dem üblichen Preis vergütet werden (§ 4). Wird kein üblicher Preis vereinbart gilt der durchschnittliche Baseload-Strom der Strombörse EEX in Leipzig des jeweils vorangegangenen Quartals - zzgl. des Anteils der vermiedenen Netznutzungsentgelte gemäß § 18 Stromnetzentgeltverordnung.
  • zusätzlich erhält der Anlagenbetreiber für den eingespeisten Strom den Preis des durchschnittlichen Baseload-Strom der Strombörse EEX in Leipzig im jeweils vorangegangenen Quartal - zzgl. des Anteils der vermiedenen Netznutzungsentgelte
  • Für KWK-Anlagen mit einer Leistung > 10 MW kann ein Vorbescheid zur Zuschlagsfähigkeit erteilt werden (§ 12).
  • Die Höhe der Zuschlagszahlungen für KWK-Anlagen wird jährlich überprüft und ggf. angepasst. 2017 und 2021 ist eine Evaluierung vorgesehen, (§ 34).
  • Für Zeiträume, in denen der Stundenwert an der Strombörse für Deutschland/Österreich Null oder negativ ist, besteht kein Anspruch auf Zahlung von Zuschlägen. Der während eines solchen Zeitraumes erzeugte KWK-Strom wird nicht auf die Dauer der Zuschlagzahlung angerechnet (§ 35).
  • Übergangsregelungen für Anwendung nach KWKG 2012 sind im § 35 geregelt.

Förderhöhe

Allgemeine Fördersätze

    Einspeisung
ins Netz 3
Objekt-
versorgung 1
Stromkosten-
intensive
Unternehmen
Eigen-
verbrauch
 
elektrische
Leistung
Zuschlag
KWKG 2012
(in ct / kWh)
Zuschlag KWKG 2016
(§ 7)
(in ct / kWh)
Dauer 5
(§ 8 Abs. 1-2)
(in Vbh 6)
bis 50 kW 5,41 2 8,00 4,00 5,41 4,00 60.000
> 50 bis 100 kW 4,00 6,00 3,00 4,00 3,00 30.000
> 100 bis 250 kW 4,00 5,00 2,00 4,00 - 30.000
> 250 kW bis 2 MW 4 2,40 4,40 1,50 2,40 - 30.000
> 2 MW 4 1,80 3,10 1,00 1,80 - 30.000
  1. Nur wenn KWK-Strom an Letztverbraucher in einer Kundenanlage oder in einem geschlossenen Verteilernetz geliefert und hierfür die volle EEG-Umlage gezahlt wird.
  2. Zuschlag wird für die Dauer von 10 Jahren gezahlt
  3. Erhöhung um weitere 0,60 ct./kWh für den Leistungsanteil, der die elektrische KWK-Leistung einer bestehenden KWK-Anlage ersetzt, die Strom auf Basis von Stein- oder Braunkohle gewinnt; die Stilllegung bestehender Anlage binnen 12 Monaten erfolgt und die bestehende Anlage mehrheitlich im Eigentum des selben Unternehmens ist, welche neue Anlage betreibt.
  4. Der Zuschlag für KWK-Strom nach §7 Abs. 1 bis 4 KWK-Gesetz für Anlagen im Anwendungsbereich des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes erhöht sich insgesamt um 0,3 ct/kWh.
  5. gilt für neue KWK-Anlagen
  6. Vbh = Vollbenutzungsstunden

Dauer der Zuschläge für modernisierte KWK-Anlagen (§ 8 Abs.3)

Modernisierte KWK-Anlagen erhalten einen Zuschlag für:

15.000 Vbh, wenn die Modernisierung frühestens fünf Jahre

  • nach der erstmaligen Aufnahme des Dauerbetriebs der Anlage oder
  • nach der Wiederaufnahme des Dauerbetriebs der bereits modernisierten Anlage erfolgt;

für 30.000 Vbh, wenn

  • die Kosten der Modernisierung mindestens 50 Prozent der Kosten einer möglichen Neuerrichtung einer KWK-Anlage mit gleicher Leistung nach dem Stand der Technik betragen und
  • die Modernisierung frühestens zehn Jahre nach der erstmaligen Aufnahme des Dauerbetriebs der Anlage oder nach der Wiederaufnahme des Dauerbetriebs einer bereits modernisierten Anlage erfolgt.

Dauer der Zuschläge für nachgerüstete KWK-Anlagen (§ 8 Abs.4)

Nachgerüstete KWK-Anlagen erhalten einen Zuschlag für

  • 10 000 Vbh, wenn die Kosten der Nachrüstung min. 10 % und weniger als 25 % der Kosten einer möglichen Neuerrichtung einer KWK-Anlage mit gleicher Leistung betragen,
  • 15 000 Vbh, wenn die Kosten der Nachrüstung min. 25 % und weniger als 50 % der Kosten einer möglichen Neuerrichtung einer KWK-Anlage mit gleicher Leistung betragen,
  • 30 000 Vbh, wenn die Kosten der Nachrüstung min. 50 % der Kosten einer möglichen Neuerrichtung einer KWK-Anlage mit gleicher Leistung betragen.

Die nachgerüsteten Anlagen müssen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.

Zuschläge für bestehende KWK-Anlagen größer 2 MWel (§ 13)

Die Zahlung eines Zuschlages in Höhe von 1,5 ct/kWh für bestehende Anlagen > 2 MWel wird gewährt, wenn:

  • die Anlagen der Lieferung von Strom an Dritte dienen und von ihrer Dimensionierung nicht von vornherein nur auf die Versorgung bestimmter, schon bei der Errichtung der Anlage fest stehender oder bestimmbarer Letztverbraucher ausgelegt sind, sondern grundsätzlich für die Versorgung jedes Letztverbrauchers bestimmt sind,
  • die Anlagen hocheffizient sind,
  • die Anlagen Strom auf Basis von gasförmigen Brennstoffen erzeugen und
  • die Anlagen nicht durch das EEG und ansonsten nicht mehr durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz gefördert werden

Die Zahlung des Zuschlags erfolgt nur vom 1. Januar 2016 und bis zum 31. Dezember 2019 und für max. 16.000 Vbh, wenn in ein Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist wird.

Kumulierbarkeit

Eine Kumulierung mit Investitionszuschüssen ist nur soweit zulässig, wie die kumulierte Förderung die Differenz zwischen den Gesamtgestehungskosten der Stromerzeugung der KWK-Anlagen und dem Marktpreis nicht überschreitet (§ 7 Abs.6).

Weitere Informationen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Frankfurter Straße 29 – 35 65760 Eschborn, Tel.: 06196-9080, www.bafa.de

Informationen des BAFA zu Fördermöglichkeiten für KWK

http://bit.ly/2w7qrJL

Baseload-Strom des vergangenen Quartals (Website der EEX)

http://bit.ly/2whDus6

Broschüren der ASUE

http://bit.ly/2w7riKH

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG): Wärmenetze

Fördergegenstand und -bedingungen

Wärme- und Kältenetze

Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags für den Neu- oder Ausbau von Wärme- und Kältenetzen haben Betreiber wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden:

  • die Inbetriebnahme des neuen oder ausgebauten Wärmenetzes erfolgt spätestens bis zum 31. Dezember 2022,
  • die Versorgung der Abnehmenden, die an das neue oder ausgebaute Wärmenetz angeschlossen sind,
    erfolgt innerhalb von 36 Monaten ab Inbetriebnahme des neuen oder ausgebauten Wärmenetzes mindestens zu 75 % mit Wärme aus KWK-Anlagen und
  • eine Zulassung für das Wärmenetz gemäß § 20 wurde erteilt

Alternativ genügt ein Wärmemix aus KWK-Wärme und Wärme aus erneuerbaren Energien oder KWK-Wärme und industrieller Abwärme jeweils in Höhe von 50 %, sofern mindestens 25 % KWK-Wärme vorhanden ist.

Dem zuschlagberechtigten Ausbau eines Wärmenetzes gleichgestellt sind:

  • Netzverstärkungsmaßnahmen, die zu einer Erhöhung der transportierbaren Wärmemenge von mindestens 50 % im betreffenden Trassenabschnitt führen,
  • der Zusammenschluss bestehender Wärmenetze,
  • die Anbindung einer KWK-Anlage an ein bestehendes Wärmenetz,
  • der Umbau der bestehenden Wärmenetze für die Umstellung von Heizdampf auf Heizwasser, sofern dies zu einer Erhöhung der transportierbaren Wärmemenge um mindestens 50 % im betreffenden Trassenabschnitt führt.

Ab einer Investitionssumme von mehr  als 5 Mio. Euro wird über die Frage der Zuschlagsberechtigung ein Vorbescheid erteilt.

Die Regelungen für Wärmenetze sind entsprechend auch für Kältenetze anzuwenden.

Wärme- und Kältespeicher

Es werden nur noch Zuschläge für den Neubau von Wärme- und Kältespeichern gezahlt. Betreiber von Wärmespeichern haben gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschlags, wenn

  • die Inbetriebnahme des neuen Wärmespeichers bis zum 31. Dezember 2022 erfolgt,
  • die Wärme des Wärmespeichers überwiegend aus KWK-Anlagen stammt, die an das Netz der allgemeinen Versorgung angeschlossen sind und die in dieses Netz einspeisen können,
  • die mittleren Wärmeverluste entsprechend einer nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik erstellten Berechnung weniger als 15 Watt je Quadratmeter Behälteroberfläche betragen und
  • eine Zulassung gemäß § 24 erteilt wurde.
  • der Wärmespeicher eine Kapazität von mindestens 1 Kubikmeter Wasseräquivalent oder mindestens 0,3 Kubikmetern je Kilowatt der installierten elektrischen KWK-Leistung der KWK-Anlage ausweist.

Industrielle Abwärme, die ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz bereitgestellt wird, sowie Wärme aus erneuerbaren Energien stehen Wärme aus KWK-Anlagen gleich, solange der Anteil der Wärme aus KWK-Anlagen 25 % der erzeugten Wärmemenge nicht unterschreitet.

Dem Neubau gleichgestellt ist die Umrüstung bestehender Behälter mit fabrikneuen Komponenten in einen Wärmespeicher.

Ab einer Investitionssumme von mehr  als 5 Mio. Euro wird über die Frage der Zuschlagsberechtigung ein Vorbescheid erteilt.

Die Regelungen für Wärmespeicher sind entsprechend auch für Kältespeicher anzuwenden.

Förderhöhe

Wärme- und Kältenetze

  • Zuschlag für neu verlegte Leitungen mit einem mittleren Nenndurchmesser bis zu 100 mm: 100 € je laufender Meter der neu verlegten Wärme- oder Kälteleitung, höchstens aber 40 % der ansatzfähigen Investitionskosten
  • Zuschlag für neu verlegte Leitungen mit einem mittleren Nenndurchmesser von mehr als 100 mm: 30 % der ansatzfähigen Investitionskosten des Neu- oder Ausbaus
  • der Zuschlag darf insgesamt 20 Millionen Euro je Projekt nicht überschreiten

Wärme- und Kältespeicher

  • der Zuschlag beträgt 250 Euro je Kubikmeter Wasseräquivalent des Wärmespeichervolumens
  • bei Speichern mit einem Volumen von mehr als 50 Kubikmetern Wasseräquivalent beträgt der Zuschlag jedoch höchstens 30 % der ansatzfähigen Investitionskosten
  • der Zuschlag darf insgesamt 10 Millionen Euro je Projekt nicht überschreiten
  • mehrere unmittelbar miteinander verbundene Wärmespeicher an einem Standort stehen in Bezug auf die Begrenzung des Zuschlags je Projekt einem Wärmespeicher gleich, soweit sie innerhalb von einem Jahr in Betrieb genommen worden sind

Weitere Informationen

Die Zulassung muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Frankfurter Straße 29 – 35 65760 Eschborn, Tel.: 06196-9080, www.bafa.de beantragt werden.

Programminformationen

http://bit.ly/2w7qrJL

Programminformationen Wärme- und Kältenetze

http://bit.ly/2whKdCF

"Merkblatt Wärme- und Kältenetze" des BAFA

http://bit.ly/2w7BiTY

Programminformationen Wärme- und Kältespeicher

http://bit.ly/2w7rjOL

Landwirtschaftliche Rentenbank: Energie vom Land

Fördergegenstand und -bedingungen

Förderung zu Top Konditionen der Landwirtschafllichen Rentenbank (Nr. 255):

  • Investitionen in die Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Bioenergie (z. B. Biogasanlagen, Biomasseheizkraftwerke, Holzvergaseranlagen, Anlagen zur Erzeugung biogener Kraftstoffe oder Nahwärmenetze)
  • Investitionen in tätige Beteiligungen an Unternehmen der Bioenergieproduktion

Förderung zu Basis Konditionen der Landwirtschafllichen Rentenbank (Nr. 256):

  • Investitionen in Photovoltaikanlagen auf agrarwirtschaftlich oder ehemals agrarwirtschaftlich genutzten Gebäuden
  • Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen von Landwirten oder Unternehmen, die zu mindestens 50% agrarwirtschaftlichen Akteuren gehören
  • Windenergieanlagen von Landwirten oder Unternehmen, die zu mindestens 50% agrarwirtschaftlichen Akteuren gehören
  • Bürgerwindparks von Unternehmen, die zu mindestens 50 % von Bürgern und Grundstückseigentümern vor Ort gehalten werden 
  • Windenergieanlagen von Bürgerenergiegesellschaften im Sinne des EEG 2017
  • Windenergieanlagen, die sich zu mindestens 50 % im Besitz ländlicher Kommunen (oder kommunaler Unternehmen) vor Ort befinden
  • Investitionen in tätige Beteiligungen von Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft an Unternehmen der Windenergieproduktion
  • Investition in die Speicherung und Verteilung des Stroms aus vorgenannten Erzeugungsanlagen

Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei einem Kreditinstitut zu stellen

Förderhöhe

  • Kreditbetrag: max. 10 Mio. € / Kreditnehmer und Jahr, sowie Einzelfälle die darüber hinaus gehen
  • Zinssatz abhängig von Bonität und Besicherung
  • Laufzeit zwischen 4 und 30 Jahren, max. 3 Jahre tilgungsfrei

Kumulierbarkeit

  • mit anderen Fördermitteln kumulierbar, Beihilfegrenzen müssen beachtet werden
  • Investitionen in Erneuerbare-Energien-Anlagen, die nach dem EEG 2014 oder jünger gefördert werden, können nur zu beihilfefreien Konditionen finanziert werden

Weitere Informationen

Landwirtschaftliche Rentenbank, Tel: 069 2107-700

Programminformationen

http://bit.ly/2wC5cT4

Richtlinie (pdf):

http://bit.ly/32ABfjF

aktuelle Zinskonditionen

http://bit.ly/2wIo5E4